Wahrheit: Das Christentum ist keine intellektuelle Angelegenheit


Julia Klöckner: Gelebter Glaube (©dapd)

Die Hausaufgabe der Parteivorsitzenden für ihre Vorstandsmitglieder war keine einfache. Bekenntnisse zum hohen „C“ im Parteinamen mussten die gut 50 Mitglieder im höchsten Parteigremium abliefern. Persönliche Aufsätze wollte Angela Merkel sehen. Nun liegt das Ergebnis vor.

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Die Profildebatte, die in den zurückliegenden Monaten mal wieder in der Öffentlichkeit tobte, sollten die CDU-Spitzen nicht den Altvorderen wie den ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel und Bernhard Vogel überlassen. Deswegen war nun Kreativität gefragt – und etwas politische Lyrik.

Zum CDU-Parteitag kommende Woche in Leipzig liegt nun ein buntes christliches Lesebuch vor. Merkel geht mit gutem Beispiel voran, aber auch Bundestagspräsident Norbert Lammert und die CDU-Ministerpräsidenten haben die gewünschten Besinnungstexte verfasst. Alle ihre CDU-Minister hat die Kanzlerin zum Texten verpflichtet.

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4 Comments

  1. Mein lieber Sospetto,

    gestatte mir den Hinweis, dass es zu unterscheiden gilt, zwischen einem Konkordat und einem Staatsvertrag. Zitat aus Wikipedia: Ein Staatskirchenvertrag ist ein Vertrag zwischen einem Staat (Nationalstaat oder Gliedstaat, wie insbesondere einem Land der Bundesrepublik Deutschland) und einer Religionsgemeinschaft. Soweit es sich um eine nicht-christliche Religionsgemeinschaft handelt, wird mitunter auch (mehrdeutig) von einem Staatsvertrag gesprochen (etwa Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Zentralrat der Juden in Deutschland).

    Staatskirchenverträge mit der römisch-katholischen Kirche, genauer: mit dem Heiligen Stuhl, heißen Konkordate. Nach strengem römischem Sprachgebrauch schließt der Papst ein Konkordat nur mit einem katholischen Staatsoberhaupt, während die Verträge mit nicht-katholischen Regierungen Konventionen heißen.

    Staatskirchenverträge mit nicht-katholischen Religionsgemeinschaften, insbesondere mit evangelischen Kirchen, bezeichnet man dagegen als Kirchenverträge. (Zitatende)

    Das Reichskonkordat zwischen dem Vatikan und der Hitler-Regierung wurde am 20. Juli 1933 von Papst Pius XII und von Reichsvizekanzler Franz von Papen unterzeichnet, die Ratifizierung durch das Deutsche Reich erfolgte am 10. September 1933. Nach 1945 wurde die Gültigkeit des Konkordates vom Bundesverfassungsgericht bestätigt.

    Das Perfide am Konkordat und an den Staatskirchenverträgen generell ist, dass sie nur im beidseitigen Einvernehmen kündbar sind. Dies bedeutet, dass nach einer Parlamentswahl und der Neubildung einer Regierung ein vorher geschlossener Vertrag nur unter Bruch des Rechts aufgehoben werden kann. Schließt etwa eine christlich-konservative Regierung ein Konkordat mit dem Heiligen Stuhl, kann eine folgende sozialdemokratische, sozialistische oder liberale Regierung dieses nicht kündigen.

    Aus meiner Sicht ist das nicht hinnehmbar und das Konkordat mit dem Vatikan und die Staatskirchenverträge mit der evangelischen Kirche müssen endlich aufgehoben werden. Die Staatsverträge mit der evangelischen Kirche wurden übrigens nicht vom Bund sondern von den einzelnen Bundesländern abgeschlossen.

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  2. Doof bleibt doof. Dass aber dabei auch Konfessionslosen Geld aus der Tasche gezogen wird, ist eine Riesensauerei.

    Die Konkordate müssen gekündigt werden!
    Keinen € für das römische Krebsgeschwür!

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