Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Ach du heiliges Spaghetti-Monster! 😀
[…]Punk-Ikone Nina Hagen (56) lebt im Zölibat. «Ich möchte nicht mehr einem Mann gefallen müssen», sagte Hagen der «Bild»-Zeitung vom Freitag. «Eine körperliche Mann-Frau-Beziehung will ich nicht mehr.» Vor dem Älterwerden fürchtet sich die Sängerin nicht. «In einem alten Gesicht steckt doch mehr Schönheit als in einem jungen. Frauen, die nur an sich rumschnippeln lassen, finde ich peinlich.» Hagen, die sich 2009 taufen ließ, sieht sich stets mit Gott verbunden. «Wann immer ich es schaffe, gehe ich sonntags in die Kirche.»[…]

Judenhass in den Kirchen
[…]Berlin – Im Antisemitismusbericht der Bundesregierung wird den Kirchen vorgeworfen, nicht konsequent genug gegen Judenhass in den eigenen Reihen vorzugehen. Zugleich betont der Bericht jedoch, dass die offizielle Lehre der Kirchen dem Antisemitismus keinerlei Grundlage mehr biete. Im Fazit der Studie, die am Donnerstag in Berlin bekanntwurde, wird die Frage gestellt, ob in der Kirche ‚die kritische Auseinandersetzung mit der Tradition des christlichen Antijudaismus‘ weit genug gehe. ‚Erreicht, so ist etwa zu fragen, der christlich-jüdische Dialog wirklich die Basis der Kirchenmitglieder?‘, heißt es in dem Bericht. Die Frage, ‚ob und in welchem Ausmaß innerhalb der Kirchen möglicherweise ein gewisser latenter Antisemitismus auszumachen ist‘, sei legitim und bedürfe einer Antwort. Ein unabhängiger Expertenkreis hatte aufgrund eines Bundestagsbeschlusses im Auftrag des Innenministeriums den 200-seitigen Bericht erstellt.[…]

Österreich: Staatskohle an die Kirchen
[…]“Schulen mit katholischem Religionsunterricht dienen nur dazu, die Kinder zum Christentum zu bekehren.“ Heinz Oberhummer, Physiker, Wissenschaftskabarettist und Mitinitiator des „Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien“ hat wenig Freude mit der Tatsache, dass Kirche und Staat immer noch durchaus eng verflochten sind. Oberhummer ist mit dem deutschen Sozialforscher Carsten Frerk angetreten, um sich die „historisch erklärbaren, aber einem modernen Staat nicht mehr angemessenen“ Strukturen vorzuknöpfen. Keineswegs wollen die beiden sich als Kirchenhasser verstanden wissen. Religion sei aber Privatsache, und da sei es ungerecht und unchristlich, dass die Kirchen sich für die eigenen Ziele aushalten lassen. Und das nicht zu knapp, monieren sie. Herausgepickt haben die Herren sich die konfessionellen, nicht nur katholischen Bildungseinrichtungen. Der größte Teil der staatlichen Zuwendungen fließe hier indirekt, so die beiden Professoren bei einer Pressekonferenz: Wie in Deutschland finanziere auch Österreich die Religionslehrer und die Unterrichtsmaterialien für den konfessionellen Religionsunterricht: Der monetäre Aufwand dafür dürfte bei 336 Millionen Euro jährlich liegen. Daneben finanziere die Republik die Lehrergehälter für konfessionelle Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht mit 224 Millionen Euro jährlich. Eine Milliarde jährlich: Aber nicht nur der Religionsunterricht würde auf Kosten der Steuerzahler gehen. Auch die konfessionellen Kindergärten und Horte würden mit rund 300 Millionen Euro im Jahr unterstützt, ebenso die theologischen Fakultäten, die pädagogischen konfessionellen Hochschulen und die Pensionen des ausgeschiedenen Lehrpersonals aller zusammen. Oberhummer und Frerk kommen jedenfalls auf eine stattliche Summe von rund einer Milliarde Euro, die jährlich in die entsprechenden Bildungseinrichtungen in Österreich fließen würden. Genaue Zahlen liegen nicht vor, die Beträge sind Kostenschätzungen und Hochrechnungen. Für Deutschland hat Carsten Frerk im Vorjahr eine genaue Aufstellung in einem „Violettbuch Kirchenfinanzen“ versucht. Eine vergleichbare Publikation ist für Österreich im kommenden Jahr geplant[…]

