Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

War ja klar …
[…]Die katholische Kirche in Deutschland hat das jüngste Straßburger Urteil zu Samen- und Eizellspenden begrüßt. Mit der Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes werde der Schutz der Menschenwürde gestärkt, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Donnerstag in Bonn. Die Richter hätten ein „deutliches Signal gegen eine Verzweckung des Menschen“ gesetzt. Das Straßburger Gericht hatte entschieden, dass das österreichische Verbot von Samen- und Eizellspenden bei der künstlichen Befruchtung nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße. Österreich habe seinen Beurteilungsspielraum weder mit Blick auf das Verbot von Eizellspenden zum Zweck der künstlichen Befruchtung noch mit Blick auf das Verbot von Samenspenden für die In-Vitro-Befruchtung überschritten.[…]

Polit-Religiotin Göring-Eckardt verteidigt kirchliches Streikrecht
[…]Protest gegen Streikverbot bei Kirchen: Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat für heute in Magdeburg zu einer Demonstration gegen das kirchliche Arbeitsrecht aufgerufen. Die Protestaktion steht unter dem Motto „Streikrecht ist Grundrecht – Dem Wettbewerb Grenzen setzen!“ Gemeinsam mit den kirchlichen Mitarbeitervertretungen will sich die Gewerkschaft gegen die Festschreibung des Streikverbots in diakonischen Einrichtungen stemmen. Anlass für die Protestaktion ist die Tagung verschiedener evangelischer Kirchenparlamente in Magdeburg. Bsirske Hautptredner – EKD will sich Demonstranten stellen: Hauptredner der Kundgegebung auf dem Domplatz der Landeshauptstadt ist ver.di-Chef Frank Bsirske. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, die bis nächste Woche in Magdeburg tagt, wird sich den angekündigten Protesten auch stellen. Präses Katrin Görin-Eckardt will den Demonstranten die Position der Kirche zum Steikverbot erläutern[…] Mir kommen gleich die Tränen …

Klasse: Irland schließt Botschaft beim Heiligen Stuhl
[…]Der Vatikan hat gelassen auf die Schließung der irischen Botschaft beim Heiligen Stuhl reagiert. Was zähle, seien die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den Staaten, und diese stünden im Fall Irlands nicht in Frage, heißt es in einer Erklärung von Vatikansprecher Federico Lombardi vom Donnerstagabend. Man habe die Entscheidung der Regierung in Dublin «zur Kenntnis genommen». Es stehe jedem Staat selbstverständlich frei, mit Rücksicht auf seine Möglichkeiten und Interessen zu entscheiden, ob sein Botschafter beim Heiligen Stuhl in Rom oder in einem anderen Land residiere. Irlands Kardinal Sean Brady kritisierte die Entscheidung scharf. Er betonte in seiner Stellungnahme die besondere Bedeutung des Vatikan mit Blick auf internationale Beziehungen sowie die jahrhundertealte Verbindung des irischen Volkes mit dem Heiligen Stuhl. Er hoffe, dass die für beide Seiten positive Kooperation trotz des «bedauernswerten Schrittes» auf Basis eines gemeinsamen Bekenntnisses zu Gerechtigkeit, Frieden, internationaler Entwicklung und Sorge für das Allgemeinwohl fortgesetzt werden könne. Darüber hinaus äußerte er die Hoffnung, dass die irische Regierung ihre Entscheidung so bald wie möglich überdenke. Das irische Außenministerium hatte am Donnerstag die Schließung der Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom sowie seiner diplomatischen Vertretungen im Iran und Osttimor bekanntgegeben. Zur Begründung verwies das Außenministerium auf Sparzwänge im Zuge des Rettungspakets von EU und Weltwährungsfonds für Irland. Das Land wird künftig von einem seiner Botschafter in einer anderen Hauptstadt zusätzlich beim Heiligen Stuhl vertreten[…]

