Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

War ja klar …
[…]Die katholische Kirche in Deutschland hat das jüngste Straßburger Urteil zu Samen- und Eizellspenden begrüßt. Mit der Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes werde der Schutz der Menschenwürde gestärkt, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Donnerstag in Bonn. Die Richter hätten ein „deutliches Signal gegen eine Verzweckung des Menschen“ gesetzt. Das Straßburger Gericht hatte entschieden, dass das österreichische Verbot von Samen- und Eizellspenden bei der künstlichen Befruchtung nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße. Österreich habe seinen Beurteilungsspielraum weder mit Blick auf das Verbot von Eizellspenden zum Zweck der künstlichen Befruchtung noch mit Blick auf das Verbot von Samenspenden für die In-Vitro-Befruchtung überschritten.[…]

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Klasse: „Der Dunning-Broder Effekt!“

Quelle: spiegel.de

Wie den meisten vermutlich aufgefallen ist, ist einiges los in meinem Blog. Die ganze Aufregung dreht sich um meine Kritik an Henryk Broders Artikel in der Welt. Er hat sich nun zu meiner Überraschung herabgelassen darauf zu reagieren.

Von Ali Arbia Scienceblogs.de

Kurz darauf fiel dann bei mir eine pöbelnde Meute ein, die zwar auf kein einziges Argument einging, aber dafür mit Beschimpfungen, Beleidigungen und Vorurteilen um sich warf und im Zehnminutentakt ausgelutschte Talking Points der islamophoben Szene platzierten.

War vielleicht alles nur ein Missverständnis? Hat vielleicht eine seriöse Quelle versagt? Oder hat Broder vielleicht versucht seinen Artikel wieder ins rechte Licht zu rücken? Oder watschte mich der Mann mit der spitzen Feder in einer eleganten Rechtfertigung ab? Nein, er verlegt sich auf was er am besten kann: Persönliche Beleidigungen.

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Auslaufmodell Scientology?

Scientology Headquarter Berlin, Quelle: Brightsblog

Keine Skandale, keine Aufsehen erregende Aktionen – um Scientology ist es in Deutschland still geworden. Oder trügt der Schein? Wir haben bei einem Experten nachgefragt: Diplom-Psychologe Dr. Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin.

jesus.de

In der Vergangenheit versuchte Scientology alles, um in Deutschland ähnliche Mitgliedserfolge zu erzielen wie in den USA – zum Beispiel kostenlose Nachhilfe für Schulkinder. Die Medien reagierten heftig. Nun scheint es still geworden zu sein. Hat Scientology aufgegeben?

Nein. Natürlich versucht Scientology immer noch mithilfe verschiedener Tricks und Tarnorganisationen an die Leute heranzukommen. Sie haben in der Vergangenheit vieles ausprobiert. Doch momentan haben sie in Deutschland einfach keinen Spielraum. Das liegt daran, dass staatliche und kirchliche Stellen Aufklärungsarbeit betreiben. Außerdem sind die Deutschen eben nicht so einfach zu ködern. Der von Scientology kostenlos angebotene Stresstest beispielsweise ist mittlerweile gut entlarvt. Und auch die Informationen aus dem Internet nutzen die Leute gut. Wir Deutsche sind relativ skeptisch und nicht so einfach bereit, uns locken zu lassen. Nur wegen kostenloser Tests erwerben die wenigsten von uns teure Bücher. Deswegen hat Scientology in den letzten Jahren keinen Zulauf in Deutschland gehabt.

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Jessas Maria! Aufruhr in der katholischen Kirche

Quelle: h8.abload.de

In der katholischen Kirche herrscht Aufruhr: Pfarrer begehren auf, Gläubige fliehen, und einige Renegaten feiern sogar illegale Messen.

Von  Florian GasserZeit.de

Es ist ein Ort, an dem Furchtbares geschehen sein soll – Häresie soll es gewesen sein, zumindest. Ketzer sollen hier die Eucharistie gefeiert haben, ohne für die Erteilung des Altarsakraments geweiht worden zu sein, wie es das katholische Kirchenrecht zwingend vorschreibt. Früher wäre man für dieses Delikt vor einem Inquisitionstribunal gelandet. Heute beschäftigt der Fall immerhin noch ein Diözesangericht in Innsbruck.

Der Ort des Frevels ist ein gemütliches Wohnzimmer in einer Wohnung in Absam. Hier zelebrieren die pensionierte Pädagogikdozentin Martha Heizer und ihr Mann Gert mit Freunden private Messen. Kein Priester ist anwesend. Das rüttelt an den Grundpfeilern des katholischen Glaubensgebäudes.

Die Wände in der alpinen Gottesstube sind holzvertäfelt, am Tisch flackert eine Kerze. In einer Ecke lehnt eine Gitarre neben dem Notenständer. Früher war Gert Heizer Religionslehrer an einem Gymnasium, so wie Ingrid Mayer, die ebenfalls am Tisch sitzt. Inzwischen sind auch die beiden in Pension.

An diesem Donnerstag müssen die Renegaten in der Gerichtskanzlei im bischöflichen Ordinariat zu Innsbruck antreten. Sie sind zu einer »Sachverhaltsdarstellung« vorgeladen. Das häretische Trio hat gar nicht vor, sein abtrünniges Treiben zu leugnen.