Kardinal Marx sollte besser seine Klappe halten …
[…]Eine Lohnuntergrenze dürfe aber nicht dazu führen, „dass ganze soziale Schichten mit einem Mindestlohn ,abgespeist‘“ werden: „Die Verwirklichung von Armutsüberwindung sowie Beteiligungs- und Chancengerechtigkeit braucht weitere Anstrengungen“, betont Marx. Der Mindestlohn sei schließlich „kein Allheilmittel, das eine weitergehende sozial- und arbeitsmarktpolitische Diskussion überflüssig macht“. Zugleich warnt Kardinal Marx vor möglichen „negativen Folgen“ einer Lohnuntergrenze: „Wird der Mindestlohn zu hoch festgelegt, verdrängt er bestehende Arbeitsverhältnisse. Denn dann kosten die Beschäftigten das Unternehmen mehr als sie erwirtschaften. Ist er zu niedrig, dann verfehlt er sein Ziel. Entscheidendes Kriterium für einen Mindestlohn ist also seine Höhe.“ Kardinal Marx gibt zu bedenken, „dass ein Mindestlohn nur das Auskommen eines Arbeitnehmers, aber unter den heute gegebenen Umständen nicht einer gesamten Familie sicherstellen kann“. Deshalb müsse zur Vermeidung von Armut „der Blick auf ein Mindesteinkommen gerichtet werden, das auch soziale Transferleistungen beinhaltet, die insbesondere die Situation von Familien berücksichtigen“. Vordringliches Ziel müsse bleiben, „die Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Normalarbeitsverhältnisses zu ermöglichen“. Für gering Qualifizierte oder vielfältig Beeinträchtige „kann es dabei zielführend sein, durch Zuschüsse zu den Lohnkosten, also durch Kombilöhne, Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen“[…]

Ungehorsam wächst
[…]Die Pfarrerinitiative hat mit Wolfgang Pucher einen prominenten Neuzugang. Der Grazer Priester und Initiator der Vinzi-Werke, die sich um Obdachlose kümmern, ist neues Mitglied der Initiative. Der Verein mit Helmut Schüller an der Spitze macht sich für Kirchenreformen stark. Zuletzt hat er mit einem „Aufruf zum Ungehorsam“ für Aufsehen gesorgt. „Die meisten Forderungen lebe ich ohnehin schon länger“, sagt Pucher zur „Presse“. So spende er Wiederverheirateten die Eucharistie und lasse Laien (speziell einstige Priester, die geheiratet haben) Wortgottesdienste halten. „Frauen dürfen bei mir in der Kirche ihre Gedanken zum Evangelium und zum Glauben sagen. Das kann man Predigt nennen oder auch nicht“, erklärt Pucher[…]

