Intellektuelles Niveau der Politik und vieler Medien in Deutschland einfach unterirdisch


Quelle: hpd.de

Prädikat: „Besonders peinlich!“
BERLIN. (gbs/hpd) Es war die größte kirchenkritische Demonstration, die in Deutschland je stattgefunden hat: Rund 15.000 Menschen gingen in Berlin auf die Straße, um gegen reaktionäre Dogmen, diskriminierende Sexualpolitik und verfassungswidrige Privilegien der katholischen Kirche zu protestieren. Auch bei den beiden anderen Stationen des Papstbesuches in Erfurt und Freiburg regte sich massiver Widerstand. In den deutschen Leitmedien wurden die lautstarken Proteste jedoch, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt.

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Stattdessen feierten sie die Papstrede im Bundestag als „intellektuelles Großereignis“, obgleich Benedikt XVI. vor dem Parlament längst widerlegte Positionen aus der philosophischen Mottenkiste herauskramte, die letztlich auf eine Aufhebung säkularer Rechtsnormen hinauslaufen.

„Keine Macht den Dogmen!“ lautete das Motto der Berliner Großdemonstration, zu der rund 70 Organisationen, darunter der Lesben-und-Schwulenverband Deutschland, der CSD Berlin, pro Familia und die Giordano-Bruno-Stiftung, aufgerufen hatten. Die fröhliche, bunte Demonstration führte vom Potsdamer Platz, auf der u.a. Uta Ranke-Heinemann sprach, zur Abschlusskundgebung auf dem Bebelplatz, wo David Berger („Der Schein des Heiligen“), gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon und Mina Ahadi („Zentralrat der Ex-Muslime“) die Forderungen der Protestierenden auf den Punkt brachten. Besonderen Beifall erhielt Michael Schmidt-Salomon, als er die deutschen Politikerinnen und Politiker dazu aufforderte, den „falschen Respekt vor der Amtskirche abzulegen“ und „endlich den Job zu erledigen, für den sie in einer modernen, offenen Gesellschaft bezahlt werden“. Die „duckmäuserische Haltung“, die viele Politiker gegenüber dem Papst an den Tag legten, sei „eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig“.

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