Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Bad Wörishofen distanziert sich vom Dodo-Fliege-Kongress
[…]Man werde die Vereinbarung mit Fliege noch einmal erfüllen, den Kongress, der am Freitag beginnt, aber kritisch beobachten, sagte Kurdirektor Alexander von Hohenegg am Mittwoch in Bad Wörishofen. Die jüngste mediale und kirchliche Kontroverse um Fliege werfe „Fragen auf, die eine weitere Verbindung infrage stellen“.Fliege, gegen den ein Disziplinarverfahren der Evangelischen Kirche im Rheinland läuft, wies Vorwürfe gegen ihn zurück. Er stehe keineswegs Scientology nahe, sagte er. Die europäischen Kirchen hätten ihre spirituelle und therapeutische Tradition vernachlässigt. Er selbst sehe sich in der Tradition von Albert Schweitzer und Sebastian Kneipp, die als christliche Heiler in ihrer Zeit auch Missverständnissen ausgesetzt gewesen seien, betonte er. Der Kongress suche auch das Gespräch mit nicht-christlichen Therapeuten und Heilern. Nach Angaben von Fliege haben einige Referenten ihre Teilnahme am Wörishofener Herbst abgesagt, darunter die Naturheilkundlerin und frühere bayerische Grünen-Abgeordnete Barbara Rütting. Fliege erwartet wie im letzten Jahr 350 Dauerteilnehmer und über 1.000 Tagesgäste zum Kongress.[…]

Katholischer Antisemitismus in Polen (Podcast)
[…]Antisemitische Parolen sind auch in Polen keine Seltenheit. Selbst innerhalb der katholischen Kirche nicht. Der 51-jährige Pfarrer Wojciech Lemanski versucht seit mehr als zehn Jahren den Antisemitismus in der Kirche zu bekämpfen. Ein besonders schwieriges Unterfangen: Lemanskis Engagement – vor allem in Sachen Aufklärung von Verbrechen an Juden, die von Polen begangen wurden – stößt bei den Kirchenoberen auf Kritik. Konflikte mit den Bischöfen: Statt den Pfarrer also zu unterstützen, versucht die Kirche ihn mit Strafversetzungen in die Provinz zum Schweigen zu zwingen. Doch Lemanski lässt nicht locker und kämpft auch gegen die mächtigen Bischöfe.[…]

Kohle wird zur Not eingeklagt, klar
[…]Der Bischof der der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Markus Dröge, schließt rechtliche Schritte gegen die geplanten Kürzungen bei freien Schulen in Brandenburg nicht aus. Er habe das Thema in die Kirchenkonferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eingebracht, sagte er am Mittwoch zu Beginn der Herbstsynode in Berlin … Die evangelischen Kirchen hätten zugesagt, wenn nötig, eine gemeinsame Strategie für die freien Schulen zu entwickeln und Landeskirchen beim Klageweg zu unterstützen, sagte Dröge „Es bleibt zu hoffen, dass dies in Brandenburg nicht nötig sein wird“, betonte er. Die rot-rote Regierung hat für 2012 Einsparungen von etwa 4,8 Millionen Euro für die freien Schulen beschlossen. Gutachten belegten laut Dröge, dass diese Kürzungen verfassungsrechtlich nicht zu halten seien[…]

Die bösen, bösen Medien …
[…]Kardinal Lehmann: Verhältnis zwischen Kirche und Medien schwieriger: Das Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Medien ist nach Einschätzung des Mainzer Kardinals Lehmann schwieriger geworden. Besonders in der Vor- und Nachbereitung des Papstbesuchs sei „eine gewisse Feindseligkeit und Abneigung“ zu beobachten gewesen, die er früher nicht so stark gespürt habe, sagte Lehmann in Hamburg. Dennoch solle sich die Kirche nicht entmutigen lassen, forderte der langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Der Kirche habe natürlich so wörtlich „diese ganze Missbrauchsgeschichte mit Recht ungeheuer geschadet.“ Hier habe es ein „reinigendes Gewitter“ gegeben, „wo man demütiger und bescheidener werde und werden müsse“, sagte Lehmann.[…]

Gemeinsame Meditation geht, beten nicht 😀
[…]Es wird in Assisi nicht geschehen: Aber könnten theoretisch Christen und Juden gemeinsam beten? Etwa Psalmen des Alten Testaments?
Man sagt immer, Juden, Muslime und Christen hätten den gleichen Gott. Das stimmt und stimmt nicht. Denn es besteht ein anderes Gottesbild, was Juden und Christen betrifft. Wir beten zu Gott dem Vater durch Jesus Christus im Heiligen Geist. Diese Gebetsformel, die alle unsere Gebete abschließt, können Juden nicht nachvollziehen. Insofern können Juden und Christen im strengen Sinn nicht miteinander beten. Sie fragen nach den Psalmen. Natürlich können wir Psalmen gemeinsam rezitieren. Das ist aber nicht ein gemeinsames Gebet. Wir machen das immer bei den Treffen im Oberrabbinat in Jerusalem, wir lassen die Juden einen Psalm in Hebräisch beten und wir beten den gleichen Psalm in Latein. Das ist aber eher eine Meditation als ein Gebet im strengen Sinne[…]