Verleger Dirk Ippen wurde mit Luther-Rose für Religiotie, äh Unternehmercourage ausgezeichnet
[…]Der Preisverleihung in Berlin vorangegangen war eine Debatte über die Frage, ob sich „die Freiheit eines Christenmenschen und die Freiheit der Wirtschaft“ überhaupt vertragen. Dazu diskutierten die Unternehmer Friedhelm Loh, der Bionade-Hersteller Peter Kowalsky, der Grünen-Politiker Sven Giegold und der Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), Reinhard Bingener. Loh erklärte, wie er bei Schwierigkeiten im Unternehmen vorgeht: „Das erste, was ich tue, ist beten.“ Dann suche er sich Rat bei Menschen, die sich mit dem entsprechenden Themengebiet auskennen. Optimal empfände er es, wenn diese zugleich auch Theologen seien. „Davon haben wir aber nur sehr sehr wenige“, führte Loh fort. Kowalsky erklärte, gutes Unternehmertum setze gute Produkte voraus. Firmen könnten nur dann überleben, wenn sie auch als zuverlässig anerkannt würden und der Unternehmer „nicht nur an sich selber denkt“. So könne er etwa nicht nachvollziehen, wie jemand beispielsweise Alkopops herstellen könne. „Da muss man schon skrupellos sein“, sagte er im Hinblick auf die oft jungen und maßlosen Konsumenten der süßen Alkohol-Misch-Getränke[…]

Kein Fußball auf Dortmunder Weihnachtsbaum, basta
[…]Die Stadt erklärte am Freitag, dass die Idee vom Tisch ist. Die Vorbereitungen für den Markt laufen schon; Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) schloss sich mit dem verantwortlichen Gerüstbauunternehmen kurz. Nun wird wieder ein Weihnachtsengel die Spitze zieren. Der Fußball hingegen könnte bei der „nächsten Meisterfeier zum Einsatz kommen und danach vielleicht seinen Platz im DFB Fußballmuseum finden“. Dortmunder Kirchenvertreter hatten im Vorfeld den Fußball anstelle eines Engels auf Deutschlands höchstem Weihnachtsbaum aus echten Bäumen in Dortmund abgelehnt. Er finde die Aktion peinlich, sagte der Vorstandsvorsitzende der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund, Paul-Gerhard Stamm, dem epd. Bei der katholischen Stadtkirche hieß es, man betrachte die Entscheidung für den Ball zwar „nicht gerade mit Entsetzen, aber mit einem gewissen Unverständnis“. Der Weihnachtsbaum sei zwar nur ein Werbegag, „doch einen Engel hätten wir passender gefunden“, hatte Sprecher Michael Bodin vor dem Einlenken der Stadt gesagt. „Die religiöse Dimension von Weihnachten und Fußball passt für uns nicht zusammen.“[…]

