Die unchristliche Sozialdemokratisierung und Vergrünung der CDU


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„Die CDU ist eine Ausstiegspartei geworden“
„Schluss mit dem Ausverkauf“ heißt das Buch, in dem vier überzeugte Konservative mit der „Sozialdemokratisierung und Vergrünung“ der CDU abrechnen. Die „Welt am Sonntag“ hat Auszüge veröffentlicht. Einer der Vorwürfe: Angela Merkel setze die Gruppen „Christdemokraten für das Leben“ und „Lesben und Schwule in der Union“ gleich.

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„Ich bin seit Langem ein Anhänger der Kanzlerin. Sie ist eine außerordentlich intelligente, kenntnisreiche und obendrein fleißige Regierungschefin“, schreibt der Historiker Arnulf Baring. Seit ihren „anmaßenden Äußerungen über Thilo Sarrazin“ würde er aber mit zunehmender Geschwindigkeit von Merkel abrücken. Das Bekenntnis zur Wehrpflicht, über Jahrzehnte ein Markenzeichen der CDU, sei achtlos fallengelassen worden. „Völlig entgeistert war ich bei Merkels abrupter Wende in der Atompolitik“, so Baring. Noch kurz zuvor hätte sich die Bundeskanzlerin klar zur Kernkraft als Brückentechnologie bekannt. Über Angela Merkel schreibt er weiter: „Weil die DDR eine von ihr nicht zu beeinflussende fixe Größe war, musste sie immer darauf achten, Schritt für Schritt weiterzukommen, ohne politisch anzuecken. Diese inhaltsarme, aber höchst effiziente Form, sich den Weg durch alle Schwierigkeiten zu bahnen, kennzeichnet sie. Das ist ihre Stärke und Schwäche zugleich.“

Auch Mechthild Löhr, Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), eine Gruppe innerhalb der CDU, die sich vor allem für den Schutz des menschlichen Lebens bei Fragen wie Abtreibung und Sterbehilfe einsetzt, übt scharfe Kritik an Merkel. Sie erinnert sich an ein Gespräch, dass sie 2001 mit der heutigen Bundeskanzlerin geführt habe. „Wir sagten, dass die Parteiführung unser Anliegen des Lebensschutzes nicht angemessen unterstütze. Darauf antwortete Merkel sinngemäß: ‚Ach, wissen Sie, das mit der CDL ist wie mit der LSU, den Lesben und Schwulen in der Union. Sie sind eben beide gleichermaßen Sondergruppen, die zur Union gehören.'“ Löhr habe Merkel darauf hingewiesen, dass die CDL gut 5.000 Mitglieder repräsentiere, während die LSU zu jenem Zeitpunkt „wohl recht klein und frisch gegründet“ gewesen sei. „Wir vertreten den Lebensschutz jedes Einzelnen, das ist ein Menschenrecht, während die Vertreter der LSU im Grunde dafür kämpfen, dass die familienpolitisch nicht gerade relevante Homosexualität größtmögliche staatliche Unterstützung erfährt“, habe sie Merkel erklärt, die daraufhin geantwortet habe: „Für mich besteht die Identität der Union in der Offenheit für die Pluralität der Meinungen.“ Die Frage des Lebensschutzes, so Löhr, sei „schicksalhaft“ und sollte für die Union höchste Priorität haben.

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4 Comments

  1. @Argus7

    Angela Merkels bewiesene Fähigkeit zu überraschenden 180-Grad-Wendungen in der Politik lassen die Prognose zu, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis ihre CDU die LINKE in nicht allzu ferner Zukunft links überholen wird.

    Ich bin mir nicht mehr so sicher, _wo_ ich es gehört habe, ich denke aber es war – wie so oft – Urban Priol als Anstaltsleiter, der eine 180° Wende als „ein MegaMerkel“ bezeichnete. Merkel hat es nach meiner Zählung in verschiedenen Bereichen zusammen genommen schon auf mehr als 10 MMk gebracht.

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  2. Tja, nun, die CDU/CSU sind auch schon seit mindestens 1962 eine Ein-Thema-Partei:

    Klappe halten,
    keine Fragen stellen,
    lass uns nur machen.

    – Spiegel-Affäre
    – Ehrenwort
    – Schwarzgeld
    – …

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  3. Angela Merkels bewiesene Fähigkeit zu überraschenden 180-Grad-Wendungen in der Politik lassen die Prognose zu, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis ihre CDU die LINKE in nicht allzu ferner Zukunft links überholen wird.

    Nichts gegen ihre Wendefähigkeiten. Man muß sich lediglich die Frage stellen, weshalb sie nicht gleich von Anfang an die richtige Einstellung zu den diversen politischen Themen gefunden hat ? Das allerdings hätte die Fähigkeit zur politischen Analyse vorausgesetzt, an der es ihr zu mangeln scheint. Das erinnert mich an die Wendezeit mit ihren vielen eilfertigen Wendehälsen ! Die Wendefähigkeit scheint bei Politikern aus dem Osten unseres Landes besonders ausgeprägt zu sein. Zumindest Angela Merkel scheinen die rasanten Spurwechsel offenbar im Blut zu liegen. Gut möglich, dass sie ein solcher Spurwechsel auch mal aus der Kurve tragen könnte. Zum Beispiel anläßlich der nächsten Bundestagswahl in 2013.

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