Stuttgart 21 und katholische Gemeinsamkeiten


Papst Benedikt trifft Winfried Kretschmann in Freiburg, dpa

Missbrauchs-Opfer: Treffen „scheinheilig und nutzlos“

Der Papst interessiert sich auch für weltliche Konflikte. Beim Treffen mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann fragte er nach dem Stand von Stuttgart 21. Der Heilige Vater sieht darin offenbar Paralellen zur Kirche.

ZDFheute

Laut Winfried Kretschmann (Grüne) hat der Papst den Konflikt um das Bahnprojekt sogar mit dem Streit in der katholischen Kirche verglichen. Er habe dem Papst geschildert, wie er als Ministerpräsident sich bemühe, dass der Konflikt nicht die Gesellschaft spalte, sagte Kretschmann in der ARD. „Ja, das Problem habe ich auch, wie ich eine pluralistisch werdende Kirche zusammenhalte“, habe der Papst geantwortet.

Kritik nicht ausgesprochen

Kretschmann hatte die katholische Kirche vor dem Treffen in einem Zeitungsinterview kritisiert und Reformen verlangt. Bei seinem Gespräch mit Benedikt XVI. habe er dies aber nicht angesprochen, sagte Kretschmann, der Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist. Der Deutschlandbesuch des Papstes werde sicher Auswirkungen haben. „Das ist durchaus inspirierend, was dieser intellektuelle Papst sagt, aber die Kirchenprobleme löst man nicht in drei Tagen.“

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