Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Pius-Gesindel: Papst MUSS alle Nicht-Katholen in Assisi bekehren 😀
[…]Die traditionalistische Piusbruderschaft hält das für Donnerstag in Assisi geplante Weltfriedenstreffen der Religionen für „äußerst kritikwürdig“. Papst Benedikt XVI. müsse die Vertreter der anderen Religionen fragen, ob sie mit dem Evangelium übereinstimmten, das „die katholische Kirche bewahrt“ oder nicht. Falls der Papst in Assisi diesen Anspruch nicht verkünde, „missachtet er seine Sendung“. Die Piusbruderschaft zeigte sich am Mittwoch in Stuttgart überzeugt, dass es Benedikt XVI. möglich sei, den Wahrheitsanspruch „den verirrten Schafen“ so zu vermitteln, dass „seine Einladung zum Umdenken auf offene Herzen stößt“. Ein Friedenstreffen ohne Lobgesang auf Christus diene der Ideologie der Freidenker, die eine neue Weltreligion ohne Christus begründen möchten.[…]

Klasse: Urteil gegen Lebensschützer rechtskräftig
[…]Das Oberlandesgericht Graz hat im Berufungsverfahren das Urteil gegen die vier Lebensschützer, die vor einer Abtreibungsklinik demonstriert hatten, bestätigt, lediglich die Höhe der Geldstrafen wurde etwas herabgesetzt. Das Urteil ist damit rechtskräftig, es gibt laut Meldung des ORF Steiermark dagegen kein Rechtsmittel mehr. Damit sei dies ein Präzedenzfall, da es die erste Verurteilung von Abtreibungsgegnern wegen „Stalkings“ darstellt. Im April hatte ein Gericht vier Grazer Lebensschützer wegen „Stalking“ verurteilt. Ein Grazer Abtreibungsarzt, vor dessen Praxis demonstriert wurde, hatte Anzeige erstattet. Im Urteil in erster Instanz wurden zwei Männer und zwei Frauen mit Geldstrafen zwischen 400 und 7.200 Euro belegt. Die Lebensschützer hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt[…]

Katholiban Kuby spielt sich wieder auf …
[…]Warum wurde der Religionsunterricht zum Ort der Glaubenszerstörung? Warum betreibt die Kirche in katholischen Schulen durch katholische Verbände die hedonistische Sexualisierung der Kinder und Jugendlichen? „Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Lk 12, 3) Wann endlich nehmen die Bischöfe das Gesetz des Handelns wieder in die Hand durch Umkehr und Reinigung? Es ist die einzige Möglichkeit: Entweder Umkehr und Reinigung oder Versinken in der Bedeutungslosigkeit unter dem Hohn und Spott der Welt. Wenn die treuen Bischöfe darauf warten, dass alle ihre Brüder im Bischofsamt mitziehen, wird es nie dazu kommen. Sie werden dafür geschlagen werden, aber sie werden Spuren hinterlassen und den Rest des gläubigen Volkes wieder aufrichten. Befreiung aus der „Weltbild-Falle“ kann nicht heißen, den Konzern zu verkaufen, selbst wenn ein Ölscheich 1,7 Milliarden dafür bieten würde. Umkehr und Reinigung heißt, Medien, welche den Glauben zerstören, zu vernichten; Strukturen, welche die Glaubenszerstörung betreiben, aufzulösen; Personen, welche dies tun, zu entlassen und mit glaubenstreuen Katholiken zu besetzen. Das bedeutet „Entweltlichung“, welche der Papst von der Kirche fordert. Entweltlichung, damit die Kirche wieder die Herzen der Menschen verändern und dadurch in der Welt wirken kann.[…]

