Beten in Afrika – wichtig


Besuch in einer anderen Welt: Evangelische Christen aus der Pfalz bei ihren Glaubensgeschwistern in Ghana. Foto: Martin Rothe

Seit gut 30 Jahren sind evangelische Kirchengemeinden der Pfalz mit presbyterianischen Gemeinden in Ghana verbunden. Bei gegenseitigen Besuchen entdecken sie Gemeinsamkeiten – aber auch Irritierendes beim Partner aus dem jeweils anderen Land.

Von Martin Rotheevangelisch.de

Ghana im Sommer 2011: Unweit der Hauptstadt Accra, in der Kleinstadt Akropong, steht eine Presbyterianische Kirche. In der riesigen flachen Halle mit etwa tausend Plastikstühlen haben sich mehrere hundert Gläubige versammelt. Unter Ihnen sind auch zwanzig deutsche Protestanten der Evangelischen Kirche der Pfalz. Sie ist seit den 1980er Jahren partnerschaftlich mit der Presbyterianischen Kirche von Ghana (PCG) verbunden. Mehrere pfälzische Gemeinden pflegen regelmäßig den Austausch mit ihrer jeweiligen Partnergemeinde in Ghana und fördern deren soziale Projekte.

Doch was die deutschen Gäste gerade eben in ihren Ehrensitzen neben dem Altar erlebt haben, lässt sie verstört und fragend blicken. War das jetzt eine Inszenierung? Oder ist hier gerade wirklich etwas Wunderbares passiert?

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1 Comment

  1. Es ist nicht zu bestreiten, dass Entwicklungshilfe in Afrika auch von christlichen Missionaren geleistet wurde. Stellt sich die Frage, zu welchem Preis und mit welchem Ergebnis ? Man kann es fast als ein Glück bezeichnen, dass die ersten Missionare häufig an Malaria starben, denn zumindest zu Beginn der christlichen Missionierungsaktivitäten wurde nicht nur segensreich missioniert. Ganze Völker und Stämme wurden um ihr kulturelles Erbe gebracht und ihnen eine fremde, christliche „Kultur“ aufgezwungen. Dass aber auch heute noch in Afrika traditionelle religiöse Dämonenkulte gang und gäbe sind, dürfte die euopäischen Gäste doch überrascht haben.

    Auf die Idee, dass ihr christlicher Glaubenskult sich im Grunde genommen lediglich in äußerlichen Nuancen vom afrikanischen Dämonenkult unterscheidet, dürften die christlichen Besucher vermutlich nicht gekommen sein. Christliche Heiler gibt es schließlich auch bei uns gleich haufenweise..

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