South Park, Scientology & der Sinn von Satire


Nicht jeder versteht Satire © Comedy Central

Es gibt Gruppierungen, für die das Wort “zwielichtig” schon nicht mehr ausreicht. Scientology ist wohl die bekannteste Bewegung, die ihre kruden Ansichten in die Welt hinausposaunt. Dass sich dahinter nicht nur Spinner verbergen, die gegenseitig ihre Thetan-Stufen messen, sondern eine höchstkriminelle Vereinigung, wurde vor kurzem erst wieder deutlich. Aber nicht nur diese Sekte hat den Sinn von South Park nicht verstanden, sondern auch annehmbare Religionsgemeinschaften tun sich damit schwer.

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Der Aufreger der Woche behandelt diesmal die offensichtliche Humorlosigkeit religiöser oder pseudoreligiöser Vereinigungen, wenn die Satire ihnen ans Bein pinkelt.

Humor ist nichts für jeden
Trey Parker und Matt Stone werden mittlerweile dran gewöhnt sein, dass irgendwer sich irgendwie an South Park stört. Humorlose Muslime gingen auf die Barrikaden, als eine Mohammed-Karikatur auftauchen sollte, ein radikaler Islamist drohte den beiden Schöpfern der Serie sogar mit Vergeltung. Aber auch Christen fühlten sich schon auf die Füße getreten. Und überhaupt wird jede Glaubens- oder sogar Nicht-Glaubensrichtung in der kontroversen Sendung durch den Kakao gezogen – und damit eben auch Scientology, die es Trey Parker und Matt Stone ja auch wirklich leicht machen, sie zu verulken. Doch wie wir diese Woche mal wieder erfahren haben, versteht Scientology da keinen Spaß und agierte offenbar wie in “besten” Zeiten des Kalten Kriegs, indem der Freundeskreis von Trey Parker und Matt Stone in Rattenmanier unterwandert und ausspioniert wurde.

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1 Comment

  1. Satire ist, wenn die ganze Welt darüber lacht, nur die Betroffenen nicht. Das aber ist letztlich der Beweis dafür, dass die Satire ihren Zweck erfüllt und ins Ziel getroffen hat.

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