Zweifel halten den Glauben lebendig. Wers glaubt


Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider mahnt bei der Reformationstagsfeier vor einem „toten Buchstabenglauben“. Foto: PR/André Zelck

Zweifel halten den christlichen Glauben lebendig. Davon ist der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), überzeugt.

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Wie er bei der zentralen Feier der hessen-nassauischen Kirche zum Reformationstag (31. Oktober) in der Lutherkirche in Wiesbaden sagte, werde Glaube ohne Zweifel zur „naiven und lebensfremden Sektiererei“. Zwar seien Gott und der Glaube an ihn größer als der menschliche Verstand; dennoch dürften Zweifel an überlieferten Glaubenswahrheiten nicht verteufelt werden. Schneider äußerte Verständnis dafür, dass sich manche Christen „nach zweifelsfreier Glaubenssicherheit und nach eindeutiger kirchlicher Lehre in unruhigen Zeiten“ sehnten. Doch führe der Verzicht auf kritisches Denken und zweifelnde Fragen zu einem „toten Buchstabenglauben“. Die „Freiheit zum Zweifel“ eröffne hingegen neue Horizonte und verhindere, dass die Kirche das Erbe des Reformators Martin Luther (1483-1546) vergesse – nämlich dass sie ständig reformiert werden müsse.

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4 Comments

  1. Der durchtriebene Oberschwätzer aus dem Revolutzerlager der Christenheit hat mal wieder eine seiner schäbigen Lachplatten aufgelegt. Nicht Zweifel halten den Glauben lebendig. Es ist die Angst. Die eingetrichterte Angst davor, was ihnen nach dem Tod widerfahren könnte ist es, was die Schafe in die Fänge dieser Seelencowboys treibt.

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  2. Das ist ja ein ganz heimlicher Verführer. Er schmückt seine Scheinheiligkeit mit Zweifel um seine Schäfchen einzulullen.
    So kann ein zweifgelnder Gläubiger weiterhin an den Bockmist glauben auch wenn er den Weg des Zweifels entdeckt hat.
    Welch ein falscher Fünfziger.
    Andererseits wird ständig die Ökumene und der Segen des Römischen Reiches eingefordert und dann wird der „Buchstabenglaube“ verteufelt. Der soll sich mal warm anziehen, wenn ihn die Inquisition vorlädt.

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  3. Wenn Zweifel den Glauben lebendig erhalten, dann kann man ja im Umkehrschluß auch die Meinung vertreten, dass Lügen der Wahrheit dienlich sind ! Schon erstaunlich, welchen Mist einige Religioten so von sich geben.

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