Luther-Legenden: Vom Blitzschlag bis zum Tintenfass


Auf der Wartburg bei Eisenach hatte der Wuppertaler Ästhetik-Professor Bazon Brock im September 2009 zusammen mit dem Künstler Moritz Götze den legendären Tintenfass-Wurf von Martin Luther nachgestellt. Foto: epd/Ulrich Kneise

Um Martin Luther haben sich im Laufe der Zeit viele Legenden gebildet. Hat der Reformator den Teufel wirklich mit dem Tintenfass bekämpft, ist der Ort reformatorischer Entdeckung tatsächlich die Latrine und wurde der junge Martin wirklich nur aus Dankbarkeit Mönch, weil er einen Blitzschlag überlebt hatte? evangelisch.de hat einige Mythen aufgestöbert.

Von Markus Bechtoldevangelisch.de

1. Legende: Der Reformator wirft mit dem Tintenfass nach dem Teufel

Der Legende nach soll der Teufel Martin Luther im Winter 1521/1522 in seiner Stube auf der Wartburg in Thüringen belästigt haben. Als der Mönch, ganz vertieft in seine Arbeit, ein Kratzen und Schaben hörte, soll er beherzt nach dem Tintenfass gegriffen und gezielt nach der Teufelsfratze geworfen haben, um den zu verscheuchen, der ihn beim Übersetzen der Heiligen Schrift ins Deutsche so störte. So also soll ein blauer Tintenfleck an der Wand neben dem Ofen entstanden sein, wo heute allerdings nur noch ein Loch ist. Niemand aber kann wirklich sagen, was sich damals in der Gästestube auf der Wartburg tatsächlich zugetragen hat. Obwohl Luther von vielen Ereignissen der Burg in seinem Leben berichtet hat, so schwieg er doch über den angeblichen Tintenklecks.

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3 Comments

  1. Einerseits bin ich froh, dass es Luther gab, er hat den Römern nämlich kräftig ins Kraut gesch…en. Andererseits war er selbst ein Frauen- und Judenhasser. Nicht auszumalen wäre der rk-Verbrecherbande nicht ein Prellbock gesetzt worden.

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  2. Der protestantische Religiot Luther ist mir z.B. als Befürworter der Sklaverei in Erinnerung ! Fürwahr ! Eine wahrhaft brüderliche, christliche Haltung !!! Aber was soll man von solchen Leuten auch anderes erwarten, die zwar eifrig im katholischen Dreck wühlten, aber selbst zeitlebens bis über beide Ohren im Dreck verhaftet blieben.

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