Ver.di-Chef Bsirske greift die Kirche an

FOTO: PICTURE ALLIANCE / DPA/DPA Trotz vieler Gemeinsamkeiten mit der Evangelischen Kirche ist Ver.di-Chef Frank Bsirske Gegner des kirchlichen Streikverbots

In der evangelischen Diakonie gilt ein Streikverbot. Das hat mit dem besonderen kirchlichen Arbeitsrecht zu tun. Die Gewerkschaft protestiert dagegen.

Von Matthias KamannWELT ONLINE

Normalerweise sind die Gewerkschaft Ver.di und die Evangelische Kirche enge Verbündete. Ob beim Kampf für Mindestlöhne oder bei der Kritik an Managern, stets zieht man an einem Strang. Doch am Freitag griff Ver.di die Kirche frontal an und forderte die Abschaffung des kirchlichen Arbeitsrechts in der Diakonie, die rund 450.000 Menschen in der Alten-, Kranken- und Jugendpflege beschäftigt.

„Theologisch-fundamentalistisch“ nannte Ver.di-Chef Frank Bsirske vor rund 1500 demonstrierenden Kirchenmitarbeitern in Madgeburg jenes Arbeitsrecht, das Streiks untersagt. „Das Streikrecht ist ein Menschenrecht“, rief Bsirske und forderte die Abschaffung des sogenannten Dritten Weges, mit dem die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände ihre Arbeitsverhältnisse auf eigene Weise regeln.

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DIE UNBEGREIFLICHKEIT GOTTES – November Bullshistic

„Würdest du ihn begreifen, es wäre nicht Gott.“ (Hl. Augustinus)

Von P. Bernhard Speringer ORC – kath.net

Im Monat November – den wir auch als den Armen-Seelen-Monat bezeichnen – sind wir als Gläubige mit der Unbegreiflichkeit Gottes konfrontiert, wie zu kaum einer anderen Zeit des Jahres. Wir gedenken unserer Verstorbenen, wir denken oft auch an ihr Leid und ihre Krankheit, die schließlich zum Tod geführt hat. Wir denken an Menschen, die unschuldig Opfer von Verkehrsunfällen wurden oder die der Tod plötzlich und unerwartet getroffen hat. Und in unserer Trauer suchen wir nach Gründen und Erklärungen. Auch die Schuldfrage steht mitten in diesem Trauerprozess wie ein Felsblock, der sich nicht bewegen lässt, der uns den Weg zur Wahrheit und den Blick auf die Güte Gottes versperrt. Denn zumeist finden wir keine Schuldigen und dann muss Gott herhalten. Schließlich ist er allmächtig. Er ist der Herr über Leben und Tod. Warum hat er also den Tod meines Mannes, den Tod meines Kindes, die Krankheit eines geliebten Menschen – warum hat er diesen Schicksalsschlag zugelassen?

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Christliche Fundamentalisten: Für ein unbedingtes Recht auf Leben

Missisippi: Abstimmung über Abtreibung (©yeson26.net)

Im US-Bundesstaat Mississippi soll in einer Verfassungsänderung bereits ein Fötus zur Person erklärt werden. Damit wären Abtreibungen grundsätzlich verboten. Das Volksbegehren hat nach Ansicht von Beoachtern gute Chancen, eine Mehrheit zu finden.

domradio.de

In den USA ist eine dramatische Änderung des Abtreibungsrechts möglich. Im US-Bundesstaat Mississippi entscheiden die Wähler am Dienstag über einen Zusatz zur Verfassung des Bundesstaates. Stimmen die Bürger mit Ja, wäre eine Abtreibung grundsätzlich verboten. Auch bestimmte Empfängnisverhütungsmittel wie die „Pille danach“ wären nicht mehr erlaubt. Der Zusatz zur Verfassung des Bundesstaates, über den abgestimmt wird, würde „jeden Menschen vom Augenblick der Befruchtung an“ als Person klassifizieren. Embryo und Fötus hätten damit das unbedingte Recht auf Leben.

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Hübsche Konvertitin präsentiert hässlichen Islam

Die in Pakistan geborene Sabatina James geht in ihrem Buch "Nur die Wahrheit macht uns frei" mit dem Islam hart ins Gericht Foto: FinePic

Eine Bekehrung vom Islam zum Christentum ist ein radikaler Bruch – wie ein komplett neues Leben. Die attraktive junge Pakistanerin Sabatina James ist diesen Weg gegangen. Aber die Schatten der Vergangenheit holen sie immer wieder ein. Vielleicht rechnet sie deshalb in ihrem neuen Buch „Nur die Wahrheit macht uns frei“ so brutal ab mit einer Religion, die in ihren Augen nur Unterdrückung bedeutet.

pro Medienmagazin

Die Buchvorstellung war durchaus ungewöhnlich: in einem typischen Berliner Salon – private Umgebung, etwa 50 geladene Gäste, darunter einige Journalisten, Kirchenvertreter, Künstler, Lobbyisten, Politiker. Doch was Sabatina James zu erzählen hatte, stand in krassem Widerspruch zu ihrem fröhlichen Wesen und der freundschaftlich-familiären Wohnzimmeratmosphäre. Ihre Themen sind Folter, Entführungen, Mord – alles im Namen des Islam. Die 28-Jährige weiß, wovon sie redet: Sie wurde zwangsverheiratet, erlebte in Koran-Schulen, wie Kinder zu „Gotteskriegern“ im Namen Allahs erzogen wurden, und wurde nach ihrer Bekehrung zum Christentum von ihrer Familie mit dem Tode bedroht. Darüber hatte sie bereits 2004 ein Buch veröffentlicht.

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Heiler Braco verzückt die Massen – das menschliche Placebo

Kann alles und tut wenig: Braco.

«Die Leute schwanken, zittern und weinen»: Im Kongresshaus lässt Heiler Braco seine angeblichen Wunderkräfte wirken. Er bewegt sich dabei auf dünnem Eis.

Von Hugo StammTages Anzeiger

Braco, ein Name, der bei vielen Anhängern der Esoterik und Alternativmedizin die Augen zum Leuchten bringt und ihnen ein verklärtes Lächeln ins Gesicht zaubert. Braco ist alles – und nichts. Er kann alles – und tut wenig. Braco ist ein Phänomen, das Wunder vollbringen soll. Mindestens bezeugen es seine Anhänger. Und davon gibt es viele. In Europa, den USA und Japan. Und in der Schweiz. Dies stellt der Wunderheiler am Sonntag im Kongresshaus unter Beweis, wenn Hunderte, vielleicht Tausende anreisen.

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