David Berger bringt die Katholiban zum Kochen 😀
[…]Scheinheiligkeit als Instrument im Kampf gegen die Kirche. Seit April 2010 präsentiert sich David Berger als homosexuelles Opfer der Kirche. Die kirchenfeindliche Kampfgruppe mit dem anmaßenden Namen „Wir sind Kirche“ organisiert offensichtlich jetzt seine Auftritte. Berger wirbt dabei für sein Abrechnungsbuch „Der Heilige Schein“, in dem er das Verhängnis seines persönlichen Scheiterns mit unehrlichen Schuldzuweisungen an seine Kolleginnen und Kollegen früherer Tage ummantelt. Scheinheilig ist dabei vor allem Berger selbst, der offenbar über viele Jahre ein Doppelleben führte (vgl. die ausführliche Stellungnahme der „Fördergemeinschaft Theologisches“: „Theologisches“). Berger galt jahrelang als „konservativer“ Theologe und war auch Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift „Theologisches“. Diese Ämter legte er nieder, bevor er sich im April 2010 in der „Frankfurter Rundschau“ als homosexuell bekannte. In dem Artikel sprach er von einer „heuchlerischen, bigotten“ Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität; seine Auffassung der Theologie des Thomas gestatte ihm hingegen eine positive Bewertung von Homosexualität. Der Scheinheiligkeit bleibt Berger nun aber auch nach seinem „coming out“ treu. So wird er laut Wikipedia und Medienberichten als Berater bzw. Lektor der Glaubenskongregation vorgestellt. Tatsächlich zählte er laut Auskunft von Mitgliedern der Glaubenskongregation allerdings niemals zu ihren Konsultoren, die der Heilige Vater beruft. In Wirklichkeit wurde er vor einigen Jahren gebeten, Exzerpte theologischer Fachzeitschriften zu erstellen. Dieser Bitte kam er allerdings niemals nach, so dass sich die Kongregation vor einigen Jahren dann an andere Fachleute wandte. Kardinal Joachim Meisner entzog dem nunmehr einstigen Religionslehrer Berger im Mai 2011 die „Missio“, weil Berger in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebte. Zuvor galt Berger als „ultrakonservativer“ Theologe. So rezensierte er etwa die fünfte Auflage der „Katholischen Dogmatik“ des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller und kritisierte dabei den Autor scharf: Statt die Glaubenslehre nach Maßgabe der mittelalterlichen Scholastik zu gliedern, werde eine „anthropologische Wende“ vollzogen. Sogar die „Befreiungstheologie“ finde ihren Raum (vgl. Theologisches 33, Nr. 10, Oktober 2003). Heute wirft derselbe Berger in Interviews Müller vor, den Piusbrüdern nahezustehen[…]

Jesus, der alte Junkee 😀
[…]Larry Hagman (80), US-Schauspieler, überrascht mit einer sehr eigenen Interpretation der Botschaft Jesu. Er glaube, «dass auch Jesus Drogen genommen hat, als er vor seinem eigentlichen Wirken in der Wüste fastete», sagte Hagman der «Zeit» (Donnerstag). Er könne sich vorstellen, «dass manche der Konzepte und Gedanken, die er später in seine Lehre aufnahm, aus Drogenerfahrungen stammen». Der frühere Hauptdarsteller der US-Serie «Dallas» hält Rauschmittel wie Marihuana oder Pilze nach eigenem Bekunden für durchaus zuträglich: «Dass der Mensch überhaupt zu Imaginationskraft und Erkenntnis fand, beruht, glaube ich, auf der Tatsache, dass irgendein Affe vor ein paar Millionen Jahren halluzinogene Substanzen fraß.» Lediglich Alkohol solle man verbieten, so Hagman, der selbst mit Alkoholismus zu kämpfen hatte. Alkohol mache gewalttätig.[…]

