Kirche „stets Vorreiter und warnende Stimme“


Die katholischen Schulen sollen sich deutlicher in die grundsätzliche Bildungsdiskussion einbringen. Dafür plädierte die neue Präsidentin der katholischen Schulen in Europa (CEEC), Christine Mann, im Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“ am Montag. Die katholischen Schulen seien „stets Vorreiter“, zugleich aber auch „warnende Stimme“ in der Bildungsdiskussion gewesen, sagte die Schulamtsleiterin der Erzdiözese Wien. Sie betonte weiters, dass ein Ethikunterricht „den Religionsunterricht keinesfalls ersetzen“ könne.

kathweb.at

Mit Blick auf die aktuelle Bildungsdiskussion warnte Mann „vor einem völligen Ökonomismus in der Bildung“, der möglichst nur darauf abstelle, „dass die Absolventen für den Arbeitsmarkt brauchbar sind“. Angesprochen auf das Thema „Gesamtschule“ betonte die CEEC-Präsidentin, „dass unterschiedliche Kinder unterschiedliche Förderungen brauchen“ und dass Innendifferenzierung gut sei. Zu bedenken sei, „wie lange wir uns eine solche in diesem Ausmaß leisten können“, so die Leiterin des österreichischen Interdiözesanen Amtes für Unterricht und Erziehung.

weiterlesen

3 Comments

  1. Es stellt sich tatsächlich die Frage, „wie lange wir uns – was die Bildungsinhalte anbetrifft – solche religiös gefärbten Wertungen in diesem Ausmaß leisten können !?“ Die Welt von morgen läßt sich nun mal nicht mit religiotischen Rezepten von gestern und vorgestern gestalten und bewältigen. Religiotische Erziehungsprinzipien sind unter Garantie keine anzustrebende Lösung, weil sie nämlich die reale Wirklichkeit durch eine völlig irreale Glaubensfiktion zu ersetzen suchen. Dass das nicht gut gehen kann, beweist schließlich die Entwicklung und die Geschichte der Menschheit. Religion war zu keinem Zeitpunkt Vorreiter, was den Humanismus anbetrifft. Religion hat rein gar nichts zum Weltfrieden beigetragen und das friedliche Zusammenleben der Völker durch religiösen Dogmatismus sogar verhindert.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.