Zollitsch: Über die ungöttliche Schwere des Gottseins


Erzbischof Robert Zollitsch ist der Meinung, dass Gott es in unserer postmodernen Gesellschaft "schwer hat" Foto: Schwarzwälder (Wikipedia)

Auch wenn man mit der Antwort, die der christliche Glaube gibt, nicht im Einklang steht, lohnt es sich, die Frage nach Gott an sich heranzulassen. Darauf hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, in einem Gastbeitrag des Nachrichtenmagazins „Focus“ aufmerksam gemacht.

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Gott habe es heute schwer, schreibt Zollitsch. „Zumindest im öffentlichen Leben unserer postmodernen Gesellschaft.“ Als persönliche Entscheidung werde der Glaube an Gott zwar toleriert, aber von nicht wenigen Zeitgenossen gebe es intensive Bestrebungen, ihn gänzlich ins Private zurückzudrängen.

Allerdings sei es interessant zu beobachten: „Während Gott heute in Gefahr steht, aus dem Alltag von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Freizeit verdrängt zu werden, und Menschen dazu neigen, alles selbst machen zu wollen, machen wir die Erfahrung, dass sie in Krisen und Katastrophen geradezu reflexartig auf die religiöse Sprache und auf christliche Rituale, auf Orte der Besinnung und des Gebets zurückzugreifen.“ Darin zeige sich die Suche nach dem Licht der Hoffnung in Zeiten der Dunkelheit. Doch dieses Licht Gottes brenne immer – auch wenn es im Leben wieder heller, freudiger und besser werde. „Wie zu allen Zeiten, seit ihrem Bestehen, ist es auch heute der erste und ureigenste Auftrag der Kirche, diesen Gott, der in Jesus Christus Mensch und damit einer von uns geworden ist, zu verkündigen und zu bezeugen“, betont der Freiburger Erzbischof.

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3 Comments

  1. Was müssen das für schwachsinnige Idioten sein, die an die Existenz eines göttlichen Schöpfers glauben. Eines fiktiven Wesens also, welches angeblich alles vermag, alles beeinflußt und alles weiß. Ich zum Beispiel lasse sehr wohl jede Art von Fragen an mich heran. Nur wenn man mir etwas Fiktives, Nichtexistentes verkaufen will, wehrt sich mein Denken instinktiv gegen diesen völlig irrealen, hochspekulativen und total verlogenen Betrug. Längst stelle ich mir die Frage nicht mehr, was gewisse Leute mit diesem Leerverkauf eigentlich bezwecken. Ich weiß es nämlich längst. Sie profitieren bereits im Diesseits von den Betrogenen. Die betrogenen Gläubigen allerdings müssen den Betrug erst noch durchschauen lernen. Manche kapieren das aber nie und diese Menschen freuen sich eben auf ein Leben nach dem Tode in einem ebenfalls völlig fiktiven paradiesischen Jenseits.

    Eine gute Reise in dieses nicht existierende Jenseits wünscht allen betrogenen Gottgläubigen der ungläubige Argus7. (Ich glaube eben nicht jeden Scheiß !)

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  2. Wenn es Gott „schwer hat“, darf ohne weiteres an seiner Allmächtigkeit gezweifelt werden. Wenn es jemand „schwer hat“, dann sind es die Pfaffen denn, die wirklich einfälltigen Schafe sind heutzutage nicht mehr so massenweise zu finden wie im Mittelalter.

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  3. » … und Menschen dazu neigen, alles selbst machen zu wollen … «

    WER denn sonst? Wenn das nächste mal »Erste Hilfe« angesagt ist werde ich auch NICHT TUN und einfach nur beten, damit das Unfallopfer mit dem abgetrennten Fuß nicht verblutet.

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