Düsseldorf: CDU möchte verbrannte Frauen nicht rehabilitieren


Quelle: tarinera2012.jimdo.com

Halloween-Enthusiasten und Freunden der Akupunktur sei empfohlen, sich in Düsseldorf heute in Mäßigung zu üben, denn das dortige Rathaus bekennt sich offenbar zur Hexenverbrennung und Wahrheitsfindung durch die sogenannte „Nadelprobe“. Während es andernorts üblich ist, Justizopfer auch der Hexenverbrennung posthum zu rehabilitierten, lehnt Kulturdezernent Hans-Georg Lohe (CDU) einen entsprechenden Antrag im Fall zweier 1738 exekutierter Frauen ab.

Von Markus Kompa Telepolis

Die Minderjährige Frau Helena Curtens aus dem Stadtteil Gerresheim war im Alter von 14 Jahren in den Verdacht von Geistersichtungen geraten und wurde schließlich der Eigenschaft als Hexe überführt. Bei einer Leibesvisitation soll eine schmerzunempfindliche Stelle auf der Haut gefunden worden sein, die nicht blutete, als mit einer Nadel hinein gestochen wurde. Dies wertete man als Indiz für ein „Teufelsmal“, was die Verdächtige zum Geständnis bewog, Besuche des Teufels zu empfangen. Deren ebenfalls der Hexerei überführte Nachbarin Frau Agnes Olmans war erst unter der Folter geständig. Sie hatte der Frau Curtens eine naturheilkundliche Schmerzsalbe zur Verfügung gestellt und soll ihr die Furcht vor dem Teufel genommen haben.

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2 Comments

  1. Auch in der Schweiz wurden bis zum 18. Jahrhundert sogenannte Hexen verbrannt..zuletzt nur noch in hinterwäldlerischen Kantonen. Aber die moderne Schweiz versucht mit den absurden Gewaltorgien der damals herrschenden „Gottesmänner“ beider Konfession an Frauen fertig zu werden.

    „Nach dem Kanton Glarus hat nun auch der Kanton Freiburg „seine“ letzte Hexe rehabilitiert, die 1731 verbrannt wurde.“

    http://www.swissinfo.ch/ger/specials/die_schweiz_der_rekorde/europa_rekorde/Hexen_in_der_Schweiz_ein_truebes_Kapitel.html?cid=7462548

    Welches Frauenbild will uns die Dūsseldorfer Männer CDU denn mit dieser perfiden Entscheidung transportieren? …wohl die Denke, die heute noch christliche Frauen eher als „dienende“ Wesen, denn als Gleichberechtigte ausmachen die jede! gesellschaftliche Funktion ausūben können…das dunkle Mittelalter feiert Urständ in der Dūsseldorfer CDU…eine echte Wahlempfehlung…. 😉

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  2. Wenn es nicht so traurig wäre müsste ich lachen, so treibt es mir nur die Zornesröte ins Gesicht. Immer schön nach dem Motto: „Was nicht sein darf, kann auch nicht sein“. C-Parteianhänger sind die Schergen der Kleriker, insbesondere wenn sie staatlich bezahlte Sesselfurzer sind. Pfui Teufel!

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