Dumm und bigott, unsere lieben Volksvertreter


Berlin: Überwiegend positives Echo auf Papstrede im Bundestag
SPD-Generalsekretärin Nahles: „Kluge und gute Rede, die auf wohltuende Weise in eine tiefere Region des Denkens geführt hat“ Gregor Gysi, der Fraktionsvorsitzende der Linken, sagte, er habe nicht bereut, an der Rede teilgenommen zu haben

Kath.net

Die Rede von Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag ist bei den Abgeordneten auf überwiegend positives Echo gestoßen. „Ich bin sehr angetan“, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Donnerstag dem Fernsehsender „Phoenix“. Die Politikerin sprach von einer „klugen und guten Rede“, die auf wohltuende Weise „in eine tiefere Region des Denkens“ geführt habe. Der Vortrag habe zum Papst gepasst, so Nahles.

Ähnlich äußerte sich SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier gegenüber „n-tv“. Er hoffe zugleich, dass Benedikt XVI. während der Reise noch konkreter zu politischen Themen wie der Zukunft Europas Stellung nehme. Der CDU-Abgeordnete Peter Weiß empfand die Rede als „eindrücklich mahnend und aufmunternd“.

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sprach bei „Phoenix“ ebenfalls von einer sehr eindrucksvollen Ansprache. Sie habe die Grundlagen der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft deutlich gemacht.

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3 Comments

  1. Wie?
    Der führte in REgionen tieferen Denkens ein?
    Seit wann versteht er was davon?

    Im grunde schön formuliert. Wer auch nur halbwegs denken kann, dem müßts gleich auffallen…

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  2. Die Kommentare zur Papst-Rede, die man danach von Politikern zu hören bekam, erinnerten mich an Aussagen, wie man sie auch bei einer Ausstellung über moderne Kunst vom geladenen, aber nur bedingt sachverständigen Publikum zu hören bekommt. Die Leute verstehen zwar rein gar nichts von dieser Kunst, wollen dies aber nicht öffentlich eingestehen und plappern dann eben irgendetwas daher, was sich ziemlich wichtig anhört, letzten Endes aber nur nichtssagendes Phrasengedresche ist.

    Es ist vermutlich kaum einem Zuhörer aufgefallen, dass der Papst griechische Philosophen zitierte. Das kommt dem indirekten Eingeständnis gleich, dass schon Jahrhunderte vor der Geburt des Predigers Jesus griechische Philosophen ethische und moralische Grundsätze postuliert hatten, wie sie später von Christentum übernommen wurden. Der Nachweis dafür, dass das Christentum viele Elemente antiker griechischer Philosophie in ihre Lehren integriert hat, wird vor allem durch den philosophisch gebildeten Apostel Paulus vermittelt. Somit ist die christliche Moral und Ethik zu großen Teilen keine „Erfindung“ des Christentums. Die dogmatischen Diskussionen und Streitigkeiten, die das spätantike Christentum vom 4. bis 6. Jahrhundert bestimmten und die Religion unserer Zeit repräsentieren und prägten, sind ohne den Hintergrund der griechischen Philosophie nicht verständlich. Den weltanschaulichen Pluralismus, wie er in den nebeneinander bestehenden antiken Philosophieschulen und Religionen vorhanden war, hat der christliche Monotheismus allerdings von der Spätantike bis in das Zeitalter der Aufklärung hinein nicht mehr zugelassen.

    Wenn sich die kath. Kirche nach wie vor ungeniert mit fremden Federn schmückt und sich als alleinvertretungsberechtiger Wächter von Moral und Ethik aufspielt, dann ist dies eine Anmaßung sondergleichen. Ich als Atheist bekenne mich daher zum Humanismus, wie er lange vor der Begründung des Christentums in der griechischen Philosophie der Antike begründet wurde. Dieser Humanismus ist frei von den Beschränkungen wie sie die kath. Kirche Teilen ihrer Mitglieder zumutet.
    Jedenfalls sind für mich die beiden christlichen Kirchen nicht die höchste und letzte Instanz, wenn es um Fragen der Moral und der Ethik geht. Den Unbedenklichkeitstest haben die Religioten in diesen Dingen nämlich samt und sonders nicht bestanden.

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  3. Die Katholiban wurden 2000 Jahre mit den weltlichen Herrschern fertig. Warum sollte dies bei unseren heutigen Politikern anderst sein. Das Zauberwort heißt „Macht“. Und wer da mal reingeschnuppert hat gibt das nicht mehr gerne auf. So hängt man sein Fähnchen lieber weiterhin in den Wind. Und kassiert, symbolisch gesehen, die 30 Silberlinge.

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