Ein Verfassungsrichter, ein liebes Kreuz und die böse Burka


Man möchte meinen Verfassungsrichter hätten wichtiges zu tun. Wichtig im Sinne, von grundgesetzlicher Rechtssprechung, aber nein, scheint nicht so zu sein. Jedenfalls nicht beim Verfassungsrichter Udo Di Fabio. Es juckt den Mond nicht, welcher Konfession oder Weltanschauung bundesdeutsche Verfassungsrichter anhängen. Und uns ebenso wenig. Di Fabio posaunt nun sein christliches Credo in die Welt hinaus, wollte eigentlich niemand wissen, völlig uninteressant. Lassen wir ihn zu Wort kommen:

Udo Di Fabio

Die Bedeutung des Kreuzes muss erklärt werden. Ein Kreuz alleine kann nicht indoktrinieren.

Richtig. Man kann ja so ein Kreuz auch nehmen und jemanden über den Schädel ziehen. Dann ist es Tatwaffe. Von Glück können wir reden, dass Jesus, so es ihn denn je gab, am Kreuz starb, nicht am Galgen, der Guillotine oder mit der Garotte erwürgt wurde. Rechtssprechnung unterm Galgen oder dem Fallbeil hätte doch etwas. Also, das Kreuz indoktriniert nicht, die seit mehr als 1500 Jahren in die Köpfe geprügelte irrationale Weltanschauung schon. Weltanschaulich neutral betrachtet könnte es sich ja auch um ein Fensterkreuz handeln oder ein Radkreuz. Purpurgwandete Richter unterm Fensterkreuz? Steht zu befürchten das Herr Di Fabio bei der Urteilsfindung gar metaphysisch, irrational vorgeht. Ich denke, dass sich kaum Juristen finden lassen, die sich auf die Metaphysik verlassen würden. Stellt diese doch jedwede Rechtsstaatlichkeit in Frage.

Di Fabio

Der Staat als Repräsentant einer pluralistischen Gesellschaft dürfe «keine Kraft sein, die aktiv auf Säkularisierung drängt»,…

Da muß man sich doch ernsthaft Sorgen um den Geisteszustand des Verfassungsrichters machen. Wenn der Staat, pluralistisch ist, wie will er denn die verschiedenen Weltanschauungen, Religionen und Kulturen handhaben, bei Nichteinhaltung der gebotenen Neutralität?

Eine Burka könne durchaus indoktrinierend wirken, aber gewiß doch Herr Di Fabio, das ist der Sinn und Zweck von Reizwäsche. Vielleicht demnächst Rechtssprechung am Bundesverfassungsgericht unter einem dicken, fetten, grinsenden Buddha, oder ein feines mit Reis fabriziertes Mandala. Oh HERR, wirf Hirn nach Karslruhe.

Quelle: kath.net

3 Comments

  1. Sehr selten haben Urteile des Verfassungsgerichts mit meinem Rechtsverständnis übereingestimmt. Ganz im Gegenteil. Was will aber auch von einem Gericht erwarten, in dem solche Richter wie Udo Di Fabio sitzen. Richter und Politiker, die die Trennung von Staat und Kirche in ihrem Amt nicht befolgen gehören entfernt, da sie das Gesetz verletzen. Das Wort Rechtsstaat wird hier mit Hohn und Spott übergoßen und mit Füßen getreten.

    Die Konkordate müssen aufgekündigt werden!

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  2. Verfassugsrichter Di Fabio’s Kapitulation vor einer immer noch herrschenden Macht in Deutschland -der römischen Kirche- deren staatlichen Privilegien er als Verfassungsrichter gegen die Minderheiten verschiedener Andersgläubigen und die Mehrheit der Agnostiker vehement verteidigt.

    Obwohl nicht mehr legitim – verteidigt de Fabio damit die vom NAZI Adolf Hitler 1933 im Reichskonkordat dem Vatikan auf Kosten des deutschen gemachten gemachten Privilegien gegen die Begehrlichkeiten eines modernen Volkes.

    Beim kürzlichen „Staatsbesuch“ unseres „bairischen Stellvertreter Gottes auf Erden im Vatikan“ Benedikt xvi alias Josef Ratzinger bekam das Bundesverfassungsgericht in einem Freiburger Priesterseminar ja noch mal eine Epistel zu diesen ewiglichen Privilegien auf Kosten der deutschen Steuerzahler. Als Gegenleistung wird Sonntags in gewissen Bischofskirchen für das deutsche Volk gebetet. 😉

    De Fabio steht als Verfassungsrichter in der Rechtsnachfolge des deutschem Reiches….leider reagiert er reagiert wie damals zum Thema Kruzifix, obwohl es heute ein anderes Volk gibt, dass sich sogar erdreistete „wir sind das Volk“ zu rufen.

    Als Alfred Rosenberg – der Chefideologe der NAZIs – Mitte der 30er Jahre die Entfernung von Kreuzen aus öffentlichen Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen durch das NAZI Regime forderte, bürstete ihn Adolf Hitler auf der Münchener Gauleitertagung 1936 mit den Worten ab:

    „Im übrigen sage ich Ihnen, dass etwa die katholische Kirche die Lebenskraft besitzt, die unser aller Leben, die wir hier zusammen sitzen, überdauern wird.“

    Quelle: Historiker Karl Heinz Deschner, Mit Gott und dem Führer, Kiepenheuer und Witsch S.3

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    Wir sehr Hitler mit seiner Beurteilung der katholischen Kirche richtig lag, bweist di Fabio’s Tingeltour zu den vom Volk so sehr verunsicherten Priestern; denn das Haltbarkeitsdatum dieses Monstrums Reichskonkordat ist abgelaufen.
    😉

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