Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Was für ein Dreck, der Gottesstaat lebt …
[…]Einrichtungen der katholischen Kirche dürfen Angestellten fristlos und ohne vorherige Abmahnung kündigen, wenn sie den Papst beleidigen. Das hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg mit einem am Montag bekanntgewordenen Urteil entschieden. In dem konkreten Fall ging es um einen Krankenpfleger in einem von der Caritas getragenen Krankenhaus im Bodenseekreis. Der Mann hatte im Internet unter einem Pseudonym den Papst diffamierende, von ihm selbst als Satire bezeichnete Texte veröffentlicht.[…]

Papst-Witze sind bei Katholiken ein Kündigungsgrund
[…]Weil er Witze über den Papst riss, verlor ein Pfleger seinen Arbeitsplatz in einem katholischen Krankenhaus. Das Landessozialgericht bestätigte nun den Kündigungsgrund … In dem konkreten Fall ging es um einen Krankenpfleger in einem von der Caritas getragenen Krankenhaus im Bodenseekreis. Der Mann hatte im Internet unter einem Pseudonym den Papst diffamierende, von ihm selbst als Satire bezeichnete Texte veröffentlicht. Nach Bekanntwerden der Autorenschaft hatte der Arbeitgeber eine fristlose, verhaltensbedingte Kündigung angedroht – letztlich aber mit dem Kläger einen Aufhebungsvertrag geschlossen. Katholische Kirche angegriffen und Loyalität verletzt Arbeitslosengeld wurde dem Mann erst nach Ablauf der zwölfwöchigen Sperrzeit bewilligt. Dagegen war der Mann vorgegangen. Die Stuttgarter Richter hoben mit dem Urteil vom 21. Oktober einen gegenteilige Entscheidung des Sozialgerichts Konstanz auf. Der Kläger habe sich auch außerdienstlich so zu verhalten, dass kein Widerspruch zu der Grundsätzen des kirchlichen Arbeitgebers entstehe, hieß es in der Mitteilung. Mit „polemischen und auf niedrigem Niveau angesiedelten Äußerungen“ gegen den Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche habe der Kläger die katholische Kirche selbst angegriffen und seine Loyalität nachhaltig verletzt. Die Verwendung eines Pseudonyms ändere daran nichts, da der Kläger als Autor identifizierbar gewesen sei. Einer vorherigen Abmahnung durch den Arbeitgeber habe es nicht bedurft, da das Vertrauensverhältnis zwischen dem Kläger und dem Arbeitgeber durch sein gravierendes Fehlverhalten dauerhaft zerstört war.[…]

Ach du meine Güte, Ratze phantasiert …
[…]Das eigentlich Neue des Weltfriedenstreffens in Assisi 2011 war, dass erstmals auch so genannte „Nichtglaubende“ als Gäste zu einem solchen Friedensgipfel hinzugebeten wurden. Benedikt XVI. versucht, noch stärker als seine Vorgänger mit Nichtglaubenden ins Gespräch zu kommen, etwa über die neue Vatikan-Initiative „Vorhof der Völker“. Für alle Glaubenden sind Nichtglaubende, wie der Papst am Donnerstagmorgen in seiner Rede in Assisi betonte, eine bisher wohl unterschätzte Gabe: „Sie rufen die Menschen in den Religionen an, Gott nicht als ihr Besitztum anzusehen, das ihnen gehört, so dass sie sich damit zur Gewalt über andere legitimiert fühlen. Sie suchen nach der Wahrheit, nach dem wirklichen Gott, dessen Bild in den Religionen, wie sie nicht selten gelebt werden, vielfach überdeckt ist. Dass sie Gott nicht finden können, liegt auch an den Gläubigen mit ihrem verkleinerten oder auch verfälschten Gottesbild“, sagte der Papst in Assisi. Zu den nichtglaubenden Gästen, die der Papst nach Assisi eingeladen hatte, gehörte der österreichische Publizist Walter Baier. Der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei Österreichs sagte am Abend nach dem Friedenstreffen gegenüber Radio Vatikan in Assisi: „Ich glaube, dass das ein wichtiger Moment war und dass die Initiative des Papstes, den Dialog über den Frieden in Richtung der Nichtglaubenden zu öffnen, auch wichtig ist und widerspiegelt, dass wir uns an einem historischen Augenblick in einer existenziellen Krise befinden, wo Millionen Menschen auch in Europa um ihre Existenz bangen müssen, wo die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit der Erde erreicht sind und wo Krieg zur Realität geworden ist. In diesem Sinne muss es, glaube ich, zu einem Dialog der Menschen guten Willens kommen. Darum schätze ich diese Initiative sehr.“ Wie ging es Baier denn unter so vielen Religionsführern? „Nicht schlecht… obwohl ich schon sagen muss, dass mich der Umstand, dass die Religionsführer fast ausschließlich männlichen Geschlechts sind, also dass Religion offensichtlich ,men`s world‘ ist, beunruhigt. Ich glaube, es war ein gutes Signal von Julia Kristeva, die namens der Nichtglaubenden gesprochen hat, darauf hinzuweisen, dass Humanismus der Tat ein Feminismus sein muss. Ich denke, dass wir in dieser Hinsicht voneinander lernen können und müssen.“

