Robert Zollitsch: Verluderte Moral?


Helmut Klotzbücher hat einen Brief erhalten. Briefsendungen erhalten Millionen Menschen täglich. Also ist das nicht ungewöhnlich. Interessant wird die Geschichte erst, wenn man Briefabsender, Empfänger und den Briefinhalt näher kennenlernt.Der Absender ist Robert Zollitsch. Er ist Freiburger Erzbischof und zur Zeit „Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz“. Dieses Gremium ist der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller Diözesen in Deutschland.

Von Helmut JacobReaders Edition

Helmut Klotzbücher ist Pressesprecher des “Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.” (VeH), jener Gruppe, die vor einigen Jahren durch eine Petition an den Deutschen Bundestag den „Runden Tisch Heimerziehung“ unter Vorsitz der ehemaligen Grünen-Politikerin und Pastorin Antje Vollmer erreicht hat.

Erschütternd ist das Leben dieses Helmut Klotzbücher. Von 1954 bis 1961 war er Heimkind in einer Einrichtung unter katholischer Trägerschaft. Dort hat er unendliches Leid, zahlreiche Verbrechen erdulden müssen. Die „Südwest Presse“: „Er sei ins St. Konradihaus nach der Scheidung seiner Eltern vom Jugendamt eingewiesen worden, berichtet Helmut Klotzbücher. Ein Priester habe das Heim damals geleitet, Nonnen aus Untermarchtal arbeiteten dort. Gleich nach seiner Ankunft habe er sich nackt ausziehen müssen, sei in die Dusche geschickt und mit einem ‚erbärmlich stinkenden’ Desinfektionsmittel überschüttet worden. Die Haare kamen ab. ‚Damit sollten die Parasiten, die angeblich an mir klebten, abfallen.’”

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3 Comments

  1. Gute Frage, Rolo ! Der Ausdruck „Schweinepriester“ ist im Grunde genommen eine Beleidigung für die Schweine. Für Schweine ist es schließlich völlig normal, wenn sie sich im Dreck suhlen. Es ist Teil ihres Artverhaltens. Wenn sich allerdings Pfaffen im (moralischen) Dreck und im Sumpf suhlen, ist das eigentlich nicht art- bzw. menschengerecht. Wenn sie es trotzdem tun, sind es eben Schweinepriester. Alles Roger ?

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  2. Fürwahr ! Eine wahrhaft teuflische Verbrechens-Organisation dieser Katholenklüngel. Es fehlen einem die Worte angesichts der Schilderung solcher Fälle. Dass der Zollitsch – und mit ihm das gesamte Pfaffenpack – nachts noch ruhig schlafen kann, ist eine unverdiente Gnade, die zudem beweist, dass es so etwas wie göttliche Gerechtigkeit leider nicht gibt. Einen besseren Beweis für die Nichtexistenz eines Schöpfergottes kann es eigentlich nicht geben. Eine menschenfreundlicher Gott hätte solche Verbrechen bestimmt nie zugelassen.

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