B16 am Pranger der Zivilgesellschaft


"Papst, geh' nachhause!!!": Etwa 9000 Menschen protestierten in Berlin gegen den Besuch von Benedikt XVI.© Sean Gallup/Getty Images

Rund 15.000 Menschen demonstrierten am Donnerstag friedlich in Berlin gegen Benedikt XVI. und die menschenverachtende Politik der katholischen Kirche. Während der Papst im Olympiastadion feierte, wurde auf der Abschlusskundgebung der Demo gefordert, die Entscheidungsträger in der Kirche der internationalen Strafgerichtsbarkeit zuzuführen.

Von Arik PlatzekHumanistischer Pressedienst

Die im Vorfeld geäußerte Hoffnung über eine Teilnahme von bis zu 20.000 Menschen bei den Protesten zum Auftakt von Benedikts XVI. Deutschlandreise wurde nicht ganz erfüllt. Am Nachmittag hatten sich anfangs rund 4.000 Demonstranten auf dem Potsdamer Platz eingefunden, wo die erste Kundgebung der Demo unter dem Motto „Keine Macht den Dogmen“ mit deutlicher Verspätung begann. Die Ursachen, so Veranstaltungsleiter Robert Kastl, seien die späte Freigabe des Platzes durch das Ordnungsamt und technische Probleme gewesen.

Als erste Redenerin bezog Irmingard Schewe-Gerigk von Terre de Femmes auf dem Demo-Führungstruck zur vatikanischen Frauen- und Geschlechterpolitik mit deutlichen Worten Stellung. Dabei betonte sie, dass die Demonstration sich nicht gegen gläubige Menschen richte, sondern gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik von Benedikts XVI. und seiner Kirche.

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