Annette Schavan: Gewinnerin Dodo des Monats September 2011


Dodo des Monat September 2011

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung hatte, nach anfänglich deutlicher Führung,  sich ein Kopf an Kopf Rennen mit den Richtern des Bundesverfassungsgerichts geliefert. Beide hätten den Dodo verdient. Frau Merkel, die Kanzlerin der Deutschen belegte den letzten Platz. Sie ist nicht mal mehr in der Lage einen Dodo gewinnen zu können.

Die Laudatio möchte ich mit einem Zitat der Dame beginnen:

Annette Schavan:

Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit.

Die Bildungsministerin der Bundesrepublik hat in philosophischer Theologie oder theologischer Philosophie studiert und promoviert. So richtig wissenschaftlich klingt das ja nicht. Und niemand sollte glauben, dass Schavan ähnlich renitent sei, wie z.B. Frau Uta Ranke-Heinemann. Weit gefehlt, da gibt es mangels Intelligenz nicht genug kreativ-schöpferisch Gedachtes. Da ist pragmatischer Katholizismus angesagt. Der Glaube an die Macht des kollektiven Gebets ist stark ausgeprägt. Himmel, Angst und Bange kann einem werden, wenn er bedenkt, dass diese quasi-katholische Nonne, Schavan ist nicht verheiratet und hat keine Kinder, die Forschungsministerin des Landes ist. Das Thema ihrer Promotion ist signifikant, Person und Gewissen – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung, da hatte ja Guttenberg ein besseres Thema. Schwer vorstellbar ist es, dass die Dame Schavan sich mit den Koryphäen deutscher Naturwissenschaften auch nur über Evolutionstheorie oder Astrophysik unterhält. Gemach, muß sie ja auch nicht, dafür hat sie ja ihre ministeriellen Handlanger. Bei echten Zweifeln fliegt sie halt mal zum Pappa nach Rom, der Steuerzahler wird es richten und die römische Spukgestalt kann seiner Schwester im Glauben gute Ratschläge zur weiteren Verdummung des Wahlvolkes geben.

Ihr beruflicher Werdegang ist stark katholisch-religiös kontaminiert, ob als Referentin beim Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk, oder als Abteilungsleiterin für außerschulische Bildung beim Generalvikariat in Aachen, immer waren die Schwarzkittel in ihrer Umgebung und Schwester Annette dürfte von ihnen mit Wohlgefallen betrachtet werden.

Und nun tritt sie als Kuratoriumsvorsitzende der ökumenischen Stiftung Bibel und Kultur für die Verbreitung der Heiligen Schrift in Erscheinung. Die Bundesministerin für Forschung und Bildung als fundamentale Missionarin der Geschichte eines Wüsten-Lümmels. Und genau da verlässt die Politikerin Schavan die Wirklichkeit, begibt sich auf pseudo-intellektuelle Abwege und will beten lassen, bis der Rosenkranz platzt. Man möchte das Buch der Bücher nehmen und ihr an den Kopf werfen, in der Hoffnung, der Schock lässt rationales Denken zu. Statt sich um Bildung, Schulen und der Themen der Forschung anzunehmen vergeudet eine Bundesministerin, Zeit, Geld, Kraft und in Ansätzen, das Denken. Im Dritten Jahrtausend unserer Zeitrechnung gibt es Politiker die nichts besseres zu tun haben als den Blödsinn der Bibel verbreiten zu helfen. So was gehört in die Klappse, aber nicht als Vorsteherin eines Bundesministeriums in die Politik. Stellt sich die Frage, wer wählt denn so ein Krissten-Rabastel? Klar, Country-People, mit Sinn für Werte, Bodenständigkeit, Sontags-Beichte und Bayern-Kurier.

Mit Sinn für Realität hat das alles nichts mehr zu tun. Das Wahlvolk leistet sich Interessenverteter die der Verdummung Vorschub leisten, darauf bedacht, die eigenen Pfründe zu sichern. Mit Religion geht das besonders gut. Steht zu befürchten, dass irgendwelche Bundespolitiker mal eine Stiftung für den Koran ins Leben rufen, die Thora, die Thetanen-Schmonzette von Ron Hubbard? Nichts ist idiotisch genug, um nicht von unseren Politikern getan zu werden. Insbesondere dann, wenn es gilt Zusatzeinkünfte, Postenschacher und Publicity in Anspruch zu nehmen.