Reformationstag
[…]Mit Gottesdiensten haben die Protestanten in Bayern am Montag an die Entstehung der evangelischen Kirche erinnert. Der Reformationstag gilt als ihre Geburtsstunde: Martin Luther veröffentlichte im Jahr 1517 einen Tag vor Allerheiligen seine Thesen, mit denen er unter anderem die Ablasspraxis in der katholischen Kirche anprangerte. Der scheidende Landesbischof Johannes Friedrich rief zum Reformationstag dazu auf, «die konfessionelle Polemik in der Mottenkiste» zu lassen. Der Feiertag sei nicht für «markige Breitseiten gegen den Papst oder die katholische Kirche» geeignet.[…]

Investigativer Sex-Aufspür-Journalismus 😀
[…]Die katholische Kirche in Deutschland versinkt weiter im Sexsumpf, jetzt sind auch Sexangebote bei einer weiteren prominenten Kirchenfirma aufgetaucht. Betroffen ist das Portal von Borromedien, das dem Borromäusverein e. V. gehört. Ähnlich wie Weltbild.de gehört der Borromäusverein der katholischen Kirche. Die Angebote entstehen in enger Zusammenarbeit mit den diözesanen Büchereifachstellen. Im Leitbild des Borromäusverein heißt es wörtlich: „Wir empfehlen, was gut ist! Wir beraten beim Medieneinkauf. Wir beurteilen Medien und sprechen Empfehlungen nach Maßstäben literarischer und inhaltlicher Qualität und auf Grundlage des christlichen Menschenbildes aus.“ Wenn man sich auf der Homepage etwas umsieht, stößt man sehr schnell auf hunderte eindeutige Sexprodukte wie die „Exotische Versuchung“, oder „Young Pussy Shots“ mit der Produktbeschreibung „Auch im zweiten Teil werden Sie wieder Zeuge blutjunger Teenager Girls, die gerade volljährig geworden und völlig schamlos ihre süßen Pussies nur für Sie präsentieren.” Auch folgender Ratgeber (mit veröffentlichtem Titelbild) wird beworben: Geld verdienen mit Sex, Erotik und Porno. Telefonsex, Webcam, Amateurpornos & Co. KATH.NET hat die Verantwortlichen um eine Stellungnahme ersucht. Auch bei Weltbild.de selber zeigt sich, dass die Bereinigung leider zum Teil nur kosmetischer Natur war. So kann man trotz der Behauptung, dass man ja keine Pornos im eigentlichen Sinne anbiete, nach wie vor genügend einschlägige Angebote wie beispielsweise Girl6, Pornorama oder Feuchte Höhepunkte abrufen. Auch bei buecher.de, einem Portal, an welchem Weltbild mit 33 % beteiligt ist, gibt es noch immer hunderte Sexangebote wie das “Das erste Mal Anal” mit 22 Storys und Erlebnisberichte über Sex „spezial“ oder ein “Gruppensex – Erotik Kurzgeschichten über Gangbang, Orgien, Swingerparty und andere sexuelle Extravaganzen” oder “Vögelbar” oder “Doktorfick”. (KATH.NET verzichtet auf die Angabe der genauen links zu den Artikeln!) Der Borromäusverein ist übrigens „eine Einrichtung der Katholischen Kirche“ und steht im Eigentum von 15 deutschen Bistümern. Dies hat der Borromäusverein am Montag telefonisch gegenüber KATH.NET bestätigt.[…]

