„Was Religion mit Sexualität zu tun hat“


Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger Quelle: hiko-berlin.de

„Was Religion mit Sexualität zu tun hat“
Dr. Christina Heimken Presse- und Informationsstelle
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster
Exzellenzcluster „Religion und Politik“ untersucht im Wintersemester das Thema „Religion und Geschlecht“ / Ringvorlesung an der Universität Münster

Von Viola van MelisInformationsdienst Wissenschaft

Die drei monotheistischen Weltreligionen vertreten aus Historikersicht traditionell eine institutionelle Unterordnung der Frau unter den Mann. „Das hat mit den patriarchalischen Gesellschaften zu tun, denen die Religionen entstammen und die sich in Torah, Bibel und Koran niedergeschlagen haben“, sagte Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. „Bis heute dürfen Frauen bekanntlich nicht Priester oder Imam werden. Katholische Kirche und Islam konservieren insofern eine vormoderne, patriarchalische Gesellschaftsstruktur.“ Die Historikerin und Leibniz-Preisträgerin kündigte eine öffentliche Ringvorlesung des Clusters zum Thema „Religion und Geschlecht“ an. Der erste Vortrag ist am 18. Oktober.

Die Reihe mit dem Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ wird aktuelle Themen wie Frauen in der Kirche, Zölibat, Kopftuch, Homosexualität im Islam und feministische Aufbrüche im Judentum ansprechen, wie die Forscherin erläuterte. „Die Stichworte zeigen schon, dass Religionen sehr viel mit dem Verhältnis der Geschlechter zu tun haben.“ Die Reihe untersucht das Thema von der Antike bis heute. Es sprechen neben der Frankfurter Rabbinerin Elisa Klapheck Frauen und Männer verschiedener Fächer: aus Geschichts- und Literaturwissenschaft, Soziologie, Theologie, Jura und Ethnologie. Die Vorträge sind dienstags von 18.15 bis 19.45 Uhr in Hörsaal F2, Domplatz 20-22, zu hören.

weiterlesen

4 Comments

  1. Geht komplett am Thema vorbei.

    Moderne Sexualwissenschaftliche und Biopsychologische Untersuchungen analysieren neurowissenschaftlich die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Gefühlen und den sexuellen Prägungen. Damit ist nicht primär die Geschlechtsprägung, sondern die sogenannte „Dritte Achsenprägung“ gemeint.

    Sex und Fetische haben unmittelbar etwas mit Aktzeptanzdenken zu tun, auch sind starke neuronale Brücken zwischen den Hirnbereichen, die für sexuelle Erlebnisse und jene die für die Wahrnehmung von Gruppenzugehörigkeit zuständig sind, vorhanden.
    (Liebe ist auch ein Gefühl welches eng verbandelt mit der Suche Akzeptanz von einem „Partner“ einher geht der als „wahrhaftiges Gegenüber“ bzw. ebenbürdiges oder „erhobenes Gegenüber“ individuell wahrgenommen wird.)

    Der „Glaube“ ist damit mehr oder minder ein „Ersatzfetisch für Aktzeptanzgefühle“ zu dem natürlich die Sexualität in unmittelbarer Konkurrenz steht, ja stehen muss!
    Dabei ist übrigens nicht verwunderlich warum „Götter“ „Geister“ und andere Fantasiegestalten hier als „Aktzeptanzgeber“ bzw. deren Projektionsflächen dienen.

    Um das Zugehörigkeitsgefühl im eigentlichen Sinne zu erleben baut ein Mensch ein Gedankenkonstrukt auf, ein Abstraktum, auf das er sich beziehen kann oder zu deutsch:
    Er denkt erstmal ein „Gegenüber“. Dies ist eine enorme Abstraktionsleistung.
    Dann möchte er von diesem gedanklichen Gegenüber (das kann auch sowas sein wie der „Staat“, die „Familie“, die „Gesellschaft“ und andere Projektionen) Aktzeptanz erfahren. (In unterschiedlichen Abstufungen)

    Damit ist die subjektive Bestätigung die eigentlich durch Sex gewährleistet werden könnte auf eine andere modernere Ebene verschoben.

    Gefällt mir

  2. Mit Bibelzitaten ist das Problem nicht zu definieren und schon gar nicht zu lösen, das ist Theaterdonner als Ablenkung vom Thema.

