Müller vs. Küng


Gerhard L. Müller links im Bild

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller weist die Kritik des Tübinger Theologen Hans Küng an seinen Positionen zur Ökumene zurück. Küng hatte Müller im PNP-Interview „Verlogenheit“ vorgeworfen, weil dieser das Erfurter Treffen von Papst Benedikt XVI. mit Vertretern der evangelischen Kirche als „Sternstunde der Ökumene“ bezeichnet hatte. Küng dagegen sagte, es sei „ganz klar, dass das Treffen in Erfurt keine reale Annäherung gebracht hat, abgesehen von schönen Worten“. Müller nahm gegenüber der PNP wie folgt Stellung:

Passauer Neue Presse

„Wer schadet der Ökumene mehr? Der Papst, wenn er in Erfurt das Kloster besucht, in dem Luther als Mönch lebte, oder Hans Küng, der dem Ereignis keinerlei Bedeutung beimisst und verächtlich macht? Es war eine Sternstunde der Ökumene, weil sich in den Ansprachen und Gesten des Heiligen Vaters das in den letzten Jahren im dialogischen Gespräch Erreichte zeigt. Es geht nicht um die Kontroverse, die dem Dialogpartner mangelnden guten Willen unterstellt, sondern um den Respekt vor dem Wahrheitsgewissen der Gläubigen anderer Konfessionen. Es ist ein mühevoller Weg, weil wir den Ballast der 500 Jahre mittragen: Gegenseitige Verurteilungen, Misstrauen und billige Kompromisse. Deshalb muss versucht werden, den Kerngehalt der reformatorisch-katholischen Lehrunterschiede deutlich zu machen – in aller Offenheit und Deutlichkeit.

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5 Comments

  1. Eine Steigerung zu Benedetto16 als Vorstand der Schwarzkittel wäre nur noch Gerhard Ludwig Müller. Sein geistiges Ejakulat ist wie immer eine Lachnummer. Da er in seinen Reaktionen so berechenbar ist, würde er sich als Sargnagel für den schwarzen Sumpf gut eignen.

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  2. Da ich eine „kopfschüttelnde“ E-Mail erhielt, sei klargestellt: Ich fand die Bildunterschrift wirklich originell und witzig. (Nur über Text kommt Ironie offenbar nicht immer an – ‚tschuldiung!)

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  3. Den Kerngehalt der reformatorisch-katholischen Lehrunterschiede deutlich machen ?
    Die selbe Gott-Sippschaft, das selbe Märchenbuch, die gleichen Machtbedürfnisse, die gleichen, unterdrückenden bis zur menschenverachtung ausartenden Einstellungen. Die gleiche Großmannssucht und Neigung zum ausschweifenden Dummschwätzen.
    Die gleiche Skrupellosigkeit wenn es darum geht, durch die Religionslüge Wissenschaft und Fortschritt, zum Schaden der Menschen, zu verteufeln.
    Was diese Müllers oder Küngs dieser Welt, mit Kerngehalt noch meinen könnten sind doch nur an den Haaren herbeigezogene Pinuts, denen die oben beschriebenen Eigenschaften entsprechen.
    Es sind lediglich feine Nuancen in der Art der Volksverdummung, welche die beiden Banden unterscheiden.

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  4. Der kath. Theologe Küng liegt mit seiner Kritik wie meistens völlig richtig. Stellt sich nur die Frage, weshalb er immer noch nicht aus der Katholen-Kirche ausgetreten ist ?

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  5. Es hilft der Orientierung, wenn die Bildunterschrift dem Leser eine klare Zuordnung ermöglicht. Dank an die Redaktion! (Herzhaftes Lachen am frühen Morgen lässt so manches, was tagtäglich aus kirchlichem Munde quillt, leichter ertragen.)

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