Blasphemie, Häresie: Schönborns Coming-out
[…]Eine kirchliche Gelöbnisfeier für eine neue Beziehung nach einer gescheiterten sakramentalen Ehe, das ist in einigen römisch katholischen Pfarren zumindest für Insider durchaus möglich. Neu ist, dass sich der Wiener Erzbischof offen zu dieser Praxis bekennt. „Unter-der-Handreichungen“. Nun hat Kardinal Schönborn in seinem Vorwort zur Oktoberausgabe von „Thema Kirche“ den Lesern den Schwerpunkt zum Thema gescheiterte Beziehungen und die darin enthaltenen Handreichungen persönlich empfohlen. Die Broschüre, die man auf den Folgeseiten findet, wird schon lange von der Plattform WIGE (Wiederverheiratete Geschiedene) vertrieben. Die WIGE verwies immer gern auf die Unterstützung des Kardinals. Nun gibt’s aber endlich auch die offizielle Rückbestätigung – schriftlich. Kern der Handreichung sind fünf Aufmerksamkeiten: Gegenüber den Kindern; gegenüber dem verlassenen Partner; gegenüber der Schuldfrage; gegenüber der Institution der Ehe und gegenüber dem Gewissen. Wenn diese Themen ausreichend geklärt sind, steht – so ist es dieser Broschüre zu entnehmen – einem Gelöbnis und einer Segensfeier nichts im Wege. Ein pastoraler Zugang, der anspruchsvoll ist und nicht billig die Vergangenheit abhakt[…]

Mallorca: Bischöfliche Wahlpropaganda
[…]Der Bischof von Mallorca, Jesús Murgui, hatte die Wähler davor gewarnt, am 20. November Parteien zu wählen, die sich für die Home-Ehe aussprechen. In der Lokalpresse wurde das als unmissverständliche Aufforderung an gläubige Katholiken interpretiert, sich nicht für die sozialistische Partei zu entscheiden. In diesem Zusammenhang verwies die Kirche auch auf das Nein der Kirche zum Thema Abtreibungen. Der Bischof empfahl den Pfarrern der Insel, die Position der Kirche im Gottesdienst deutlich zu machen. Am 20. November finden in Spanien vorgezogene Wahlen statt. In den Umfragen liegt die oppositionelle konservative Volkspartei weit vor den regierenden Sozialisten.[…]

Polen: böses, böses Halloween
[…]Polnische Bischöfe haben den zunehmenden Halloween-Kult in dem katholisch geprägten Land kritisiert. Heidnische Bräuche seien gefährlich, mahnen die Geistlichen nach einem Bericht der Zeitung „Rzeczpospolita“ vom Montag. „Die Kirche warnt davor, sich auf irgendwelche Formen des Okkultismus einzulassen“, sagte der Danziger Erzbischof Slawoj Leszek Glodz. In Polen gehört das kirchliche Totengedenken zu Allerheiligen am 1. November zu den wichtigsten Feiertagen im Jahr. Halloween dagegen wird in der Nacht zuvor gefeiert und hat seine Wurzeln im Volksbrauchtum.[…]

Wie furchtbar: Schweizer Landeskirche verstösst gegen den katholischen Glauben
[…]Das Bistum Chur hat die Unterstützung einer umstrittenen Organisation durch die „Katholische Landeskirche von Graubünden“ als einen schwerwiegenden Verstoß gegen den katholischen Glauben bezeichnet. Am vergangenen Mittwoch wurde von dem Staatskirchenkonstrukt erneut beschlossen, 15.000 Franken an die Beratungsstelle „Adebar“ zu leisten. Dies ist eine Beratungsstelle, die laut Bistum Chur u.a. die Durchführung von Abtreibungen begleitet und die ‚Pille danach‘ als chemischen Weg der Abtreibung propagiert. Die Zahlung erfolgt ausdrücklich gegen den von Generalvikar Martin Grichting am 26. Oktober vorgetragenen Wunsch von Bischof Vitus Huonder. Bischof Vitus Huonder ist sich bewusst, dass er gegen die Entscheidung der Landeskirche nichts unternehmen kann[…]

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