Christlicher Sadomaso-Treff: „Quäle deinen Nächsten“ 😀
[…]Waiblingen – Man könne seine Sexualität auf das Spiel des Quälens und Leidens ausdehnen und dabei ein bekennender Christ sein. Das jedenfalls sagt ein Arbeitskreis von Sadomasochisten, der seit zwölf Jahren besteht und sich am Wochenende bei Waiblingen getroffen hat. Für die Teilnehmer, die aus ganz Deutschland anreisten, gehört es zu einem erfüllten Sexualleben, Schmerzen zu bereiten und Schmerz zu empfinden. Eine besondere Form der Achtsamkeit sei gerade ein Teil dieses Spiels, sagte einer der Teilnehmer beim Pressegespräch am Samstagabend. Wenn man sich vor dem Ausleben des Sadomasochismus (SM) über seine Grenzen verständige und die Gefühle seines Gegenübers respektiere, gehe man im christlichen Sinn sogar achtsamer miteinander um, als das bei gewöhnlich gelebter Sexualität oft der Fall sei, so ihre These. Viele haben Therapien hinter sich. Einer der Initiatoren des Arbeitskreises mit dem Namen „SM und Christsein“ ist zugleich der einzige, der öffentlich genannt werden möchte: Joe Wagner aus Kernen im Remstal, im Hauptberuf Sozialpädagoge. Er brachte vor einigen Jahren einen autobiografisch gefärbten Roman mit dem Titel „Die Umkehrung“ heraus. Darin schildert er seine Hinwendung zum SM. „Ich gehe offen damit um, mein Arbeitgeber weiß Bescheid“, sagt Wagner. Aber selbst wenn der Arbeitskreis jetzt immer wieder Gesprächspartner finde, die Verständnis zeigten: mit bekennenden Sadomasochisten wolle heutzutage immer noch kaum jemand in Verbindung gebracht werden, berichtet ein Teilnehmer. Der Arbeitskreis besteht aus Frauen und Männern im Alter über 30 Jahren. Manche hätten als Jugendliche, manche erst als Erwachsene ihre Hinwendung zum Sadomasochismus entdeckt. Viele haben Therapien hinter sich, bei denen ihnen klar wurde, dass sie ihre Fantasie ausleben müssen. Viele leben in einer festen Partnerschaft. Andere besuchen SM-Parties: „Für uns ist es die einzige Möglichkeit einer ausgelebten Sexualität“, sagt ein Teilnehmer. Kleine Erfolge kann der Arbeitskreis bereits verbuchen: Vor sechs Jahren war die Gruppe erstmals auf dem evangelischen Kirchentag präsent. Man hoffe, noch mehr Kirchenvertreter für die Sache zu gewinnen, hieß es am Samstag. Bisher gebe es von keiner Kirche eine klare Positionierung zu dem Thema. Die Heilige Schrift, da sind die Teilnehmer des Treffens überzeugt, verbiete die Praktiken nicht – „das haben mehrere Gutachten ergeben“.[…]

„Nur Vorteile von UNESCO-Mitgliedschaft Palästinas“
[…]Die katholische Kirche im Heiligen Land begrüßt die Mitgliedschaft Palästinas in der UNESCO. Viele Beobachter sehen in der Aufnahme Palästinas bei der UNO-Kulturorganisation einen weiteren Schritt zur Anerkennung als Staat. Genau deshalb gab es rund um die UNESCO-Abstimmung am vergangenen Montag auch gewichtige Gegenstimmen. Wir haben dazu den Jerusalemer Weihbischof William Shomali befragt. Er kann in der UNESCO-Mitgliedschaft Palästinas nur Vorteile erkennen. „Palästina hat unbestreitbar Dutzende kulturell bedeutende Orte, denken wir an Hebron oder Bethlehem. Zweitens, ich sehe nicht, warum die Aufnahme Palästinas in die UNESCO gegen den Friedensprozess gerichtet sein sollte, wie das die USA oder Deutschland denken. Im Gegenteil, ich meine, die Zulassung Palästinas kann ein Schritt zu Frieden sein, da teile ich die Einschätzung Frankreichs. Die UNESCO ist ein guter Ort, bestimmte Dinge zu diskutieren. In der UNO gilt dagegen ein wenig das Recht des Stärkeren.“[…]

Keine Sau interessiert sich für Papst-Print-Artikel
[…]Christliche Titelthemen in Printmedien scheinen die Leser nicht besonders zu begeistern: Bei der Wochenzeitung „stern“ sorgte das Titelthema mit Papst Benedikt XVI. für den schwächsten Verkauf des Jahres. Auch die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte vor einigen Wochen mit dem Titel „Wer ohne Sünde ist“ den zweitschwächsten Verkaufswert des Jahres erzielt.

 Der „stern“ verbuchte mit dem Titel „Oh Gott“ den schwächsten Kiosk-Verkauf des bisherigen Jahres und die fünftschlechtesten Zahlen seit Start der Heftauflagenmessung durch das Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) Mitte der 1990er Jahre. In der Ausgabe 39 des aktuellen Jahrgangs hatten die Redakteure untersucht, „warum so viel Menschen gläubig sind, sich aber von der Kirche abwenden“. Zugleich war es eine Bestandsaufnahme über die bisherige sechsjährige Amtszeit Benedikt XVI. und die Lage der Kirche in seinem Heimatland. Auch die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte den Papstbesuch zum Anlass genommen, ihn auf die Titelseite seiner Ausgabe vom 15.September zu hieven. Sie widmete dem Papst sechs Seiten der Zeitung. Die Frage, wie der Papst mit Menschen umgehen soll, die an der katholischen Moral scheitern, zieht sich dabei durch die Ausgabe. Die IVW ist eine neutrale Einrichtung, die von den Medienunternehmen, den Werbungtreibenden sowie den Werbe- und Media-Agenturen getragen wird.[…]