Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Göring-Eckardt, Polit-Religiotin par excellence
[…]Als „fromm und politisch“ wertet die Präses der EKD-Synode, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), den Verlauf der Magdeburger Tagung des „Kirchenparlaments“, die am 9. November nach vier Tagen zu Ende geht. Die 126 Synodalen hätten sich mit zwei Schwerpunkten beschäftigt – der Mission und dem kirchlichen Arbeitsrecht. Die öffentliche Resonanz habe gezeigt, dass die Frage, wie christlicher Glaube heute Sprache und Gestalt gewinnen könne, mit großer Aufmerksamkeit wahrgenommen werde, erklärte sie vor Journalisten. Die an einer Stimmbandentzündung erkrankte Präses betonte in einer schriftlichen Erklärung, dass es bei Mission um mehr gehe als um die Bewältigung kirchlicher Mangelerscheinungen oder eine Strategie zur Mitgliedergewinnung: „Das Evangelium ist der Grund, der uns Krisen anders sehen und anders mit ihnen umgehen lehrt.“ In einer krisenhaften Welt voll Verunsicherung, sei Trost für verängstigte Seelen und die Überwindung von Angst nicht nur für Christen wichtig, sondern für die gesamte Gesellschaft. Den Synodalen liegt der Entwurf für eine „Kundgebung“ zum Thema Mission vor. Dabei handelt es sich um eine an die Öffentlichkeit gerichtete Erklärung, die mit Zweidrittelmehrheit verabschiedet werden muss[…]

Kotz …
[…]Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch hat sich zuversichtlich gezeigt, dass das gute Verhältnis zwischen Staat und Kirche Bestand haben wird. Evangelische und katholische Bischöfe seien sicher, dass es „unabhängig von Personen und Parteien zugunsten des Wohles der Bürgerinnen und Bürger“ fortdauern werde, sagte er beim Jahresempfang der katholischen Bischöfe in Baden-Württemberg am Mittwochabend im Neuen Schloss in Stuttgart. „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass die Spitzen eines Bundeslandes bekennende Christen sind“, sagte Zollitsch unter Bezug auf Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Dies sei gerade in heutiger Zeit ein wichtiges Zeichen, für das er dankbar sei.[…]

Wieder eine Lüge aufgedeckt: Friedliche Revolution kam nicht aus der Kirche
[…] Die friedliche Revolution 1989 in der DDR kam nicht „aus der Kirche“. Diese Auffassung vertritt der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn (Berlin), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zum Tag des Mauerfalls am 9. November vor 22 Jahren. Jahn zufolge ist das SED-Regime nicht mit Kerzen und Gebeten gestürzt worden, sondern durch die politischen Forderungen und „machtvollen Demonstrationen der Bürger auf der Straße mit ihren politischen Forderungen“. Die evangelische Kirche sei sowohl ein Hort des Widerstands als auch eine Stütze des Staates gewesen: „Die Kirche hat den Raum gegeben, damit sich Menschen austauschen, aber sie hat die Menschen gleichzeitig diszipliniert, damit sie mit ihren Forderungen an den Staat nicht zu weit gehen. Dieser Doppelrolle muss sich die Kirche bewusst werden.“ So seien Organisatoren der Montagsgebete in Leipzig 1988/89 von der Kirchenleitung „weggedrückt und zensiert“ worden. Stolpe hat „mit dem SED-Politbüro gekungelt“: Kritik übte Jahn am ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe (SPD). Dieser habe noch 1989 in seiner Funktion als evangelischer Konsistorialpräsident in Ost-Berlin erklärt, die DDR brauche keine neuen Strukturen. Zwar habe Stolpe viele Verdienste für die Arbeit der Opposition. Trotzdem stelle sich die Frage, ob es immer im Interesse der Betroffenen gewesen sei, wenn er über deren Köpfe hinweg mit dem Staat verhandelt habe. So habe Stolpe „mit dem SED-Politbüro gekungelt, um eine Pressekonferenz zu verhindern, in der über die Übergriffe durch Staatssicherheit und Polizei gegen Demonstranten im Oktober 1989 berichtet werden sollte.“ Offensichtlich habe Stolpe konspirativ mit der Stasi geredet. „Jedenfalls hat der Berliner Bischof Gottfried Forck (1923-1996) erklärt, dass er als Dienstherr von Stolpes Gesprächen mit der Stasi nichts wusste“, so Jahn. Zudem habe Stolpe es in seiner Zeit als Ministerpräsident des Landes Brandenburg versäumt, für transparente Verhältnisse zu sorgen. Während seiner Amtszeit habe das dortige Innenministerium Stasi-Karrieren ermöglicht, „obwohl belastende Unterlagen aus unserer Behörde längst vorlagen. Die Stasi-Dokumente wurden in kleinen Kungelrunden ausgewertet, anstatt damit eine öffentliche Diskussion zu führen“. Erst lange nach der Amtszeit Stolpes als Ministerpräsident sei in Brandenburg 2010 eine Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur eingesetzt worden. Zweite Chance für frühere Stasi-Mitarbeiter: Jahn sprach sich dafür aus, ehemaligen Stasi-Mitarbeitern eine zweite Chance zu geben. Die Voraussetzung dafür sei aber, „dass die Karten auf den Tisch kommen“. Denn Aufklärung sei die Grundlage für Versöhnung. Jahn: „Das christliche Gebot, barmherzig zu sein, führt über den bitteren Weg der Erkenntnis. Ein Täter, der Vergebung erfahren will, muss sich zu seinen Taten bekennen und auf die Opfer zugehen. Die meisten Täter wollen jedoch einfach zur Tagesordnung übergehen. Eine zweite Chance ohne Einsicht kann es jedoch nicht geben.“[…]

