Frankfurter Buchmesse: Die Bibelgeschichte kindlich erzählt


Wladimir Kaminer erzählt die Geschichte von Adam und Eva pfiffig und mit Tiefgang, findet Sylvia Schopf. (Bild: dapd / Katja Lenz)

Es gibt nach Ansicht der Autorin Sylvia Schopf keinen wirklich neuen Trend bei den religiösen Kinderbüchern, eher welche, die schon länger anhalten: Die Bibelgeschichte immer wieder neu zu erzählen und Religiöses witziger und spielerisch zu gestalten gehören dazu.

Deutschlandradio Kultur

Anne Françoise Weber: Hinter „Der Wurm am Turm“ verbirgt sich die Geschichte des Turmbaus zu Babel, „Ein Fest für alle Tage“ ist ein Messbuch für Kinder, und „Kommt denn da auch Shampoo rein?“ ein Erklärbuch zur Taufe – so weit ein paar Titel aus dem Verlagsprogramm dieses Jahres. Auf der Frankfurter Buchmesse werden zurzeit auch wieder Tausende Bücher über Religion vorgestellt, und viele davon richten sich an Kinder. Ich habe vor der Sendung mit Sylvia Schopf gesprochen, die Autorin und Journalistin hat vor einigen Jahren selbst ein Buch über Schöpfungsgeschichten geschrieben und hat sich nun in Frankfurt bei den religiösen Kinderbüchern umgesehen. Zunächst habe ich sie gefragt, ob ihr denn in diesem Jahr ein Trend oder besondere Themen aufgefallen sind.

Sylvia Schopf: Ja, ich glaube, die Trendsuche ist überall immer vorhanden. Ich finde, dass er nicht unbedingt zu finden ist, sondern zum einen ist das, was typischerweise im religiösen Kinderbuch zu finden ist, auch dieses Jahr wieder da – sei es eine Neuauflage von Bibel oder Bibelgeschichten, das Messbuch, das Sie erwähnen -, es gibt natürlich auch immer wieder die Versuche, die Geschichten aus der Bibel neu zu fassen. Und das, wenn Sie wollen, könnten Sie als Trend der letzten Zeit eigentlich betrachten.

Weber: Finden Sie denn diese Aktualisierungen geglückt? Werden Kinder angesprochen, oder wird da mit einer neuen Sprache versehen, was eigentlich Kinder von heute überhaupt nicht mehr interessiert?

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1 Comment

  1. Also, ich weiß nicht, das Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen gefällt mir einfach viel, viel besser. Ist ja auch so ’ne Art Auferstehungsmärchen, wie’s in der Bibel geschrieben steht. Aber Schneewittchen ist eben tausend mal schöner als der Kerl, von dem in der Bibel die Rede ist.

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