Interessant wäre doch zu erfahren, wie die Bundesministerin das Problem der 7,5 Millionen Analphabeten in Deutschland angehen will. Damit zählen mehr als 14 Prozent der Erwerbsfähigen zu den sogenannten funktionalen Analphabeten, heißt es in einer Studie der Universität Hamburg. Diese können nur einzelne Sätze, nicht aber zusammenhängende Texte lesen und schreiben. Das sind genau die Teile der Wirklichkeit, um die sie sich kümmern muß.
Oder die Umsetzung des, von den Christdemokraten beschlossenen, neuen schulpolitischen Konzepts. Frau Schavan hat genug Baustellen, ihr Einsatz für die Verbreitung der Bibel, und damit der Verblödung einer ganzen Generation, ist nicht akzeptabel.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo des Monats September 2011.

4 Comments

  1. Der allwissende Stellvertreter des galaktischen Stümpers, der wie ein klassische Staubsagervertreter von Tür zu Tür bzw. von Land zu Land düst um seine buntgemischte Truppe aus braun-rassistischen Hurrapatrioten, paranoiden Kinderschändern und saufenden Ohrfeigenschlägern gegen den krassen Schwund impft, der hat in seiner seine Spe-Salvi verkündet.
    „den positiven Beiträgen aus der Wissenschaft (ist) Rechnung zu tragen und zu Lösungen zu kommen, die in voller Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche stehen“.

    Das entspricht exakt einem unantastbaren ewig wahrem Dogma:
    „Wer sagt, die menschlichen Wissenschaften müssten mit solcher Freiheit behandelt werden, dass ihre Behauptungen als wahr festgehalten und von der Kirche nicht verworfen werden könnten, auch wenn sie der geoffenbarten Lehre widersprächen, der sei ausgeschlossen“
    Der Oberst-Prahsendrescher aus dem Kölner Dom erklärt das dem Fußvolk Weihnachen 2010 wie folgt „Katholische Eltern haben keinen Anspruch auf gesunde Kinder, die PID-Diagnostik ist als Menschenschlussverkauf abzulehnen“
    Jetzt hat er also das der Nonne Schavan in Privataudienz genauestens erklärt, die sorgt bei vermindertem IQ für die Einhalt per Amtserlass.

    Die „London School of Economics and Political Science“ ermittelt 2009 per Befragung von von 14.000 US-Jugendlichen gemäß Satoshi Kanazawa Intelligenzwerte bei Atheisten mit IQ>=106, bei Religiösen mit IQ=<95 und bei Fanatikern mit IQ=<65. Religion als negative Auslese rekrutiert sich aus den untersten Bildungsschichten, Gläubige sind extrem einseitig gebildet, geistig bequem aber sehr vermehrungsfreudig.

    Religiotie (religiöse Idiotie) ist eine Form geistiger Behinderung verursacht durch religiöse Indoktrination vornehmlich im frühen Kindesalter. Sie führt schnell zu unterdurchschnittlich kognitiven Leistungen und Einschränkungen des affektiven Verhaltens in Glaubensfragen. Im Unterschied zu den pathologischen Formen der Intelligenzminderung bedingt Religiotie nicht automatisch einen generell reduzierten Intelligenzquotienten. Wie es beim autistischen Syndrom eine „Inselbegabung" gibt, so gibt es auch eine „Inselverarmung".

    Religiotie sollte vornehmlich als eine „partielle Entwicklungsstörung" verstanden werden – ein Begriff, den der Psychologe Franz Buggle gebildet hat. Religiotie hält die absurdesten Dinge für wahr. Wenn man intensiv genug beim Lattenjupp um Beistand betet, dann sorgt der sogar für ein hohes politisches Amt. Da es noch kein Ministerium für Volksverdummung gibt, musste leider das Bildungsministerium dran glauben.

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  2. Das Prinzip der Trennung von Staat und Kirche ist die Basis jedes demokratischen Gemeinwesens. Als hochrangige Vertreterin dieses Staates ist es die verdammte Pflicht und Schuldigkeit von Frau Schavan, dieses Prinzip zu beachten. Dass sie als Bundesministerin für ein religiöses Buch wirbt, ist ein Skandal. Statt der Bibel sollte sie mal das Grundgesetz lesen.

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  3. Die Schavan im Bibel-Wahn ! Es muß einem tatsächlich Angst und Bange werden, wenn man sich vergegenwärtigt, dass diese Erz-Katholin in der Bundesregierung für Forschung und Bildung zuständig sein soll. Diesen Dodo jedenfalls hat sie sich redlich verdient !

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