Halloween: Kirchen gegen Zombies


Quelle: edelight.de

Für die einen Gruselspaß, für die anderen Klamauk. Die großen Kirchen sehen ihre Feste von Zombie-Partys überlagert – und starten den Gegenschlag.

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Mit orangenen Luther-Bonbons und Nächten in der Kirche wollen Protestanten und Katholiken ihre Feiertage verteidigen und an den amerikanischen Halloween-Brauch verlorenes Terrain zurückerobern.

„Bei Halloween geht es vor allem um Gruseleffekte“, sagte die evangelische Landesbischöfin Ilse Junkermann. Dieser Tag sei in der europäisch-christlichen Kultur nicht verankert und werde „aus hauptsächlich kommerziellen Interessen lanciert“. Die christlichen Feste zum Reformationstag und Allerheiligen könnten da untergehen, befürchten die Kirchen.

„Süßes oder Saures“, fordern verkleidete Kinder in der Nacht zum 1. November. Die evangelische Kirche bietet ihnen gleich beides: Die orangefarbenen Bonbons mit dem Luther-Kopf gibt es in süß und sauer. Sie sollten zeigen, dass der Reformationstag Anlass zur Freude ist, sagte Junkermann. „Luther hat sich vor mehr als 500 Jahren nicht nur für die Erneuerung der Kirche eingesetzt, er hat die Freude am Leben stark gemacht.“

Halloween sei eine „pastorale Herausforderung“, meinte der Erfurter Domkapitular Gregor Arndt.

Der katholischen Kirche sei das Fest „von außen aufgedrückt“ worden wie etwa auch der Valentinstag am 14. Februar. Eigentlich begehen die Katholiken am ersten November das Fest zu Ehren ihrer Heiligen. Die Kirche habe die älteren Feier-Rechte, meinen viele.

Dabei hat auch Halloween historische Wurzeln in Europa.

Das Fest baut auf keltischen Volksbräuchen am „All Hallows Eve“, dem Vorabend des Allerheiligen-Tages, auf. Aus wissenschaftlicher Sicht könne der Gruselspaß auch nicht auf eine Masche der Konsumindustrie reduziert werden, sagte die Jenaer Volkskundlerin Sabine Wienker-Piepho. Halloween sei über Filme und „Kürbiskulinarik“ in Europa eingeführt worden.
Dazu komme die Lust der Menschen am Maskieren, an Zauberei und – was Kinder angeht – an Süßigkeiten. Zudem erleichtere die spielerische Gruselform den Umgang mit dem Tod.

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3 Comments

  1. Der Eine glaubt an Geister und der Andere an die Trinität und die Wiederauferstehung. Wo ist da der Unterschied?
    Es sind Götzenanbeter allesamt.

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  2. »… Feiertag verteidigen«

    IHR Krissten könne feiern was ihr wollt und ALL DIE ANDEREN können auch feiern was sie wollen. Im üblichen Rahmend er rechtsstaatlichen Ordnung. Ansonsten: Klappe halten.

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  3. Halloween muß für wahre Christen eine echte Provokation sein. Wesentlich schlimmer ist dieser Tag allerdings für Diabetiker ! Sie dürfen die Süßigkeiten ja nicht essen !

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