Darf man eigentlich „Zehn kleine Negerlein“ noch singen??
[…] „Astrid Lindgren erklärt Pippis Hang zur Lüge mit ihrem langen Aufenthalt in Afrika und ihre Verrücktheiten mit ihrer Nähe zu den ‚Negern‘“, sagte die evangelische Theologin Eske Wollrad über das bekannte Kinderbuch von Astrid Lindgren. Mehrfach verneigten sich im Taka-Tuka-Land schwarze Kinder mehrfach unterwürfig vor der weißen Pippi Langstrumpf. Pippi Langstrumpf sei deshalb ein „klassisches Beispiel“ für Rassismus in Kinderbüchern. Dies berichtete die Berliner Morgenpost. Wollrad ist promovierte Theologin mit den Forschungsschwerpunkten Rassismus sowie Feministische Theologie. Der Oetinger-Verlag, der die Astrid-Lindgren-Bücher auf dem deutschen Markt vertreibt, hatte bereits im Jahr 2009 die als diskriminierend empfundenen Bezeichnungen „Neger“ und „Zigeuner“ gestrichen, berichtete wiederum „Die Presse“ bereits vor einem Jahr. Dem waren allerdings jahrelange Korrespondenzen vorausgegangen, denn Astrid Lindgren wollte diese Änderungen nicht und nach ihrem Tod im Jahr 2007 lehnte auch ihre Erben die Änderungen zunächst ab. Doch habe es immer wieder Beschwerdebriefe von Eltern gegeben. Eine Sprecherin der Verlages sagte dazu: Wenn ein Wort „nicht mehr im historischen Kontext gesehen werden kann, sondern nur noch als Schimpfwort“, dann sei eine Veränderung des Textes notwendig. Vorwürfe der Diskriminierung werden auch an andere Kinderbücher herangetragen und man muss sie ernst nehmen. Textänderungen an bestehenden Werken können dabei durchaus hilfreich sein und sind einer völligen Verurteilung von Kinder-Weltliteratur immer noch vorzuziehen. Noch besser wäre es allerdings, wenn Eltern und Erzieher die Bücher der Kinder einfach ebenfalls lesen und das Gespräch darüber suchen würden.[…]

Ohne Polit-Religiotie geht anscheinend nichts mehr …
[…]Respekt für ihr öffentliches Bekenntnis zum christlichen Glauben hat die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig (Schwerin) bei der EKD-Synode in Magdeburg von führenden Repräsentanten der evangelischen Kirche und vom politischen Gegner erhalten. Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern sprach am 8. November bei einem Empfang ihrer Partei für die „Kirchenparlamentarier“. Dabei berichtete die 37-jährige Protestantin, die in der DDR konfessionslos aufgewachsen ist, dass sie sich mit ihrem Ehemann und ihren Sohn Ende Juli vorigen Jahres im Schweriner Dom habe taufen lassen. Zu ihrer Hinwendung zum christlichen Glauben hätten maßgeblich Christen beigetragen, die einen „fröhlichen Glauben“ lebten und sich sozial engagierten, sagte sie. Der Glaube dränge zu politischem Handeln für Schwächere. Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben: Politisch kam sie auf die Reform der Pflege zu sprechen. Mecklenburg-Vorpommern sei im Blick auf die Alterung und Entvölkerung der Entwicklung in Gesamtdeutschland voraus. Man müsse sich um tragfähige Lösungen insbesondere für den ländlichen Raum bemühen. In diesem Zusammenhang bezeichnete sie es als einen Skandal, dass die Bundesregierung einerseits ein „Jahr der Pflege“ ausgerufen habe, aber andererseits die Reform aufschiebe. Schwesig dankte den „vielen hunderttausenden Christen“, die sich in der Pflege engagieren. Dankbar äußerte sie auch für den Dialog mit den Kirchen und zitierte das Bibelwort „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7). Beckstein: Glaube ist mehr als Politik: Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU), der als Vizepräses der EKD-Synode für die an einer Stimmbandentzündung erkrankte Präses Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) sprach, zollte Schwesig Anerkennung dafür, dass sie sich als Erwachsene habe taufen lassen und sich öffentlich zum Glauben bekenne. Dies sei auch ein Ausdruck für die Aktualität des Schwerpunktthemas „Mission“, mit dem sich die EKD-Synode als Schwerpunkt beschäftigt. Der Glaube sei mehr als politische Unterschiede und die Kirche mehr als Parteigliederungen, sagte Beckstein. In der Kirche arbeiteten Christen zusammen, auch wenn sie ansonsten über politische Fragen streiten. Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), dankte insbesondere für SPD-Politiker, die sich zu ihrem Glauben bekennen[…]

1 Comment

  1. Wer soviel Bullshit quasselt wie die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt braucht sich nicht zu wundern, wenn ihre Stimme irgendwann mal den Dienst versagt ! Möglicherweise hat Gott sie davor schützen wollen, dass ihre religiös begründete Beschränktheit bei den Wählern nicht gar so offenkundig auffällt.

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