Glauben macht nicht unbedingt glücklich


Quelle: spiegel.de

Religion scheint ein Glücksgarant zu sein: Gläubige sind zufriedener, seltener depressiv, stabiler. Doch ist es der Glaube allein? Forscher haben Menschen in stark religiösen und nicht religiösen Ländern verglichen. Ihr Fazit: Nur wer gemeinsam glaubt, wird dadurch glücklicher.

SpON

Sie ist mittlerweile zu einem Kampfwort der Kirchenoberen geworden: Von einer „Wellness-Religion“ sprechen sie spottend, wenn es darum geht, die Gläubigen an den Ernst der Religion zu erinnern und vor einer Verflachung des Glaubens zu warnen.

Dabei hat Religion durchaus einen Wellness-Faktor. Viele Studien zeigen, dass gläubige Menschen durchschnittlich zufriedener sind, seltener an Depressionenleiden, kurz: eEin glücklicheres Leben führen.

Wer glaubt, wird also glücklich? Die Schwäche der meisten Studien zum Glücksfaktor Glauben ist, dass sie mit Daten aus den USA arbeiten. Dort aber spielt Religion eine bedeutende Rolle in der Gesellschaft. Könnte es also sein, fragten sich nun drei Psychologen, dass die glückspendende Kraft gar nicht der Glaube selbst ist, sondern die daraus resultierende Integriertheit und Anerkennung in der Gesellschaft?

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2 Comments

  1. Nein, Glaube macht nicht unbedingt glücklich. Das trifft nur zu, wenn man einigermaßen bekloppt ist. Historisch gesehen, ist der Begriff meist mit Unglück verbunden.

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  2. Es ist doch nichts Neues, dass sich die meisten Menschen im Kreise Gleichgesinnter wohler fühlen. Ich will gar nicht bestreiten, dass der gemeinsame Konsum von biblischen Placebos durchaus Glücksgefühle erzeugen kann. Die kollektive Selbsttäuschung verstärkt darüber hinaus das Gefühl, dass an dem ganzen Reli-Gedöns doch etwas Wahres dran sein könnte. Das reale Leben beweist allerdings immer wieder, wie ach so trügerisch Gefühle doch sein können. Das erkennt man allerdings erst dann, wenn sich das herbeigebetete Gefühl als Fantasie- und Luftgebilde herausstellt.

    Ja, ja, wenn Tote reden könnten, wüßten wir endlich, was Sache ist. Noch müssen die Gottgläubigen eben darauf vertrauen, dass ihre Gefühle mehr als nur eine Selbsttäuschung sind. Ein Glück, dass sie die Wahrheit über den Selbstbetrug nie erfahren werden !

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