Im Namen des Herrn: Mit der Bibel gegen die Evolution


Bibeltreue Christen gründen Privatschulen. Was lehren sie im Biologieunterricht?

Von Bernd KramerZEIT ONLINE

Nicht nur lesen und schreiben sollen Anne Seegers Kinder in der Schule lernen, sondern auch biblische Werte. »Aber wer soll die vermitteln, wenn es an staatlichen Schulen nur noch wenige Christen gibt?« Zusammen mit anderen Eltern aus freikirchlichen Gemeinden hat die 35-Jährige darum eine eigene Grundschule in Braunschweig gegründet, die ersten 15 Jungen und Mädchen besuchen sie seit diesem Sommer. Die Morgenandacht steht fest auf dem Stundenplan. Seeger schwärmt, wie inspiriert ihre zwei Söhne heimkämen. »Weil sie keinen Bruch erleben zwischen der Schule und dem, was wir ihnen zu Hause vermitteln.«

Braunschweig ist die jüngste Schulneugründung evangelikaler Christen, also jenes Teils der Protestanten, der sich strikt an der Bibel orientiert und diese teils wörtlich auslegt. Die Zeitschrift ideaSpektrum, ein Organ der bibeltreuen Bewegung, zählt deutschlandweit 92 evangelikale Privatschulen – mit steigenden Anmeldezahlen. Allein im vergangenen Jahr ist die Schülerzahl um mehr als fünf Prozent gewachsen, auf über 33.000. Das ist zwar immer noch eine Minderheit aller Schüler, nicht einmal ein Prozent, aber eine, die wächst.

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3 Comments

  1. Das ist eigentlich nicht Neues, der Schwachsinn des Kreationismus kommt zunehmend aus den USA rüber. Dort hatte er erste Höhenflüge mit dem Scopes Prozeß, der Lehrer wurde 1925 gefeurt und verurteilt weil er Darwins Evolutions unterrichtete.

    1995 werden Schulbücher in Alabama mit Aufklebern versehen, dass die Evolution eine umstrittene Theorie ist, die nicht als Tatsache angesehen werden darf. Der Georgia-Education-Board streicht 2004 Worte wie Evolution, Erdalter, natürliche Auslese und „big-bang“ aus den Unterrichtsbüchern. In Arkansas dürfen die Lehrer Worte wie Evolution und natürliche Auslese nicht im Unterricht verwenden und Altersangaben dürfen nicht in Zahlen gemacht werden. In Kansas dürfen Lehrer ab 1999 Begriffe wie Makroevolution, „big-bang“ usw. nicht in Leistungsprüfungen abfragen.

    Einige US-Schulbehörden weigern sich den gesetzlichen Standards von 2005 zu folgen, in dem „übernatürliche Erscheinung eine annehmbare wissenschaftliche Erklärung“ darstellt. In Maryland verbannt das Education-Board jede Literatur, die positiv zur Evolution steht. In Missouri müssen Evolution und ID gleichwertig unterrichtet und Lehrer gefeuert werden, die sich nicht daran halten. Das erfolgt mit der Lehrerin Hensley in North-Carolina, die zwangsweise versetzt wird und nach einem Gerichtsverfahren mit Entschuldigung durch die Schulbehörde wieder eingesetzt wird. Das Cobb-County Board of Education lässt 2002 bei Kosten von ¼ Million US$ Biologiebücher mit dem Aufkleber versehen, die „Evolution ist lediglich eine Theorie und kein Fakt“.

    Die Verfügung des Tangipahoa Parish Education Board so einen Aufklebertext vor dem Unterricht zu verlesen, wird 1997 im Fall Freiler aufgehoben. In Minnesota wird der Lehrer LeVake 1997 zurückgestuft, weil er Evolution nur unterrichten will, wenn die alternativen Theorien (Genesis) ebenfalls erklärt werden dürfen. Die Klage des Lehrers wird abgewiesen. Im Cobb-County wird Biologie ab 2002 gelehrt, die Evolutionist eine eine fehlerhafte Theorie gemäß dem ID-Biologiebuch „Of Pandas and People“. Diese Erklärung muss per Gerichtsurteil von 2006 ersatzlos gestrichen werden. Virginia verabschiedet 2010 n.C. sogar ein Gesetz, welches den Antichristen aus allen Mikrochips verbannt, der nach dem Abgeordneten Del. Mark L. Cole dort sein Unwesen treibt.

    Die Christen sind nach vielen soziologischen Studien geistig beschränkt an der Grenze zur Idiotie mit einem IQ unter 95, selbst wenn sie ernsthaft wollten wären sie nicht in der Lage die reale Welt zu verstehen. Die Universität of California hat Absolventen wie etwa die der Association-of-Christian-Schools-International nicht zum Studium zugelassen, weil deren Wissen nicht die Vorrausetzungen erfüllt. Diese Einschätzung wird der Universität of California in einem Gerichtsverfahren als zulässig bestätigt. Die Absolventen der US-Eliteunuversitäten sind mehrheitlich bereits Ausländer. Die Gerichte haben viel zu tun mit den laufenden Versuchen das Märchenbuch Bibel als Realität verkaufen zu lassen.

    Die Christen schaffen sich ein Parallelunniversum, deren Mitglieder sind für höheren Berufe mit wissenschaftlichem Anspruch ungeeignet – vergleichbar mit islamischen Immigranten als Analphabeten in 2 Sprachen oder Ultra-orthodoxen Juden, die als Soldaten bei Frauengesang weglaufen, weil bald der Himmel einstürzt.. Allerdings bietet die deutsche Wirtschaft nur etwa 1,2 – 1,5 Millionen Arbeitspätze für solch geistige NULL-Nummern als Hilfsarbeiter, Parplatzwächter, NPD-Ordner und Toilettenfrau. Diese Plätze sind alle fest vergeben.

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  2. Argus7: Warum sollten sie den Relischwindel jemals durchschauen? Sie werden doch schon von klein auf penibel sauber hirngewaschen.

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  3. Wer seine Kinder so belügt, wie die hier vorgestellten christlichen Eltern, gibt leider kein gutes Vorbild ab. Leider ist gegen diese Form der Dummheit auch im Zeitalter der Aufklärung kein Kraut gewachsen. Der Aberglaube ist nun mal nur schwer auszurotten.

    Man fragt sich, was die solchermaßen verblendeten Kinder dereinst von ihren Eltern halten werden, wenn sie den ganzen Relischwindel irgendwann mal durchschauen ?

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