Wie immer: Wasser predigen und Wein trinken
[…]Die Deutsche Umwelthilfe hat den Bischöfen im Südwesten für ihre Dienstwagen die rote Karte gezeigt. Trotz ihres Umweltengagements setzen sie auf große Limousinen, die jede Menge CO2 freisetzten, kritisierte ein Sprecher. Der badische evangelische Landesbischof Ulrich Fischer wies die Vorwürfe zurück. Für eine aussagekräftige Berechnung müsse auch die Kilometerleistung berücksichtigt werden. Der Dienstwagen des katholischen Bischofs der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, gehört laut Umwelthilfe zu der Kategorie, die 172 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft bläst. Sein evangelischer Kollege Otfried July aus Württemberg ist mit einer Limousine unterwegs, die 173 Gramm erzeugt. Fischers Dienstwagen bildet das Schlusslicht mit 183 Gramm. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch machte keine Angaben – bekam aber von der Umwelthilfe trotzdem die rote Karte.[…]

Weiter:
[…]90 Prozent sind mit klimabelastenden, übermotorisierten Spritfressern unterwegs. Nur vier der 46 befragten Kirchenoberhäupter benutzten einen Dienstwagen, dessen Kohlendioxid-Ausstoß unter dem seit 2008 geltenen EU-Zielwert von 140 Gramm pro Kilometer liegt, erklärte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch in Berlin. Den klimafreundlichsten kirchlichen Dienstwagen fährt die Präsidentin der Evangelischen Kirche Bremen, Brigitte Boehme. Ansonsten kommen die größten CO2-Sünder aus dem Norden. Der BMW 730 Ld von Bischof Gerhard Ulrich bringt es auf einen Kohlendioxid-Ausstoß von 180 Gramm. Getoppt wird dies aber noch vom VW Phaeton des niedersächsischen Landesbischofs Ralf Meister. Die Limousine des ehemaligen Lübecker Propst pustet 224 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aus dem Auspuff und landet damit auf dem ersten Platz im Sünder-Ranking[…]

Konferenz: „Laizismus und Gleichbehandlung?“
[…]Am 2. und 3. Dezember 2011 veranstaltet die Humanistische Akademie Berlin eine Konferenz zur Trennung von Staat und Kirche in Deutschland. Es werden acht Referentinnen und Referenten, darunter die SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier, Rudolf Ladwig vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten sowie der Theologe und Pfarrer Andreas Fincke, erwartet. Humanisten, Atheisten und Laizisten debattieren in letzter Zeit wieder verstärkt über den richtigen Kurs bei der Frage, wo für die etablierten Kirchen der angemessene Platz im staatlichen Gefüge sein soll – und mit Blick auf Grundgesetz und Erkenntnisse der Wissenschaft noch sein darf. Gleichzeitig stellt sich vermehrt auch die Frage, inwiefern in Zukunft andere Vereine, die als Vertretungen von muslimischen Gemeinschaften auftreten, berechtigt und eingebunden werden sollen … Eine juristische und politische Betrachtung von Laizismus in Deutschland wird die Politikerin Ingrid Matthäus-Maier, frühere Bundestagsabgeordnete und Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung, vortragen. Der Berliner Jurist und Philosoph Dr. Thomas Heinrichs wird darüber sprechen, inwiefern Laizismus in Deutschland dem Grundgesetz und der Religionsverfassung nach seiner Auffassung möglich ist. Einen Überblick der Haltung von humanistischen Verbänden in Europa zur Trennung von Staat und Religion wird Werner Schultz, Vorstandsmitglied der European Humanist Federation, geben. Rudolf Ladwig, früheres Vorstandsmitglied im Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten, will sich zum Spannungsfeld von Atheismus und Laizismus äußern. Zudem sollen Analysen laizistischer Phänomene in Deutschland aus parteipolitischer Sicht und kirchlicher Sicht präsentiert werden[…]

