B16-RatzeBenes Klerikalfaschismus hat im Bundestag nichts verloren


Warum Benedikt XVI nicht vor dem Bundestag reden sollte

Von Alan Posener starke-meinungen.de

Warum sollte Benedikt XVI nicht vor dem Bundestag sprechen? Er wäre schließlich nicht der erste und nicht der schlimmste Dunkelmann, der zu den Abgeordneten des deutschen Volks gesprochen hat. Man denke etwa an Wladimir Putin.

Aber die Tatsache, dass der Bundestag etwa beim Gasmann Putin nicht den Mut hatte, Gesicht zu zeigen, ist kein Grund, sich beim Kirchenmann Benedikt genauso feige zu benehmen. Benedikt ist kein Demokrat. Er ist ein Kritiker der Demokratie. Das darf er sein, aber dann darf, ja sollte der Bundestag ihm sagen, was ein demokratisches Parlament davon hält.

Der deutsche Papst vergleicht das Europa des einundzwanzigsten gern mit dem Rom des fünften Jahrhunderts, in dem sein Lehrmeister Augustinus wirkte. Auf die Parallele zwischen dem Imperium Romanum und der Europäischen Union spielt auch Ratzingers gewählter Name „Benedikt“ an. Er bezieht sich auf Benedikt von Nursia, der knapp hundert Jahre nach Augustinus zum Ergebnis gelangte, das von allen Seiten bedrängte christliche römische Reich sei nicht mehr zu verteidigen und sich mit seinem Mönchsorden aus dem öffentlichen Leben zurückzog. Wie Augustinus und Benedikt von Nursia vor anderthalb Jahrtausenden sieht Joseph Ratzinger heute überall Vorzeichen des Untergangs: „Europa scheint in dieser Stunde seines äußersten Erfolgs von innen her leer geworden“, erklärte er 2004 vor dem Italienischen Senat in Rom: „Diesem inneren Absterben entspricht es, dass auch ethnisch Europa auf dem Weg der Verabschiedung begriffen erscheint. (…) Der Vergleich mit dem untergehenden Römischen Reich drängt sich auf, das als großer geschichtlicher Rahmen noch funktionierte, aber praktisch schon von denen lebte, die es auflösen sollten, weil es selbst keine Lebenskraft mehr hatte.“

Europa „verabschiedet sich ethnisch“ und „lebt von jenen, die es auflösen“ werden? Man könnte auch mit Thilo Sarrazin sagen: Europa schafft sich ab. Zuwanderung ist für Ratzinger nicht ein Zeichen dafür, dass unser Wohlstand und unsere Freiheit attraktiv sind, sondern Zuwanderung ist ein Zeichen dafür, dass wir „keine Lebenskraft mehr“ haben.

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2 Comments

  1. Wer die Biographie von Josef Ratzinger kennt, weiß warum man ihn als „armes Würstchen“ bezeichnen muß. In einem total religiösen, absolut obrigkeitshörigen Elternhaus, sowie später in den Krallen der Kirche zum Devotismus, gegenüber einer steinzeitlichen Heilslehre und ihrer Macher und Vertreter heran gezüchtet, den Weg in´s richtige, menschliche Leben nie gefunden, dabei vital verkümmert, ist er doch genau das Produkt, das die Katholiban als Oberhaupt benötigen. Gut, das ist deren Bier. Aber es gibt auch noch sehr viele normale Bürger in unserem Staat und die legen mit Sicherheit keinen Wert auf das Auftreten dieses, Musterbeispiels von menschlicher Fehlentwicklung, im höchsten deutschen Repräsentantenhaus. Wer ist eigentlich in Deutschland „das Volk“? Die Relifreaks ? Wir ? Oder sind wir es nicht alle, oder wie oder was ? Mit welchem wirklichem Recht darf der Vereinsvorsitzende, einer geistig kaputt gemachten Gesellschaftsschicht, unsere gesamte Nation, durch seine Showeinlage im Bundestag, belästigen ?(Ich denke Insider wissen die Antwort.) Armes Deutschland.

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