Matussek: Redet lieber über Gott, als über Sex


Prangerte in Berlin an, dass niemand mehr über den Glauben spricht: Matthias Matussek. Foto: pro

Im öffentlichen Raum spricht man lieber über Sex als über den Glauben. Das sagte der Journalist Matthias Matussek bei einem Vortrag in der Berliner Humboldt-Universität und nutzte seinen Auftritt zugleich, um ein Plädoyer für Papst und Religion zu halten.

pro Medienmagazin

„Ich bin der Meinung, dass der Glaube aus dem Alltag verschwunden ist“, sagte Matussek am Donnerstag. Im öffentlichen Raum spreche man kaum mehr darüber. Im Umgang mit der katholischen Kirche gelte das journalistische Prinzip: „Kein Sex, keine Demokratie, keine Quote“. Die deutsche Presse konzentriere sich demnach in ihrer Berichterstattung auf Themen wie Missbrauch, Zölibat oder einem vermeintlichen Papstfürstentum, erklärte er im Rahmen seines Vortrags „Der Gott der Talkshows – Religion und öffentliches Gerede“. Katholiken müssten in der Gesellschaft geradezu „zickzack laufen, wenn sie heil durch das öffentliche Sperrfeuer“ kommen wollten. Protestanten hingegen seien akzeptierter.

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6 Comments

  1. Das ist aber auch ein interessantes Phänomen – das Christentum hätte etwas zu sagen zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu Gier und Materialismus. Aber nein, man konzentriert sich auf Sex und welcher Sex erlaubt ist und welcher nicht. Und als iTüpfelchen kommen diese Aussagen auch noch von Leuten, die in ihrem Leben keinen Sex haben.

    Sollten hier je Außerirdische landen: Diese Situation könnte man denen wahrscheinlich nicht erklären…

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  2. Es ist nicht gut, wenn Menschen mehr Zeit mit ihren Geistern verwenden als sich den Menschen zuzuwenden, die ihnen am nächsten stehen. Anders gesagt: Wer mehr Zeit mit Beten statt mit Sex verbringt hat ein Problem. (klafuenf 2008)

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  3. „Ich bin der Meinung, dass der Glaube aus dem Alltag verschwunden ist“, sagte Matussek am Donnerstag. Im öffentlichen Raum spreche man kaum mehr darüber.“

    Gut beobachtet Matthias Matussek – für die Menschen ist das absurde Getue um’s „Herz-Jesu-lein“ -nach 2000 Jahren Qual, Repression und Intrige für die Menschen durch eine allmächtige Kirche irrelevant geworden. Nur deutsche Politiker „haben noch ein hörendes Herz“, wenn ein lustig verkleideter deutscher Greis als „papa“ und mit dem Titel antiker römischer Imperatoren wie “ oberster Brückenbauer“ und in Prada-Schuhen im Bundestag eine Art von Büttenrede über die Köpfe der Anwesenden hinweg hält, obwohl ausserhalb der 5. Jahreszeit.

    Jeder soll glauben können was er will, auch Herr Matussek. Aber warum müssen wir deutschen Steuerzahler das „Vergnügen des Herrn Matussek“ und seiner vatikanisch dressierten Minderheit bezahlen?….und warum beschwert sich der vatikanische Lautsprecher, weil er für seine irrationalen bronzezeitlichen / mittelalterliche ethischen Belehrungen, heute in der öffentlichen Diskussion im Zick-Zack laufen muss, vor allem weil nun jede phantasievolle Behauptung im Internet für jeden nachprüfbar ist. Absurdes ist heute gefahrlos nur im Kabarett und in der 5. Jahreszeit zulässig; lustig kostümiert sind die vatikanischen Funktionäre ja bereits.

    Wie hat die amerikanisch-irische Katholikin Maureen Dowd im letzten Jahr in der New York Times über den desolaten Zustand der Vatikanischen Institutione anlässich der unglaublichen Vertuschung von Kindsmissbrauch und Pädophilie in der Weltkirche geschrieben: Normalität beginnt erst, wenn es bei einer nächsten Römischen Papstwahl und nach dem weissen Rauch endlich heisst: habemus mamam! 😉

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  4. M-a-t-u-s-s-e-k !
    Was redet der für´n Dreck ?
    Der Kerl der ist doch jeck !
    Ich glaub´ich schmeiß´mich weg,
    (Vor lachen 🙂 )

    Jetzt mal ernsthaft. Der Mann gehört trepaniert, damit seine Heiliggeisttaube entfleuchen kann.

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  5. Ja, logisch. Man redet halt über das, was einen betrifft – oder was einem halt noch bleibt.
    Deutlicher hätt er es eigentlich nicht sagen können.
    Und der Eintritt ins Bethaus ist noch immer frei, hingegen ins Freudenhaus…
    nun ja. Wenn man ohne Scheinchen keine mehr kriegt…

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  6. Wer so aussieht wie Matussek, mit dem will doch niemand – schon gar nicht die Frauen – über Sex reden. Folgerichtig spricht er vorzugsweise über den Glauben. Da kann er schließlich mitreden. Beim Sex hingegen…!? Da dürfte er möglicherweise noch mitreden, aber bestimmt nicht mitmachen !

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