Urteil: Recht auf Ethik gibt es in der Grundschule nicht
[…]Das Recht auf staatlich garantierten Religionsunterricht steht im Grundgesetz, ein Recht auf Ethikunterricht lässt sich nirgends herleiten. Die Verfassung will Atheisten diskriminieren. So urteilte am Freitag das Verwaltungsgericht Freiburg. Es wies die Klage einer konfessionsfreien Mutter ab. Sie hatte eine ethisch-moralische Bildung für ihre nichtreligiösen Kinder als verfassungsrechtlich gesicherten Anspruch gesehen. Dem erteilten die Richter eine klare Absage. Die Klägerin erklärte, in Berufung gehen zu wollen. Sie hatte Anfang Februar 2011 vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg die Einrichtung eines Ethikunterrichts für ihre zwei Söhne, die damals die Klasse 2 und 4 an einer Freiburger Grundschule besuchten, verlangt. Am Religionsunterricht nahmen die Kinder nicht teil. Zeitweise war eine Philosophie-AG an der Schule eingerichtet worden, für den die Eltern der Teilnehmer einen Betrag von 120 Euro pro Schuljahr bezahlen mussten. Die Klägerin war hingegen der Auffassung, dass für einen Ethikunterricht zur ethisch-moralischen Bildung ihrer Kinder ein verfassungsrechtlicher Anspruch existiert. Dieser müsste im Verhältnis zum Religionsunterricht in gleichberechtigter Weise für Kinder konfessionsfreier Eltern gewährleistet werden, damit die Heranwachsenden pädagogisch nicht benachteiligt werden. Das Ministerium lehnte die Forderung ab. Mitte April wurde dagegen Klage beim Verwaltungsgericht Freiburg eingereicht[…]

Kirche spart auf Kosten ihrer Mitarbeiter, was sonst
[…]Die Pastoren im Landkreis Harburg bekommen seit Juni mehr Gehalt ausbezahlt – die Angestellten des Kirchenkreises und die des Diakonischen Werkes Hittfeld und Winsen gucken jedoch weiter in die Röhre: Für sie sind die zum 1. April vereinbarten Tarifanpassungen bislang nicht umgesetzt worden. Betroffen sind im Kreis mehr als 300 Mitarbeiter in den Beratungsstellen des Diakonischen Werkes, in kirchlichen Kindergärten (Erzieherinnen, Reinigungs- und Küchenpersonal) und in Kirchengemeinden (Küster, Pfarramtssekretärinnen, Kantoren, Friedhofsmitarbeiter). „Es geht um 1,4 Prozent mehr Gehalt und eine Einmalzahlung von 360 Euro“, erläutert die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Irene Wacker. „Die Mitarbeitervertretungen haben aber keine Möglichkeit, wirksamen Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.“ Basis für die Gehälter im kirchlichen Bereich ist der Tarifvertrag der Länder (TV-L), den die Landeskirche übernimmt. Diese habe wiederholt Ausreden präsentiert, warum die Anpassung für die Mitarbeiter noch nicht vorgenommen sei, erläutert Irene Wacker. So habe die Arbeitgeberseite angegeben, die Tarifvereinbarung liege der Landeskirche noch nicht in Schriftform vor. „Dass wir auf die Gehaltserhöhung verzichten, ist nicht länger einzusehen“, betont Wacker. Nicht zuletzt, weil zum Beispiel die Erzieherinnen in kirchlichen Kindergärten tariflich von vornherein schlechter gestellt sind als in kommunalen Kindergärten, die nach TV-ÖD (Tarif öffentlicher Dienst) bezahlt werden.[…]