    Homosexualität gibt es bei 1500 Arten. Emnid ermittelt in 2000 n.C. in Umfragen etwa 1% der Menschen sind schwul bzw. lesbisch und 2,5% alternativ sexuell. Für 9% der Männer und 19% der Frauen ist das eigene Geschlecht erotisch attraktiv. Homosexualität und Pädophilie ist bei weit über 75% Rückfallquote faktisch unheilbar.

    Nach Angaben des Klerus und weiteren Quellen sind 50% der Priester homosexuell. Kurienkardinal Claudio Hummes, Präfekt der Kleruskongreation, nennt der Presse einen Anteil von 4% pädophilen Priestern, weltweit >16.000 Priester. Wie verlogen diese Zahl ist zeigen die 4.450 Verurteilungen und >3.000 noch zu erwartenden Prozesse in den USA. Dazu kommt die Abhängigkeit von 10% der Priester von Alkohol, Drogen und Tabletten. Verurteilte Pädophile wie Priester Wolf-Dieter W. und Tausende weltweit werden weiterhin beschäftigt, indem man Personalakten fälscht und Verfehlungen wissentlich vertuscht.

    Die religiöse Sexualfeindlichkeit erzieht nur sexuell verklemmte und gehemmte Menschen, Total verklemmt indoktriniert scheitern die Menschen am Konflikt zwischen religiösem Anspruch und ihrer Sexualität. Beim Eintritt in die Kirche sind sie in der vorpubertären Entwicklung ohne die abschließen zu können, sie bleiben in ihrer psychosexuellen Entwicklung auf dem kindlichen Niveau stecken mit Doktorspielen usw. Die etwa 5 Jahre andauernde Neuorientierung des Gehirns zum Erwachsenen entgleist in pathologischer Missachtung moralischer Regeln mit Enthemmung, Empfindungsarmut, Lernunfähigkeit und Mangel an jeglicher Sozialkompetenz. Die unkontrollierbaren Sexphantasien drängen immer mehr nach Befriedigung. Als Ausweg erscheint den Verklemmten ein Leben im Zölibat frei vom teuflischen Sex, der nach der RKK-Lehre durch Gebete, Selbstkasteiung und innere Einkehr überwindbar ist. Das sind die psychopathologisch kranken Akteure der RKK bei >75% Rückfallquote. Der sexuelle Missbrauch steigt dabei proportional mit der ausgeübten Macht im religiösen System, besonders gut zu beobachten bei vielen Sekten.

    Pädophile als psychisch Kranke sind nicht unheilbar, sie haben Persönlichkeitsstörungen wie Schwerstkriminelle. Sie verdrängen ihre sexuellen Bedürfnisse mittels Machtausübung, kennen weder Empathiefähigkeit noch Schuldbewusstsein und lernen nichts aus gegen sie verhängte Strafen. Eine Vorstufe der Pädophilie der psychisch gestörten Täter ist die Machtausübung gekoppelt mit der Traumatisierung von Schwächeren. Kein Kirchenführer bedauert die Opfer sexuellen Missbrauchs, sondern beklagt wie Kardinal Lehmann die Hetzjagd gegen die RKK und diffamiert die Opfer als geldgierig. Das ist so schäbig wie der Versuch der RKK die Existenz von >50% homosexuellen Priestern zu leugnen und die zu 1/3 genetische Veranlagung dieser Menschen durch Gebete therapieren zu wollen. Die etwa 5.000 pädophilen Priester der USA haben die RKK bereits 3 Milliarden US$ gekosten.

    Gefällt mir

  3. Beim Studium der diversen Religionen könnte man den Eindruck gewinnen, dass deren Führer den Sex am liebsten strikt verbieten würden. Das wiederum würde sich allerdings fatal auf die Zahl der Nachkommenschaft auswirken. Folgerichtig mußte der Sex unter streng kontrollierten Bedingungen toleriert werden. Und deshalb ist Sex dann erlaubt, wenn er ausschließlich der Zeugung dient. Nicht bedacht haben dabei die kirchlichen Sittenwächter und Moralapostel, dass die Menschheit längst ausgestorben wäre, wenn diese Regel schon zu allen Zeiten strikt eingehalten worden wäre. Und so kam es, dass die sündhaft gezeugten Menschen letztlich den Bestand der Menschheit gesichert haben und schon zu allen Zeiten die Mehrheit der Weltbevölkerung stellten.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.