Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Katholiban Schick, der alte Pharisäer …
[…]Missionarisch Kirche sein, bedeute „ganz nah bei Jesus und seinem Evangelium“ zu sein und zugleich „nah bei den Menschen mit ihren Freuden und Sorgen, so wie es Jesus war.“ Eine missionarische Kirche ist eine Kirche der Heiligen, die sich für das irdische Wohl und ewige Heil ihrer Mitmenschen mit allen Kräften einsetzen. Solche Heilige sollen wir sein und solche Heiligkeit fördern“, sagte Schick. Dies gelte weltweit. Eine missionarische Kirche vermittle den Menschen das Leben Gottes, das „Leben in Fülle.“ Der Bamberger Erzbischof wies darauf hin, dass eine missionarische Kirche eine „fromme Kirche“ sein müsse. Schick ermutigte die Priester und Diakone ihre Spiritualität täglich zu pflegen. „In der Eucharistie, im Stundengebet, in der Schriftbetrachtung können wir frömmer werden, damit wir im Vertrauen auf Gott missionarisch Kirche sein können.“[…]

Es kann nicht angehen, dass sich die katholische Jugend von menschenverachtenden Dogmen distanziert
[…]Das Vorprogramm beim Papstbesuch in Freiburg mit den kirchenpolitischen Agitationen hat jetzt zu Reaktionen von höchster Stelle geführt. Nach einer KATH.NET-Anfrage bei der Apostolischen Nuntiatur, wer denn für dieses Vorprogramm verantwortlich sei, teilte die Nuntiatur folgendes mit: „Die Apostolische Nuntiatur in Deutschland teilt mit, daß seitens der Kirche nur die Veranstaltungen mit Präsenz von Papst Benedikt XVI. unter Verantwortung der Organisation seiner Apostolischen Reise in Deutschland – des Heiligen Stuhles und der Deutschen Bischofskonferenz – stehen.“ Die Apostolische Nuntiatur distanziert sich auch von den Abstimmungsaktivitäten der Jugendverantwortlichen des Erzbistums Freiburg und erinnert daran, daß das Lehramt der Kirche „nicht von Volksabstimmungen“ abhänge, sondern „der Lehre Christi selbst“ entspreche[…] Hintergrund: […]Der Gebetsabend zehntausender Jugendlicher mit dem Papst war ein großer Erfolg, doch das Vorprogramm dieser Jugendvigil, das vom Freiburger erzbischöflichen Jugendamt und dem BDKJ zu verantworten ist, gerät zunehmend in die Kritik glaubenskonservativer Katholiken. Abgesehen von teils albernen Ansagen und banaler Musik beschweren sich kirchentreue Jugendliche vor allem über eine kirchenpolitisch links gesteuerte „Umfrage“-Aktion im Vorprogramm. Dort wurden den jungen Leuten keine Glaubensinformationen geboten, sondern typische Reizthemen zum Abstimmen serviert, wie man sie aus Schlagworten in diversen Medien zur Genüge kennt: Zölibat, Frauenpriestertum, Homosexualität, wiederverheiratete Geschiedene etc. Wie manipulativ die Fragestellungen teilweise waren, zeigt folgendes Beispiel, das in der Tageszeitung „WELT-kompakt“ vom 26.9.2011 (S.5) geschildert wird: Bei der per Lautsprecher vorgetragenen Aussage „Alle Entscheidungen für die Kirche vor Ort sollen zentral in Rom getroffen werden“, gingen fast nur rote Stangen in die Luft.“ „Rote Stangen“ bedeutet ein „Nein“ bei der Abstimmung (grün hingegen ein Ja). Daß bei einer derart suggestiv formulierten Frage fast nur Nein-Stimmen kamen, liegt auf der Hand. Weder wurde in der Fragestellung geklärt, was mit „Kirche vor Ort“ genau gemeint ist (das Bistum, das Dekanat oder die Pfarrei?) – noch hat jemals ein Papst oder vatikanischer Würdenträger behauptet, „alle“ (!) Entscheidungen für die Kirche „vor Ort“ sollten „zentral in Rom getroffen“ werden. Hier wurde ein Popanz, ein irreführendes Schreckgespenst aufgebaut, um dadurch unterschwellig gegen den vermeintlichen „Zentralismus“ des Vatikan zu agitieren und antirömische Emotionen aufzubauen. Einer der ehrenamtlichen Helfer (Arno Langkals) teilte uns mit, daß Jungen und Mädchen von zuständigen Mitarbeitern des erzbischöflichen Jugendamts mit aller Selbstverständlichkeit in gemischten Schlafräumen untergebracht wurden und er sich ausdrücklich einen Schlafzimmer nur für Männer erbat, den er dann wohl auch erhielt.[…]

