Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Abartig …
[…]Der autokratische weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko erhofft sich Hilfe von Papst Benedikt XVI. Er erwarte „mehr von der katholischen Kirche und von Papst Benedikt XVI. beim Schutz unserer Interessen, insbesondere im Westen“, sagte Lukaschenko nach Medienberichten vom Dienstag bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, dem Schweizer Kardinal Kurt Koch.
Lukaschenko kritisierte dabei die Sanktionen scharf, die EU und USA nach der umstrittenen Präsidentenwahl im vergangenen Dezember verhängt haben. „Das können wir nicht akzeptieren“, sagte der Staatschef und bat den Kardinal: „Wir hoffen auf eine aktivere Position der katholischen Kirche in diesem Bereich. Die Kirche ist das gerechteste friedensstiftende Institut in dieser ungerechten Welt.“[…]

B16-Ratze schwächelt
[…]Papst Benedikt XVI. macht nach Angaben des italienischen Vatikanexperten Andrea Tornielli eine „leichte Hüftarthose“ zu schaffen, an der „etwa jeder zweite über 60-Jährige“ leide. Daher habe er Mitte Oktober darum gebeten, beim Zurücklegen längerer Strecken die bereits von seinem Vorgänger Johannes Paul II. gebrauchte fahrbare Plattform zu benutzen, schreibt Tornielli am Freitag in seinem Blog „vaticaninsider“ … Bereits seit längerem war deutlich, dass das 84-jährige Kirchenoberhaupt Probleme beim Gehen hat. So muss er etwa von Mitarbeitern gestützt werden, wenn er steile Stufen zum Altar hinaufsteigt. Hinzu komme das Gewicht der schweren liturgischen Gewänder, betont man im Vatikan. Benedikt XVI. greife für große Gottesdienste gern auf Messgewänder seiner Vorgänger zurück, die teilweise aus schweren Textilien erstellt wurden. Innerhalb des Apostolischen Palastes benutze der Papst gelegentlich auch einen Gehstock, schreibt Tornielli.[…]

Ach wie schade …
[…]Vatikansprecher P. Federico Lombardi hat betont, dass die am Freitag beginnende Reise des Papstes nach Benin ganz Afrika gilt. Wegen seines hohen Alters von 84 Jahren habe Benedikt XVI. mit Rücksicht auf seine physischen Kräfte aber ein einzelnes Besuchsland auswählen müssen. Für die Entscheidung zugunsten von Benin spreche, dass das westafrikanische Land 2011 die 150-Jahr-Feiern seiner Christianisierung begehe. Zudem habe Ouidah mit seinem Priesterseminar und der ersten Kathedrale in Westafrika eine überregionale Bedeutung. Lombardi stellte am Montag im Pressesaal des Vatikan das Programm des Papstes in Benin, Ziel seiner zweiten Afrikareise, ausführlich vor. Wichtig sei vor allem, dass Benedikt XVI. am Samstag in Benin den Schlusstext der vor zwei Jahren abgehalten vatikanischen Bischofssynode mit dem Titel „Africae munus“ (Auftrag Afrikas) unterzeichne. Das Dokument werde am Sonntag – dem Christkönigsfest – von Benedikt XVI. bei einer Messe im Stadion von Benins Hauptstadt Cotonou den Vorsitzenden der afrikanischen Bischofskonferenzen überreicht[…]

Barthelemy Adoukonou, Kurienbischof aus Benin und ehemaliger Ratze-Schüler:
[…]„In der Tat haben die Atheisten, die Nichtglaubenden, heute die öffentliche Debatte auf internationaler Ebene vereinnahmt. Etwa bei der UNO. Sie haben den Vereinten Nationen ihre Gesetze auferlegt. Sie haben eine Option gegen Gott getroffen, die sich als Option gegen den Menschen erwies. Ich wünsche mir, dass dieser Papst Afrika bittet, uns dieser Sache anzunehmen, gemeinsam mit anderen christlichen Nationen, sodass man auf der UNO-Ebene offen sagen kann: Der Westen hat eine schlechte Wahl getroffen. Die Entscheidung gegen Gott ist eine Entscheidung gegen den Menschen. Ihr könnt uns nicht ein Recht ohne Gott auferlegen, ein Recht, das letztlich sich auf eine Ideologie reduziert, die einen kleinen Teil der Menschheit abbildet.“[…]

