Das Neue Testament und die Todesstrafe


Die Hinrichtung des Afro-Amerikaners Troy Davis am 21. September im US-Bundesstaat Georgia hat weltweit Aufsehen erregt und Proteste ausgelöst. Der 1991 für den Mord an einem weißen Polizisten zum Tode verurteilte 42-Jährige hatte bis zuletzt seine Unschuld beteuert. Zweifel an seiner Täterschaft blieben.

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Hunderttausende protestierten gegen die Hinrichtung, darunter Papst Benedikt XVI. sowie der frühere US-Präsident Jimmy Carter und der südafrikanische anglikanische Erzbischof Desmond Tutu – beide Friedensnobelpreisträger. Viele Christen setzen sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein. Doch rund zwei Drittel der US-Bevölkerung befürworten sie. Wie ist sie aus Sicht des Neuen Testaments zu beurteilen? Dazu äußerte sich der Vorsitzende des Arbeitskreises für evangelikale Theologie, Rolf Hille (Heilbronn), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

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4 Comments

  1. Wenn da steht: Du sollst nicht töten, dann steht das da. Das gilt auch dann wenn ein Mörder überführt ist, oder es bestehen noch Zweifel. Die Todesstrafe ist deshalb nicht legitim. weil es eine Srafe aus Rachsucht ist, und von daher auch ein Mord ist. Wer einen Täter zur Todesstrafe verurteilt, ist ein Mittäter des Henkers, und beide haben sich schuldig gemacht und gehören vor Gericht.

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  2. Der Theologe macht es sich aber sehr leicht! Mit “ Wer von euch ohne Sünde ist Werfe den ersten Stein“ kann man doch nicht ernsthaft die Todesstrafe negieren! Sanktionen sind wichtig, jegliche Verhängung einer x-beliebigen Sanktion könnte mit dieses trivialen Satz die Rechtfertigung entzogen werden. Das NT hat keinerlei Stellen mit denen gegen die Todesstrafe argumentiert werden kann, ohne gleichzeitig jegliches Sanktionieren in frage zu stellen.

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  3. Ein christliches Land tötet seine Bürger. Darin sind die Amerikaner ganz groß . Die halten sich halt immer an die Bibel. Da gibt es schließlich für alle Fragen eine Antwort. Von „Du sollst nicht töten“ bis „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Steht da nicht auch irgend etwas von „Gerechtigkeit im Zweifelsfalle“ ? Aber selbst wenn so etwas im Buch der Bücher zu finden wäre, spielte das offensichtlich für einen bibeltreuen Amerikaner keine ausschlaggebende Rolle. Im Zweifel eben ein Fall für den Scharfrichter und Hauptsache, mal wieder eine Akte geschlossen. Anschließend geht´s natürlich in die Kirche zum „Herrn preisen“ . God save America, bis zur nächsten Vollstreckung.

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