Wien: Aktion „Lange Nacht des Missbrauchs“
[…]Betroffene und Prominente erheben in der „Langen Nacht des Missbrauchs“ ihre Stimme: Angelehnt an die „Lange Nacht der Kirchen“ will die „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“ am 6. Oktober auf dem Wiener Stephansplatz“ ein Zeichen gegen die Vertuschung und das Wegschauen setzen. „Betroffenen und Künstler stehen dagegen auf, dass die katholische Kirche weiter versucht, die systematische Gewalt gegen ihr anvertraute Kinder totzuschweigen. Dagegen, dass die Kirche immer noch hofft, ihre Verbrechen vertuschen zu können“, heißt es in der Aussendung der Opferplattform. Untersützt wird die Aktion von der Inititative Volksbegehren gegen Kirchen-Privilegien und insgesamt 20 Künstlern. Unter den Promis befinden sich die Schauspieler Erwin Steinhauer und Hubsi Kramar, Karikaturist Gerhard Haderer und Kabarettist Leo Lukas. Neben den Prominenten kommen auch Betroffene zu Wort. Sie Verlesen ihre eigenen Texte, anonymisierte Interviews und Medienberichte der vergangenen Jahre. Als Höhepunkt der Veranstaltung werden Zitate von Kirchenmännern und Opfern auf den Wiener Stephansdom projiziert. Gestartet wird um 17.30 Uhr, um 2.00 Uhr früh soll die „Lange Nacht des Missbrauchs“ dann enden.[…]

Der Bischof der koptischen Kirche Deutschland könnte glatt für PI schreiben …
[…]Der Generalbischof der koptischen Kirche in Deutschland, Bischof Anba Damian, warnt eindringlich vor dem wachsenden Einfluss von Muslimen in Deutschland als Folge der demographischen Entwicklung. Wenn diese Entwicklung nicht ernst genommen werde, könne es eines Tages auch hier eine Situation geben, wie sie heute in Ägypten herrscht.[…]

Fürstenfeldbruck: Bigotterie im Stadtrat
[…] Die Stadtmarketinggruppe wollte am 27. November, dem 1. Advent, einen verkaufsoffenen Sonntag anbieten. die Stadträte haben Gewissenskonflikte und lehnen das ab. Gewerbereferent Klaus Pleil (BBV) sprach von der Idee, in die Weihnachtszeit zu gehen und immer den letzten Sonntag im November zu nutzen. Das Problem: Heuer ist der 27. November zugleich der 1. Advent. „Im Dezember würde ich nie einen Verkaufssonntag wollen“, versuchte Pleil die Mehrheit zu überzeugen. „Doch im November wäre es doch noch möglich.“ Pleil sprach von einem Familientag mit Einkaufen und Christkindlmarkt, Infoständen der Vereine und karitativem Spendensammeln in den Geschäften. Doch dem konnten viele nichts abgewinnen. „Warum kann man das nicht an einem Samstag machen?“, fragte Mirko Pötzsch (SPD). Bereits über den verkaufsoffenen Sonntag am 1. Mai hatten die Stadträte heftig diskutiert. Nun wollten sie kein weiteres Fass aufmachen. Damals sei zugesichert worden, vor der Kirche Respekt zu behalten, sagte Axel Lämmle (SPD). Mit dem 1. Advent reiße man die letzten Grenzen ein. „Dann ist der 2. Advent auch kein Problem mehr.“ Religionslehrer Andreas Lohde führte die Kirche ins Feld. Der Advent diene der Vorbereitung auf das zweitwichtigste Fest der Christen. Zudem sei die Zeit hektisch genug. „Wenn das Rennen auf Weihnachten losgeht und die Angestellten haben den Sonntag nicht frei, das können wir ihnen nicht zumuten.“ Fraktionskollege Ludwig Lösch fand das scheinheilig. Er sei auch Katholik, aber ein liberaler, und gehe in die Kirche. „Der 1. Advent ist kein Feiertag.“ Zumal die Geschäfte gerade mal fünf Stunden öffnen sollten.[…]

