Mississippi: Evangelikale scheitern


Missisippi: Abstimmung gegen Abtreibung gescheitert (©yeson26.net)

Im US-Bundesstaat Mississippi ist ein radikales Abtreibungsverbot gescheitert. Nach Medienberichten stimmten bei einem Volksentscheid am Dienstag rund 60 Prozent der Wähler gegen einen Zusatz zur Verfassung des Bundesstaates, demzufolge „jeder Mensch vom Augenblick der Befruchtung an“ als Person gelten sollte.

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Der Passus in der Verfassung hätte zur Folge gehabt, dass Embryonen und Föten ein unbedingtes Recht auf Leben gehabt hätten. Auch bestimmte Verhütungsmittel wie die „Pille danach“ wären nicht mehr erlaubt gewesen.

Befürworter legaler Abtreibungen hatten die Vorlage als „extrem“ bezeichnet. Die Polizei solle laut Entwurf sogar ermitteln dürfen, wenn eine Frau eine „verdächtige“ Fehlgeburt erleide, warnte das „Zentrum für reproduktive Rechte“. Die Initiative war allerdings auch bei moderaten Abtreibungsgegnern umstritten. So zeigte sich auch der römisch-katholische Bischof von Jackson (Mississippi), Joseph Latino, skeptisch: Die Vorlage schade Bemühungen gegen Abtreibungen auf nationaler Ebene.

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