US-Katholiban mupft auf
[…]Nach Ansicht der Bischöfe nehmen die Spannungen zwischen Kirche und Staat zu. Sie fordern einen weiteren religiösen Spielraum für Gesetze, die etwa Empfängnisverhütung und homosexuelle Ehen regeln. Die Bischofskonferenz hat dazu ein Komitee für Religionsfreiheit eingerichtet, das von einem Anwalt beaufsichtigt wird. Bereits letzte Woche hatte sich der New Yorker Erzbischof Timothy Dolan mit Präsident Obama getroffen, um die Probleme zwischen Kirche und Staat zu diskutieren. Nach der Einschätzung der Bischöfe nimmt auch die Feindseligkeit gegenüber dem Christentum im Land zu.[…]

US-Katholiban startet Website gegen Homo-Ehe
[…]Die katholische Kirche stemmt sich mit einer politischen Website gegen die Homo-Ehe. Außerdem schränkt die Glaubensgemeinschaft soziale Projekte ein, um gegen die „Kastration“ der Religion durch Schwule und Lesben zu protestieren. Die neu eingerichteten Internetseite http://www.marriageuniqueforareason.org („Die Ehe ist aus gutem Grund einzigartig“) wendet sich gegen jegliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Die Bischofskonferenz argumentiert darin, dass die Ehe „entwertet“ würde, wenn das Eheverbot für Schwule und Lesben aufgehoben werden würde. Außerdem bestehe die Gefahr, dass der Staat Gläubige verfolge, die sich gegen die Gleichbehandlung wehrten: „Dieser Glauben wird dann als Hass auf Menschen mit homosexuellen Neigungen interpretiert. Der Staat muss dann diejenigen bestrafen und marginalisieren, die weiter an diesen Glaubensgrundsätzen festhalten.“ Die Seite enthält auch ein Gebet auf Englisch und Spanisch, das bei der Beibehaltung des Verbots der Homo-Ehe helfen soll. Die katholische Kirche, der 22 Prozent der US-Bevölkerung angehören, hat sich immer wieder politisch gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben engagiert. So wurden Homosexuelle immer wieder mit dem Teufel in Zusammenhang gebracht – US-Bischof Robert Evans bezeichnete Anfang des Jahres etwa die Homo-Ehe als „Werk des Satans“. Hintergrund war damals die Debatte um die Öffnung der Ehe im Bundesstaat Rhode Island (queer.de berichtete). In New York kündigte ein Sprecher der Kirche sogar an, homofreundlichen katholischen Politikern das Abendmahl zu verweigern . In mehreren Staaten versucht die Kirche auch, mit der Einstellung von sozialen Diensten Druck auf die Regionalregierungen auszuüben. So stellten die Katholiken in Illinois vergangene Woche ihre Adoptionsvermittlung ein, weil es dort seit Anfang des Jahres eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben gibt … Die führenden Bischöfe haben zudem ihre Rhetorik gegen die Anerkennung von Schwulen und Lesben verschärft. So erklärte der Chef der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Timothy Dolan, dass man sich nicht nur gegen die Gesetzentwürfe der Obama-Regierung wehre, sondern gegen eine Gesellschaft, die insbesondere in der Homo-Frage „die Kastration der Religion“ anstrebe und „Religion zurück in den Untergrund“ zwinge. Obgleich die katholische Bischofskonferenz zu den größten Gegnern von Homo-Rechten in den USA gehört, zeigen sich die Durchschnittskatholiken sehr tolerant, wie Umfragen immer wieder belegen: So unterstützt eine Mehrheit der Katholiken in Umfragen aus dem Jahr 2011 die Öffnung der Ehe. Die in hunderte Glaubensgemeinschaften zersplitterten Protestanten, insbesondere die „wiedergeborenen“ Christen, sprechen sich dagegen mehrheitlich dagegen aus.[…]

