Rammstein: Kein Konzert in München zum Totensonntag


Quelle: rockturk.com

Die Band „Rammstein“ darf nicht am 20. November in München auftreten. Die Stadt möchte den „ernsten Charakter“ des Feiertages Totensonntag wahren.

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Das teilte die Konzertagentur MCT am Freitag mit. Das bayerische Feiertagsgesetz sehe vor, dass am Totensonntag der ernste Charakter gewahrt werden müsse, sagte Wilfried Blume-Beyerle vom Kreisverwaltungsreferat laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.). Das sei bei Rammstein nicht der Fall, die Band sei „riesig laut“, und auch die Texte seien für den Totensonntag nicht angemessen.

Die Agentur kritisierte die Entscheidung auf ihrer Internetseite. „Es erscheint absolut willkürlich, warum ein Rammstein-Konzert verboten wird, wohingegen Dutzende andere Konzerte am Totensonntag stattfinden dürfen“, hieß es in einer Mitteilung. In den vergangenen Jahren hätten rund 130 Konzerte unterschiedlichster Musikrichtungen an den sogenannten stillen Tagen wie Aschermittwoch, Karfreitag, Allerheiligen oder Totensonntag stattgefunden.

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2 Comments

  1. Heinz Erhardt hat sich einmal sehr schön, so zu dem Thema geäußert:

    Hunderttausend Menschen strömen, auf die Friedhöfe der Städte.
    Die Gedanken gehn nach unten und nach oben die Gebete.

    Vater Staat hat uns befohlen, heut der Toten zu gedenken-
    ihnen Kränze oder Blumen oder Tränen gar zu schenken!

    Vater Staat mischt sich in alles, selbst in die intimsten Dinge-
    als ob der, der wirklich trauert, nicht auch so zum Friedhof ginge…

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  2. Wer im realen Alltag Andersdenkenden gegenüber wenig Toleranz zeigt, darf nicht erwarten, dass man ihm eben diese entgegenbringt. In einem säkularen Deutschland darf es keine Tabutage geben. Wir müssen uns ja auch an jedem Sonntag das nervende Glockengebimmel anhören.

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