Island: Verzicht auf religiösen Staatsakt


13 von 63 Parlamentariern kamen in ein dem Parlament gegenüberliegendes Hotel zur säkularen Eröffnung des parlamentarischen Jahres.

Jeder fünfte Parlamentarier besucht humanistische Debatte statt religiöse Parlamentseröffnung.

Von Thomas Hummitzschdiesseits.de

Jeder fünfte isländische Parlamentarier fühlt sich dem Humanismus näher als dem Protestantismus. Diesen Schluss lassen die Besucherzahlen des philosophischen Frühstücks für Parlamentarier zu, das die Humanistische und Ethische Union in Island (Sidmennt) am 1. Oktober parallel zur traditionellen lutherischen Messe angeboten hat. Wie die Organisation berichtet, blieben 13 von 63 Abgeordneten der religiösen Eröffnungssitzung des Parlaments im Herbst in der Nationalkathedrale fern und besuchten stattdessen die säkulare Debatte zum Thema „Wie wir bessere Entscheidungen treffen“.

Sidmennt bietet seit vier Jahren die Alternative einer inspirierenden philosophischen Diskussion an. Das religiöse Ritual in der Nationalkathedrale von Reykjavík bewerten die isländischen Humanisten als ungeeignet „für eine säkulare Regierungsorgan eines demokratischen Staates im 21. Jahrhundert“.

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1 Comment

  1. Je weiter man sich, in diesem Falle in Richtung Norden, vom sog. heiligen Land und seinem Mittelpunkt Jerusalem entfernt, um so vernünftiger scheinen die Menschen zu werden. Möglicherweise gilt das auch für den Abstand zu Rom bzw. dem Vatikanstaat. Ist Religion eventuell auch ein geographisches Phänomen ? 😉

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