Ach wie putzig: „Kirche wie Dornröschen eine in den Schlaf gefallene Schönheit, die wieder wachgeküßt werden wird“
[…]Mit dem Titel “Dornröschen. Warum die Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in eine Krise geriet. Warum sie sich wieder erholen wird“ (der italienische Originaltitel: La Bella Addormentata – Perché dopo il Vaticano II la Chiesa è entrata in crisi. Perché si risveglierà) ist soeben in Italien ein neues Buch von Alessandro Gnocchi und Mario Palmaro im Verlag Vallecchi erschienen. Die beiden katholischen Autoren versuchen darin eine Antwort auf die Frage zu geben, warum sich die katholische Kirche in einer Krise befindet … Wie konnte es aber dazu kommen, lautet die zweite zentrale Frage des Buches. In ihrer Antwort stützen sich die Autoren vor allem auf die Arbeiten von Msgr. Brunero Gherardini, des Kirchenhistorikers Roberto de Mattei und Pater Serafino Maria Lanzetta (Franziskaner der Immakulata) über das Zweite Vatikanische Konzil, dessen Vorgeschichte, dessen Ablaufs und vor allem dessen Auswirkungen. Das Buch von Gnocchi und Palmaro analysiert in einzelnen Kapiteln verschiedene Aspekte der Konzilsversammlung: das kulturelle Klima, in dem das Konzil stattfand; die entscheidende Rolle der Massenmedien; die Öffnung der Kirche zur Welt hin; die Angriffe auf die lateinische Kirchensprache und sogar die Autorität des Papstes; die Krise der Liturgie als Folge der Verdunkelung des Kreuzes, das als „zu negativ“ durch eine „positive“ Weltsicht weginterpretiert wurde; die Schaffung einer neuen postkonziliaren Sprache, deren Grundlagen Zweideutigkeit und Ungenauigkeiten sind und daher Raum für geradezu beliebige Interpretationsakrobatik bietet. Die gesamte Arbeit von Alessandro Gnocchi und Mario Palmaro, deren Interesse sich vor allem auf die Konzilsdokumente stützt, läßt eine große Liebe zur Kirche erkennen. Die Kirche befinde sich unweigerlich in unruhigen Gewässer. Sie sei von außen in Bedrängnis, vor allem aber von innen durch Hirten und Gläubige, Amtsinhaber und Funktionäre, die von denselben antikirchlichen Geistesströmungen infiziert sind, die auch von außen die Kirche angreifen. Die Kräfte sprechen von Erneuerung, meinen aber eine Erneuerung in der Welt und durch die Welt. Die Kirche werde aber eine neue Blüte erleben. Davon sind die beiden Autoren überzeugt. Damit die Kirche eine neue Blüte erlebt, müsse sie eine Erneuerung im Glauben durchmachen. Dazu braucht sie Männer und Frauen, die die Wahrheit annehmen, danach leben und sie weitergeben. Vor allem brauche die Kirche Hirten, Bischöfe und Priester, die die Wahrheit verkünden, die seit 2000 Jahren unveränderte und unveränderbare eine und einzige Wahrheit verkünden. Die beiden Autoren schließen mit der Feststellung und dem Ausblick, daß die Kirche wie Dornröschen eine in den Schlaf gefallene Schönheit ist, die jedoch zu neuem Leben wachgeküßt wird, „wenn wir sie lieben“.[…]

1 Comment

  1. Nina Hagen !? So ziemlich die mieseste, hässlichste und widerwärtigste Vertreterin des weiblichen Geschlechts. Jedesmal wenn ihre potthäßliche, vollflächig bemalte Visage auf dem Bildschirm auftaucht, hoffe ich innigst, dass ich möglichst schnell die Fernbedienung zur Hand habe, damit ich diese Eso-Tussi eiligst wegzappen kann.

    Wenn jemand meine Charakterisierung der Hagen für überzogen, intolerant oder sonstwie überzogen hält, der schaue sich mal das hier verlinkte Video aus einer Maischberger Talkshow vom 4.7.2007 an ! Dann dürfte mein Eingangs-Kommenar verständlich und nachvollziehbar erscheinen. Während einer Diskussion über Außerirdische, Engel und ähnlichen Bullshit gelang es ihr nämlich, den Wissenschafts-Journalisten Joachim Bublath aus der Sendung zu vertreiben. http://www.youtube.com/watch?v=f3QIrp2XmWo

    Bevor die Hagen übrigens den lieben Huxli-Faxli für sich entdeckte und zum Christentum konvertierte, hatte sie auf ihrer früheren Homepage allen Ernstes die Existenz von Reptiloiden behauptet, die mitten unter uns leben sollen ! (Reptiloide sind Fantasiewesen des Verschwörungstheoretikers David Icke.)

    Was es mit dem Huxli-Faxli auf sich hat, muß ich noch erklären. Auf einem Kinderspielplatz wurde ich vor geraumer Zeit zufällig Zeuge, wie sich zwei etwa fünf- bis sechsjährige Jungens darüber stritten, ob es möglich sei, dass der liebe Gott Tote wieder lebendig machen könne.
    „So etwas ist nicht möglich,“ erklärte der eine Junge. „Doch, das ist möglich,“ behauptete sein Spielgefährte energisch. „Der liebe Gott kann das !“
    „Kann er nicht,“ widersprach ihm sein Kamerad, „weil es diesen Huxli-Faxli nämlich gar nicht gibt !“

    Wie heißt es doch so treffend: Kinder und Narren sagen die Wahrheit !

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