Das Kreuz der Kirche mit dem „Ungehorsam“
[…]Während die Bischöfe mit der Pfarrerinitiative, die den „Aufruf zum Ungehorsam“ gestartet hat, in Gespräche eintreten wollen, schlagen die konservativen Hardliner unter Österreichs katholischen Laien einen anderen Ton an. Der ORF, der ja gerne Öl ins katholische Feuer gießt, hat sie, sicher genüsslich, wieder einmal zu Wort kommen lassen. Sie sprechen eine klarere Sprache als die Bischöfe. „Werdet doch Protestanten!“ lautete der unverhohlene Rat von Zellenberg, unterstützt vom BZÖ-Politiker Ewald Stadler, an die Befürworter von Reformen in der römisch-katholischen Kirche. Bei den Evangelischen sei ja längst erlaubt, was ständig gefordert werde (etwa die Zulassung von Frauen zu Weiheämtern, die Aufhebung der Zölibatsverpflichtung für Priester, die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion oder von qualifizierten Laien zu Predigten). Eine interessante Frage: Würde ein Exodus aller Reformer die römisch-katholische Kirche entscheidend schwächen oder sie gesundschrumpfen lassen? Eine vom Pastoraltheologen Paul Zulehner verantwortete Umfrage, wonach 70 bis 80 Prozent der Priester und des Kirchenvolkes die Anliegen des Aufrufs weitgehend unterstützen, wird vom rechten Kirchenflügel nicht ernst genommen. Denn erstens seien (siehe oben) die Meinungen schwankend, zweitens sei die Umfrage gefälscht, und drittens habe in der katholischen Kirche sowieso nicht die Mehrheit, sondern das Lehramt recht (wiewohl zum Beispiel die Piusbruderschaft, der Ewald Stadler etliche Jahre engagiert angehörte, auch nicht alles schlucken will, was aus Rom kommt). Faktum ist, dass etliche Punkte des Pfarrer-Aufrufs, weil sie entweder schon oft gefordert wurden oder längst da und dort praktiziert werden, keineswegs neu sind. Neu ist nur, dass diesmal nicht irgendwelche Laien, sondern Teile des Kernpersonals, angeführt vom ehemaligen Caritas-Direktor und Generalvikar der Erzdiözese Wien, Helmut Schüller, auf die Barrikaden gestiegen sind. An die 400 Mitglieder soll die Pfarrerinitiative bereits zählen, also fast 10 Prozent der knapp über 4000 Männer zählenden Priesterschaft in Österreich … Wie auch immer: Die Bischöfe gehen jedenfalls vorläufig nicht mit Strafmaßnahmen gegen die Pfarrerinitiative vor. Das müssten sie aber tun, wenn diese tatsächlich die wahre katholische Lehre – und nicht nur durchaus ehrbare, aber nicht zum Glaubensgut zählende Traditionen – in Gefahr bringen sollten. Also ist das Programm der Initiative entweder doch nicht so häretisch, dann sollten die Bischöfe das auch zugeben und einen allgemeinen Dialog darüber einleiten – oder sie sollten doch Konsequenzen androhen. Es kann natürlich sein, dass die Bischöfe nur nicht genug Mut haben, gegen die „ungehorsamen“ Pfarrer vorzugehen, weil sie Zulehners Umfrageergebnisse doch ernst nehmen und ahnen, was für ein Sturm dann in Österreichs Kirche losbrechen könnte. Mit einem Übermaß an vorauseilendem Gehorsam gegenüber Rom, mit Zaudern und Abwarten werden sie aber kein Problem lösen, sondern nur den weiteren Niedergang verwalten.[…]