Ach neee ….
[…]Erster adventistischer Weltkongress zu mentaler und psychischer Gesundheit: „Wir müssen das Stigma beseitigen, das von einigen Leute den psychischen und geistigen Krankheiten angeheftet wurde als auch unsere persönliche Verletzbarkeit in diesen Bereichen akzeptieren“, sagte Dr. Allan Handysides, Direktor der Gesundheitsabteilung der Weltkirchenleitung am ersten adventistischen Weltkongress zur mentalen und psychischen Gesundheit an der Loma Linda Universität, Kalifornien/USA. „Viele Christen sind der Auffassung, dass es psychische Krankheiten bei Menschen mit einer intakten Gottesbeziehung nicht geben dürfte“, merkte der Konferenzteilnehmer Dr. James Tan, Arzt in Longview, Washington, an. “Ich bin deshalb froh, dass wir diese Problematik an dieser Konferenz auf gute Weise besprechen können.“ „Innerhalb der Kirche besteht ein breiter Konsens, dass es an der Zeit ist, sich diesem Problemkreis zu stellen“, unterstrich auch Dr. Carlos Fayard, Professor für Psychiatrie an der Loma Linda Universität. Obwohl viele Faktoren zu geistiger und seelischer Gesundheit beitrügen, darunter auch eine persönliche Gottesbeziehung, schliesse dies nicht automatisch Depressionen, Ängste oder andere Beeinträchtigungen des psychischen Wohlbefindens aus. „Die biblische Weltsicht lehrt uns, dass wir ausnahmslos gebrochen und verletzlich sind. Diese Problematik muss deshalb in unserer Kirche von allen mit der nötigen Bescheidenheit angegangen werden“, so Handysides.[…]

Bischof Dröge will PIRATEN den Laizismus austreiben
[…]Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, wünscht sich ein Treffen mit den Berliner Piraten. Die Partei habe zur Abgeordnetenhauswahl ein „erstaunliches und interessantes“ Ergebnis erzielt, sagte der Bischof in Berlin. Er würde vor allem gern das Thema Säkularisierung diskutieren. Im Wahlprogramm der Partei heißt es dazu: „Ein säkularer Staat erfordert die strikte Trennung von religiösen und staatlichen Belangen“. Zugleich wird die staatliche Beitreibung von Kirchensteuer abgelehnt. „Ich persönlich glaube nicht, dass der Laizismus eine zukunftsfähige Form ist, eine Religion in der Gesellschaft ankommen zu lassen“, sagte Dröge dazu. Es bestehe die Gefahr, dass sich Religionen in Nischen zurückziehen. Eine größere Trennung von Staat und Kirche mache nichts besser.[…]