Der Aufruhr in Tirol könnte für die katholische Kirche in Österreich zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen. Die Zeichen stehen auf Sturm: Die Pfarrer-Initiative rund um Helmut Schüller ruft zum Ungehorsam gegen die Bischöfe auf. An diesem Wochenende treffen sich die rebellischen Priester zu einer Generalversammlung in Linz. Außerdem rückt eine Laieninitiative mit Reformbegehren den Bischöfen seit geraumer Zeit zu Leibe.

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Deutschland und seine sturen Muslime

Für die Überprüfung des Klischees der Kopftuch tragenden Türkinnen in Deutschland wird viel getan. Die evangelisch.de-Autorin Canan Topçu aber kritisiert, dass sich auch ihre türkishen Landsleute etwas mehr für die christliche Kultur interessieren könnten. Foto: epd-bild/Jörg Löffke/Joker

Die deutsch-türkische Journalistin Canan Topçu kritisiert: Muslime, die sich nicht für das Leben und den Glauben der Christen interessieren, werden nie mündige Bürger dieses Landes.

Von Canan Topçuevangelisch.de

Integration. Interreligiöser Dialog. Auf diese Begriffe reagiere ich inzwischen allergisch. Zur Integration ist alles gesagt und geschrieben, und beim interreligiösen Dialog liegt manches im Argen. Aber nicht alles wird offen ausgesprochen – vielleicht weil ein Schleier der Political Correctness über dem Ganzen schwebt und christliche Partner das „zarte Pflänzchen des Dialogs“ nicht in Gefahr bringen möchten.

Deswegen melde ich mich jetzt zu Wort, wohlwissend, dass ich eine dicke Lippe riskiere. Zunächst möchte ich eines klarstellen: Natürlich überziehe und verallgemeinere ich und tue damit vielen Unrecht. Doch das mache ich nicht, um den Meinigen einen auszuteilen. Islamkritiker aus den eigenen Reihen haben wir zur Genüge. Mir liegt an einer Selbstreflexion.

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Turm der Sinne: Verantwortung als Illusion

Gespannt verfolgten die 500 Gäste die Vorträge | Foto: Kian Bernous, turmdersinne

Ein Bericht vom Symposium des turmdersinne 2011, bei dem es um Moral, Schuld, Strafe und das Menschenbild der Hirnforschung ging.

Von Inge Hüsgendiesseits.de

Wer ein Verbrechen begeht, hätte sich auch anders entscheiden können – oder? Intuitiv gehen wir davon aus, dass wir über einen freien Willen verfügen. Diese Annahme spiegelt sich auch im geltenden Strafrecht wider. Ein Familienvater mit pädophilem Verhalten gegenüber den eigenen Kindern muss demnach bestraft werden. Was aber, wenn sich herausstellt, dass seine Neigungen durch eine Veränderung im Gehirn – einen Tumor – ausgelöst wurden? Und wenn sie mit der Entfernung der Geschwulst verschwinden?

In solchen Fällen wird anders argumentiert: der Täter konnte zum Tatzeitpunkt keine freie Entscheidung treffen, gilt also als nicht verantwortlich für seine Handlung. Ihn trifft keine Schuld und niemand kann von ihm Sühne verlangen.

Aber warum nur dann, fragen viele Neurowissenschaftler und einige Juristen. Aktuelle Forschungsbefunde weisen darauf hin, dass sich unsere Entscheidungen gänzlich auf Gehirnaktivitäten zurückführen lassen. Sie sind damit im Prinzip physikalisch erklärbar und eingebunden in Ursachenzusammenhänge.

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USA: Religiöse Rechte

Der Oktober brachte mehrere Beispiele für Homophobie und den Dauerbrenner Islam, als zum Beispiel der Vertrieb von “halal“ geschlachtetem Fleisch als Vorbote der Scharia interpretiert wurde. Außerdem findet der US-Wahlkampf zwischen Baptisten und Mormonen statt, Adolf Hitler tauchte immer wieder auf und hinter den Katholiken steht Satan. Selbstredend wurde die Occupy-Bewegung verurteilt und für die Wiedereinführung der Todesstrafe plädiert.

Von Lukas MihrHumanistischer Pressedienst

Michael Brown durfte in der Sendung von Mike und Cindy Jacobs ein Drohszenario entwerfen. Da Schwule in der Vergangenheit inhaftiert wurden, hätten sie nun vor, Konservative ins Gefängnis zu werfen. Die Politikerin Sally Kern beschrieb im Gespräch mit David Barton die Todesangst, die sie beschlich, als sie wütende Mails Homosexueller erhielt. (Quelle 1) (Quelle 2)

Auch Bryan Fischer teilte gegen Schwule aus. Anlässlich des im Oktober stattfindenden LBGT-Monats meinte er, dass auch John Gacy, ein pädophiler Triebtäter, und Adolf Hitler, dessen Bewegung fast komplett schwul gewesen sei, bei der Veranstaltung zugunsten HomoBiTransexueller Würdigung finden sollten. (Quelle)

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