Ratze zündet größten Weihnachtsbaum der Welt mit seinem iPad an
[…]Der Weihnachtsbaum von Gubbio (Umbrien) ist weltberühmt. Im Jahr 1991 fand er als größter Christbaum aller Zeiten den Eingang ins Guiness-Buch der Rekorde. Er erstreckt sich am Fuß des Monte Ingino über der mittelalterlichen Stadt und besteht aus verschiedenen farbigen Leuchtkörpern. Über 260 grüne Leuchten bilden den Umriß des über 650 Meter hohen und 350 Meter breiten Weihnachtsbaumes. Weitere rund 300 mehrfarbige Leuchten geben dem Baum seine weihnachtliche Gestalt. Auf der Spitze befindet sich ein Weihnachtsstern, der von 200 Leuchten gebildet wird und sich über eine Gesamtfläche von 1000 Quadratmetern erstreckt. 1.500 Meter an Kabel wurden zusammen mit 1000 Steckdosen verbaut … In diesem Jahr wird es Papst Benedikt XVI. sein, der den Baum über das Internet illuminieren wird. Dies gaben die Diözese und die Gemeinde von Gubbio am 12. November bekannt. Benedikt XVI. wird sich mit der Stadt in Umbrien am 7. Dezember um 18:30 Uhr über eine Videoschaltung verbinden, um sich dann mit einer kurzen Botschaft an die Bevölkerung der Stadt zu wenden: Krönung einer Arbeit, die vor 30 Jahren ihren Anfang genommen hatte. Zur Illuminierung des Weihnachtsbaums wird sich der Papst seines iPads bedienen. Bereits am 28. Juni dieses Jahres hatte Benedikt XVI. von seinem iPad aus das neu eingerichtete vatikanische Medienportal „news.va“ gestartet und seine erste Twitter-Nachricht versendet.[…]

Zum Todlachen, Kath.net und ihre unendliche Weltbild-Affäre
[…]In dem jetzigen Brief gibt es dann erneut bizarre Dinge von Post zu lesen, der immerhin Leiter der Rechtsabteilung eines Bistums ist. So meint er wörtlich zu der Tatsache, dass es im KATH.NET-Shop nur Heiligen- und Weihnachtskarten gibt, dann wörtlich zu einer Werbung von KATHSHOP auf KATH.NET: “Aber wenn man es recherchemäßig darauf anlegt, kommt man auch über Ihre Homepage zum ‚kath.shop’ und kann dort im Bereich Bücher z. B. unter Ehe und Familie finden, wie ‚Entdecke deinen Mann’ und in der zugehörigen Inhaltsbeschreibung den Satz ‚Eine Frau kann ihren Mann dazu bewegen, ihre geheimsten Wünsche zu erfüllen’. Des Weiteren findet man den Titel ‚Männer sind Frauensache – was Frauen über Männer wissen sollten’. Auch hier gibt es in der Inhaltsbeschreibung Sätze wie: ‚Sie erfahren, wie Sie ihn auf eine Weise lieben und unterstützen können, was er als Mann wirklich braucht’. Des Weiteren kann es nach den von Ihnen angelegten Maßstäben durchaus auch bedenklich sein, wenn Sie den Titel anbieten: ‚Der ungezähmte Mann – auf dem Weg zu einer neuen Männlichkeit’. Und in der Beschreibung den zumindest missverständlichen Hinweis finden: ‚Männer sollen empfindsamer, berechenbarer, kommunikativer sein und zu ihren weiblichen Seiten stehen’“. Dann behauptet Post, der mit dafür verantwortlich ist, dass Weltbild & Co. hunderte Erotik- und Esoterikprodukte produzieren, ernsthaft: “Wenn man, wie Sie dies mit anderen Angeboten tun, einfach so publiziert, könnte man unter Berücksichtigung der katholischen Lehrmeinung auch hieran Anstoß nehmen”. Klar ist, dass es im Hintergrund allerdings um etwas anderes geht: nämlich um Weltbild selbst.Albert Post ist einer der acht Aufsichtsräte von Weltbild und damit mitverantwortlich für den Weltbild-Skandal, wo es derzeit nach wie vor tausende einschlägige Erotik- und Esoterikwerke im Angebot gibt und wo derzeit immer noch via der Weltbild-Tochter Droemer-Knaur entsprechende antikirchliche Angebote produziert und vertrieben werden. Das Bistum Fulda ist übrigens an Weltbild mit 6,8 Prozent beteiligt. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates von Weltbild sind unter anderen Klaus Donaubauer, Vorsitzender und Finanzdirektor der Diözese Augsburg, sowie Pater Dr. Hans Langendörfer, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz.[…]