Kotz …
[…]Roger Töpelmann, Pressesprecher der Evangelischen Kirche: Braucht es Religionsunterricht (RU) an hessischen Schulen?“ Die Frage kann nur damit beantwortet werden: Es gibt ihn und das ist gut so. Allein etwa 6.000 Religionspädagogen haben im Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eine Lehrerlaubnis, 1.000 Gemeindepfarrer und Pfarrerinnen erteilen Religionsstunden und weitere 200 sind als Schulpfarrer hauptamtlich tätig. Im Bistum Limburg sind es 2.500 Unterrichtende (Missio canonica), 241 Priester, Diakone, Pastoralreferenten, Gemeindereferenten, Katecheten sind nebenberuflich tätig, davon 51 Priester oder Diakone. Die von den Kirchen Beauftragten leisten ihre pädagogische Arbeit mit Engagement und Überzeugung. Natürlich, der Unterricht kann nicht für jeden Schüler gelingen, aber er regt vor allem zur Selbstfindung an. Eine Aufgabe, die nicht in jedem anderen Schulfach als Ziel angegeben ist. Schüler lernen im evangelischen wie im katholischen RU nicht allein Daten und Fakten des Christentums, sondern können ihr Sozialverhalten überprüfen – angesichts von anhaltender Jugendgewalt ein nicht zu unterschätzender Gewinn. Leider gibt es in Teilen der Politik Bestrebungen, das Verfassungsrecht aus Artikel 7 des Grundgesetzes auf konfessionellen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen – die hessische Verfassung garantiert den bekenntnisorientierten RU in Paragraf 58 – außer Kraft zu setzen. Dabei machen sich Vereinigungen wie die Säkularen Humanisten Rhein Main dafür stark, den RU durch ein Pflichtfach „Philosophie und Religionskunde“ zu ersetzen. Erkenntnisunterricht statt Bekenntnis. Man wolle so der weltanschaulichen Neutralität des Staates entsprechen. Hinter dieser Sicht steckt schon eine Portion „Aggressivität“ auf die Verfassungsväter – und Mütter, die ausdrücklich eine Gesellschaft nicht durch Neutralität, sondern durch Bekennermut garantieren wollten. In bewusster Abweichung von einer strikten Trennung von Staat und Kirche, wie sie in Frankreich beispielsweise Tradition hat. Mut zu einem Bekenntnis, das lässt sich in einem bekenntnisorientierten Unterricht gut lernen. Protestanten zeichnen sich bekanntlich dadurch aus, dass die Freiheit des Bekenntnisses ihre fast 500-jährige Geschichte begleitet und sie hohen Wert auf eine „Kirche der Freiheit“ legen. Auch das können junge Leute in ihrem RU lernen. Bei der Debatte um einen RU in konfessioneller Bestimmung wird angeführt, anderen Religionsgemeinschaften solle die Unterrichtsmöglichkeit an Schulen ebenso offen stehen. Das tut es selbstverständlich heute schon, beispielsweise für jüdische Schüler. „Es gibt ein Grundrecht auf religiöse Bildung“ bestätigt der Oberkirchenrat im Referat für Schule und RU der EKHN, Sönke Krützfeld. Dieses Recht gilt auch für Muslime. Insofern werden die Kirchen es begrüßen, wenn die Hessische Landesregierung ihr Vorhaben für einen muslimischen Unterricht mit ausgewiesenen Lehrenden umsetzt. RU wird es an den Schulen unseres Landes noch lange geben.[…]

Religiotin Junkermann gegen Halloween
[…] Die deutsche evangelische Landesbischöfin Ilse Junkermann hat die Halloween-Partys am 31. Oktober kritisiert. „Dieser Tag ist in unserer europäisch-christlichen Kultur nicht verankert und wird seit wenigen Jahren aus hauptsächlich kommerziellen Interessen lanciert“, sagte Junkermann der „Leipziger Volkszeitung“ (Mittwoch). Auch werde der evangelische Reformationstag immer mehr von Halloween überdeckt. „Ich finde es auch gut, wenn die Menschen sich den dunklen und unheimlichen Seiten des Lebens stellen. Allerdings sollte das nicht nur Klamauk sein“, betonte Junkermann. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) reagiere deshalb auf das Phänomen, indem sie den Reformationstag mit einer „Nacht in der Kirche“ feiere. Dabei träfen Jugendliche zu Gottesdiensten oder Film- und Themenabenden zusammen, an denen es um Martin Luther, den Glauben, Endlichkeit und Tod gehe. „Auf Halloween-Partys werden diese Themen meist nur für oberflächliche Gruseleffekte genutzt“, so die EKM-Bischöfin. Um auf das Halloween-Ritual „Gib Süßes, sonst gibt’s Saures“ zu reagieren, verteile die evangelische Kirche deshalb orangefarbene „Luther-Bonbons“ mit der Aufschrift „31. Oktober ist Reformationstag“. Luther habe sich vor 500 Jahren auch gegen die Angst vor Höllenstrafen und für die Freude am Leben stark gemacht, erklärte Junkermann zur Begründung. Halloween ist das Fest der leuchtenden Kürbisköpfe, Gruselpartys und Geisterumzüge. Es wird in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert und geht einigen Experten zufolge auf einen zwei Jahrtausende alten irischen Brauch zurück. Ursprünglich feierten die keltischen Druiden dabei das Sommerende. In den USA ist Halloween so beliebt wie der Karneval im Rheinland. In den vergangenen Jahren haben sich die Halloween-Bräuche auch in Europa immer mehr verbreitet[…]