Papst tauscht sich mit EU-Ratspräsident über Religionsfreiheit aus


EU-Institutionen und Vatikan - Europas organisierte Säkulare bewerten das Verhältnis als viel zu nah | Grafik: Thomas Hummitzsch

Während der Konflikt zwischen den europäischen Institutionen und der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) weiter schwelt, trifft sich EU-Ratspräsident Herman van Rompuy mit Papst Benedikt XVI. und tauscht sich mit ihm über Fragen der Religionsfreiheit aus.

Von Thomas Hummitzschdiesseits.de

Wie das Pressebüro des Vatikanstaats miteilte, hat sich Papst Benedikt XVI. am Samstag mit EU-Ratspräsident Herman van Rompuy getroffen, um sich mit ihm über die allgemeine internationale Lage auszutauschen und um über den Beitrag zu sprechen, den die katholische Kirche in der Europäischen Union leisten wolle. Disbezüglich wurden die Gespräche nach dem Zusammentreffen von Joseph Ratzinger und Herman van Rompuy mit dem Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone und dem vatikanischen Sekretär für zwischenstaatliche Beziehungen, Erzbischof Dominique Mamberti, fortgesetzt.

Im Laufe des Treffens soll man sich auch über menschenrechtliche Fragen, insbesondere über die Religionsfreiheit, ausgetauscht haben. Über solche Fragen will die Europäische Humanistische Union seit Monaten mit der Europäischen Kommission sprechen. Die Kommission verweigert diesen Dialog mit den Humanisten jedoch, während sie sich bereits seit Jahren mit den Lobbyisten der beiden großen Kirchen regelmäßig trifft. Im Oktober legte die EHF daher eine Beschwerde beim Europäischen Bürgerbeauftragten ein.

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