Fundamentalistisch-charismatischer Pfarrer in Kopfing darf doch bleiben, es lebe die Katholiban
[…]KOPFING. Altdechant Alois Heinzl nennt den Kopfinger Pfarradministrator Andreas Skoblicki in einem Internet-Interview einen „Heiligen“ Heinzl verteidigt den von Bischof Ludwig Schwarz zwischenzeitlich „entpflichteten“ Pfarradministrator aus Polen. Das „einzige Verbrechen“, das dieser begangen habe, sei „ein Heiliger zu sein“, so der frühere Kreisdechant in einem Interview mit „gloria.tv“, einem katholischen Medienportal im Internet. Der Bericht der Volkszeitung dazu wurde gedruckt, ehe der Linzer Bischof gestern, am späten Nachmittag, die Entpflichtung Skoblickis zurücknahm. Er bleibt in Kopfing.[…]

2 Comments

  1. As der Axel Lämmle, der im Artikel „Fürstenfeldbruck: Bigotterie im Stadtrat“ zitiert wird, möchte ich, als bekennender Agnostiker und Ex-Katholik drauf hinweisen, dass ich in der betreffenden Sitzung nicht, wie im Artikel kolportiert wird, mit kirchlich-religiösen Argumenten gegen einen verkaufsoffenen Sonntag am 1. Advent argumentiert habe, sondern mich grundsätzlich gegen dieses ausufernde Aufbrechen der Sonntagsruhe gewandt habe, und zwar eher in Richtung der Gewerkschaftsposition. Die Kolleginnen der CSU-Fraktion habe ich daran erinnert, dass auch die Kirchen gegen den verkaufsoffenen Sonntag sind und sie sich deren Argumentation als angebliche C-Partei ruhig mal näher anschauen dürften, denn fällt erst der 1. Advent…

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  2. Ja, es ist traurig, wenn Menschen so dazu neigen andere Menschen zu vergöttern als an sich selbst, an ihre Kraft glauben; ihr Leben, ihre Haltung, ihre Gedanken überdenken und loslassen wo es sein muss, umdenken, wenn es nötig ist. Jesus hat ja nicht viel anderes gemacht als zu sagen, dass man sich von negativen Gedanken, und Handeln die Menschen Leid bringen sich zu lösen.
    Es gibt auch Menschen, die ihre Krankheit brauchen und erzählen, sie möchten gesund werden. Wenn sie gesund werden würden, wüssten sie vielleicht nichts mit ihrem Leben anzufangen. Für manche ist die Krankheit -Leid- und alles was dazu gehört alles, woran sie sich klammern können. Auch das Leiden kann zur Sucht werden. Typisch dazu ist für mich das Christentum, wo Jesus‘ leiden und nicht seine Liebe und Lehre im Mittelpunkt stehen und alle Gläubigen um Jesus-mit Jesus-für Jesus leiden. Gleichzeitig aber freuen sie sich insgeheim, dass Jesus „für sie“ gestorben ist, denn das ist der Kern, ja der GRUND dieses Glaubens. Man kann nicht seinen Tod wünschen-wollen und gleichzeitig Schuldgefühle, Trauer erleben, das macht krank. Dieser „Glaube“ ist nicht aufrichtig, denn könnte man die Zeit zurück drehen, würden sie Jesus wieder für sich opfern. (Tun sie ja immer zu Ostern) Jedes Jahr nageln sie ihn für sich erneut an das Kreuz, um sich damit selbst von ihren eigenen Verfehlungen von ihm erlösen zu lassen. Da ist reiner feiger Egoismuss, um sich selbst nicht den eigenen Verfehlungen zustellen, die sie selber anrichten.
    Mfg.

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