Basel: Scientology plant riesigen „Tempel“


Scientology Headquarter Berlin, Quelle: Brightsblog

4000 Quadratmeter gross ist die Parzelle, die sich zwei Scientologen in Basel unter den Nagel gerissen haben. Auf dem Grundstück soll eine neue Scientology-Kirche errichtet werden.

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Die Scientology-Sekte will in Basel eine ihrer neuen Kirchen aufbauen. Zwei Scientologen haben im Frühling eine viertausend Quadratmeter grosse Parzelle in Grenznähe gekauft, wie der «Sonntag» berichtet. Dazu gehört ein Bürogebäude an der Burgfelderstrasse 211, ein Bürogebäude mit Verbindungsbau an der Kaysersbergstrasse 3 sowie eine Werkstatt, eine Tankstelle, ein Wohnhaus und eine Transformatorenstation.

Eine der neuen Besitzer-Firmen ist die in Basel domizilierte Burgfelder Immobilien AG, deren Verwaltungsratspräsident Patrick Schnidrig ist auch Präsident der Scientology-Kirche Basel. Der andere Eigentümer, die Zürcher Estoniola AG, gehört dem Scientologen Heinrich Renggli. Schnidrig bestätigt telefonisch, dass die Idee bestand, auf diesem Grundstück eine Scientology-Kirche einzurichten.

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1 Comment

  1. Ein im Zusammenhang mit der Scientology häufig zu hörendes Argument, dass man sich gegen Andersdenkende eben tolerant zu zeigen habe, erweist sich in diesem Fall als eine völlig unangebrachte Toleranz. Ja, man muß sogar feststellen, dass diese Toleranz geradezu fahrlässig ist, denn wer um die kriminelle Energie weiß, die hinter dieser menschenfeindlichen Organisation steht, kann mit dieser Art von großmütiger Toleranz nicht konform gehen. Das wäre gleichbedeutend, wie wenn man einem Verbrecher – weil er anders denkt und funktioniert als die Allgemeinheit – Toleranz zubilligen würde. In Bezug auf die SC scheint dieses differenzierte Denken leider bei vielen gutmeinenden und schlecht informierten Mitmenschen zu fehlen. In solchen Fällen erschiene es mir als sinnvoll, wenn die vom Grundgesetz garantierte Glaubens- und Gewissensfreiheit eine Einschränkung erfahren würde. Und zwar dahingehend, dass beim erkennbar werden von kriminellen Absichten, die Möglichkeit bestünde, einer Organisation wie der SC das Berufungsrecht auf das Grundgesetz abzuerkennen. Mir ist durchaus bewußt, dass eine solche Einschränkung des Grundgesetzes nur schwer durchzusetzen wäre. Somit verbleibt dem Gesetzgeber eben die Pflicht, die Bevölkerung durch verstärkte Information und Aufklärung (insbesondere in den Schulen) vor Schaden zu bewahren.

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