Christliche Gewerkschaften und das kleine Geld


Münzen statt Scheine: Die von sogenannten Christlichen Gewerkschaften ausgehandelten Tariflöhne und -gehälter fallen oft konkurrenzlos niedrig aus, und das vor allem in Branchen, die ohnehin schlecht bezahlen. Foto: iStockphoto

Die Tradition christlicher Gewerkschaften reicht mehr als 100 Jahre zurück. Doch was anfangs als Alternative zu den meist sozialistisch geprägten Gewerkschaften gedacht war, präsentiert sich heute als ein Instrument zum Lohndumping – mitunter sogar bezahlt von den Arbeitgebern.

Von Thomas Östreicherevangelisch.de

Das Angebot war ungewöhnlich, aber eindeutig. Der künftige Leiter eines städtischen Pflegeheims in der Lausitz benötigte Billiglöhne und legte einen passenden Tarifvertrag vor. Inhalt: Die Mitarbeiter sollen nachts und sonntags ohne Zuschläge arbeiten. Im trauten Gespräch mit einem hohen Funktionär der Christlichen Gewerkschaft Deutscher Handels- und Industrieangestellten-Verband (DHV) wurde all dies und obendrein der Wegfall von Urlaubs- und Weihnachtsgeld für die 80 Beschäftigten vereinbart – gegen eine Spende an den DHV von 5.000 Euro.

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1 Comment

  1. Dass die christlichen Gewerkschaften nichts anderes sind als der verlängerte Arm der Arbeitgeber wurde schon vor Jahren durch die Medien publik gemacht. Die christlichen Gewerkschaften dürfen zwar auch mal wie die Hühner gackern, aber ein Ei haben sie noch nie gelegt.

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