Bischöfliche (K)lagebewertung: Missbrauchsopfer sind bestürzt


Gerhard L. Müller links im Bild

„Ist das Naivität, Dummheit oder eine Drohung?“ Johannes Heibel ist außer sich. Eine Stellungnahme, die das bischöfliche Ordinariat Regensburg gegenüber der Bayerischen Staatszeitung abgegeben hat, sorgt für Bestürzung und Wut bei Missbrauchsopfern.

Von Stefan Aignerregensburg-digital.de

Es geht um das Buch „Ohne Fehl und Tadel Kirche, klerikale Täter und deren Opfer“, das im September in Regensburg der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mehrere Betroffene schildern in dem Buch ihr Schicksal, ihre Gefühle und berichten davon, wie die offiziellen Stellen bei der Kirche mit ihnen umgegangen sind – drei davon stammen aus der Diözese Regensburg.

Folgt man dem Bericht des Journalisten Florian Sendtner vom 7. Oktober, schließt das Ordinariat eine Klage gegen das Buch nicht aus. Zwar gebe es dafür „im Moment keine Planung“, wird Pressesprecher Clemens Neck von der Bayerischen Staatszeitung zitiert. „Sollte es (das Buch, Anm. d. Red.) allerdings öffentliches Interesse auf sich ziehen, werde das Ordinariat die Lage neu bewerten“, heißt es weiter.

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1 Comment

  1. An der Reaktion auf dieses Buch wird deutlich, dass die Katholen ihre salbungsvoll vorgetragenen Entschuldigungen an die Mißbrauchsopfer nicht wirklich ernst meinen. Sie geben offensichtlich nur ihrem Bedauern darüber Ausdruck, dass man das Tun ihrer schuldig gewordenen Pfaffen entdeckt und öffentlich gemacht hat.

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