Österreich: Kirchenstreit im ORF


Quelle: wir-sind-kirche.de

Als der ORF den Zulehner-Joker zog
…und eine rhetorisch schwache Generalsekretärin der österreichischen Frauenbewegung zum verbalen Tiefschlag ansetzte. Im ORF wurde wieder einmal über Kirche diskutiert. Dabei war auch Christof Zellenberg von KATH.NET

Kath.net

Am gestrigen Sonntag fand im ORF wieder einmal eine heiße Podiumsdiskussion über ein kirchliches Thema statt. Es ging um die Pfarrer-Initiative und um die Frage „Droht eine Kirchenspaltung?“. Das Podium war diesmal von der grundsätzlichen Besetzung her sehr ausgewogen, auch wenn der ORF mit tendenziösen Zwischenberichten versucht hat, die Richtung zu steuern. Die liberale Anti-Rom-Front war mit Pfarrer Gump von der Pfarrer-Initiative sowie Anja Appel, der neuen Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung, besetzt. Dem gegenüber vertraten Peter Schipka, Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Ewald Stadler vom BZÖ und Christof Zellenberg von KATH.NET die Argumentation der römisch-katholische Kirche.

Am Beginn erzählte Schipka, dass die Bischofskonferenz sich bei der letzten Tagung immerhin eineinhalb Tage mit der Pfarrer-Initiative befasst hat, das Ergebnis ist bekannt. Ewald Stadler erklärte zu Beginn der Diskussion, dass diese Themen die Mehrheit der Bevölkerung eigentlich kaum interessiere und sie derzeit andere Sorgen wie die Finanzkrise haben. Sollten die Forderungen der Pfarrer-Initiative aufgegriffen werden, stehe allerdings eine kräftige Erhöhung des Kirchenbeitrags an, da Pfarrer mit Frauen und Kindern sicher mehr Einkommen benötigen werden. Das wolle aber sicher niemand. Er glaube deshalb auch nicht, dass es zu einer Spaltung kommen werde. Gerald Gump, Vorstandsmitglied der Pfarrer-Initiative, hat im Laufe der Diskussion erneut die bekannten Ungehorsams-Thesen verteidigt, blieb rhetorisch aber klar im Schatten eines Helmut Schüller. Christof Zellenberg, Mitglied der KATH.NET-Redaktion, warf Pfarrer Gump der Diskussion vor, dass dieser eine Spaltung in die Kirche trage. Zellenberg erinnerte daran, dass genau diese Themen seit Jahren immer wieder von denselben Leuten hinter den Kulissen vorgebracht werden und diese Ideen eigentlich seit dem 16. Jahrhundert schon immer wieder aufkamen. Er erinnerte u.a. an die Kirchenspaltung durch Martin Luther „Das Erfolgsmodell drängt sich ja bei mir nicht so richtig auf. Das Erfolgsmodell ist in Madrid zu sehen gewesen, um den Heiligen Vater. Die evangelischen Kirchen, egal wie sie heißen, haben mindestens dieselben Probleme mit mangelnden Gottesdienstbesuch und mangelnden Gläubigen.“

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