DIE LINKE setzt Ausrufezeichen


Quelle: hpd.de

Mit ihrem vom 21.-23. Oktober in Erfurt heiss diskutierten und dann verabschiedeten Parteiprogramm hat DIE LINKE in mehrfacher Hinsicht Ausrufezeichen gesetzt. Korrektur war noch nicht gelesen, als die Kanzlerin sich eines Urthemas der Linken, nämlich des Mindestlohns, bemächtigte. Eines von vielen Themen, welche die Linke seit Jahren anprangert und derentwegen sie stets von anderen Parteigängern heftig beschimpft wird. Ein weiterer Coup ist auch die Aufnahme des Laizismus in das Parteiprogramm. Damit ist die Linke die erste Partei, die so deutlich und sachlich ein fundamentales Prinzip der Demokratie als Leitmotiv ihrer Politik formuliert. Man darf gespannt sein, wann andere Parteien auch so dezidiert dieses Thema aufgreifen.

Von Georg Korfmacherscharf-links.de

Der Schlüssel für diese Offenheit gegenüber allen ist die Laizität. Dazu erklärt DIE LINKE kurz und richtig: „Laizismus bedeutet für uns die notwendige institutionelle Trennung von Staat und Kirche.“ Mit dieser Klarstellung nimmt die Linke allen Schmähreden und Böswilligen den Wind aus den Segeln. Laizität wendet sich gegen niemanden, sie führt vielmehr alle zusammen.

Nach einem erklärenden Exkurs in die Vergangenheit folgt ein erfrischender Hinweis:

„Heute engagieren sich in der LINKEN Christinnen und Christen neben Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften, aber auch Atheistinnen und Atheisten für gemeinsame Ziele und Werte, die in den großen Religionen genauso ihre Wurzeln haben wie in den Ideen der Aufklärung und des Humanismus: Soziale Gerechtigkeit, Frieden, Nächstenliebe und Toleranz.“ Damit ist eindeutig die Meinung der Kanzlerin Merkel relativiert, die in ihrem Land nur solche Menschen sehen möchte, die allein das christliche Kulturerbe akzeptieren.

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Ein Gedanke zu “DIE LINKE setzt Ausrufezeichen

  1. Argus7

    Es ist noch nicht lange her, da habe ich in diesem Blog die Wählbarkeit der Linken (wegen ihrer Stasi-Historie) angezweifelt. Ganz allmählich neige ich dazu, meine bisherige Wertung zu überdenken. Dies auch deshalb, weil sich die militanten Religioten in der SPD (Thierse, Nahles, Gabriel und Co.) gegenüber den laizistischen Forderungen innerhalb der SPD nach wie vor stur stellen. Mal sehen, wie sich die Dinge bis zu den nächsten Bundestagswahlen weiterentwickeln.

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