Evangelische Kirche: Keine freie Partnerwahl


Weil sie einen Muslim geheiratet hat, muss eine evangelische Vikarin ihre Ausbildung zur Pfarrerin abbrechen. Der Grund: Das Württembergische Pfarrergesetz schreibt vor, dass Verheiratete nur dann ordiniert werden können, wenn der Ehepartner evangelisch ist. Foto: iStockphoto

Trotz Kritik will die Evangelische Landeskirche in Württemberg eine Vikarin, die einen Muslim geheiratet hat, nicht weiter auf den Pfarrdienst vorbereiten.

evangelisch.de

„Der Pfarrdienst ist ein ganzheitlicher Beruf, Spannungen durch grundsätzliche religiöse Differenzen im Pfarrhaus könnten in die Gemeinde hineingetragen werden“, sagte Kirchensprecher Oliver Hoesch am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Da das Vikariat auf den Pfarrdienst vorbereite und auf die Ordination abziele, seien bei einer mit einem Nichtchristen verheirateten Person die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben.

Eine Ausbildungsvikarin aus dem Kirchenbezirk Crailsheim hatte im August einen Mann muslimischen Glaubens aus Bangladesch geheiratet. Daraufhin wurde sie von der Kirchenleitung vom Dienst suspendiert und zum 31. Dezember entlassen. Gegen das Vorgehen des Oberkirchenrats hatte sich die Vikarsvereinigung in Württemberg gewandt. Sie forderte, die Vikarin zumindest bis zur Ordination zu führen, damit sie danach in einer anderen Landeskirche ihren Beruf ausüben könne. „Durch die Entlassung wird ihr diese Möglichkeit genommen“, kritisiert die Vereinigung.

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4 Comments

  1. He, Sospetto ! Du hast mir meine Textidee geklaut ! Porca miseria e Sant‘ Antonio die Padua !

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  2. Manche Schwestern wollen halt alles. Ne´ Glatze und ´n Bauch ?! So geht´s halt auch nicht. „Wer nicht denken will muss fühlen“ (oder sich veräppeln lassen). 🙂

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  3. Die wirkliche Ethik einer mittelalterlichen Lehensgesellschaft; an ihren ‚Taten nicht an ihren Worten soll man falsche Propheten“ erkennen. Von „freier Partnerwahl und dem Schutz der Familie“ als Menschenrecht scheint auch 200 Jahre nach der Aufklärung noch nichts bekannt zu sein, aber „die Menschenwürde an sich“ wird jedem Andersdenkenden von der Kirche ständig um die Ohren geklatscht. Der Fall gehört vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen des Fortbestehen eines Mittelalterlichen Lehensrechts in einer öffentlichen Körperschaft Deutschlands.

    Obwohl die Katholiken da noch durchtriebener sind; sie belegen Frauen direkt mit dem Berufsverbot zur Priesterschaft, einer ebenso flagranten Menschenrechtsverletzung. 😉

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