Der „Codex Dresdensis“: Maya-Handschrift – „Zeitenwende“ 2012


Codex im Anthropologischen Museum in Mexiko-Stadt Quelle: abenteuer-reisebuero.de

Eine alte Maya-Handschrift sagt angeblich die „Zeitenwende“ für 2012 voraus. Das einzigartige Dokument, der „Codex Dresdensis“, sorgt allerdings nur in Esoterik-Kreisen für Aufregung.

Kleine Zeitung

In der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, befindet sich das einzige Dokument auf dem die Vermutungen über den angeblich von den Maya vorausgesagten Weltuntergang am 21. Dezember 2012 basieren. Beim sogenannten „Codex Dresdensis“ handelt es sich um eine von nur drei Maya-Handschriften, die der Zerstörungswut der spanischen Inquisitoren im 16. Jahrhundert nicht zum Opfer gefallen sind. Im Buchmuseum der Bibliothek sieht man dem ominösen Datum Ende nächsten Jahres im Gegensatz zu vielen Endzeit-Propheten aber sehr gelassen entgegen.

„Der Codex ist das Zentrum unserer Schatzkammer und gehört zu den berühmtesten Beständen unseres Hauses“, erklärt die Leiterin des Dresdner Buchmuseums, Katrin Nitzschke, im Gespräch mit der APA. Die Entstehung des sogenannten „Codex Dresdensis“ wird in etwa auf das Jahr 1250 datiert. Ihren Ursprungsort haben die 39 doppelseitig beschriebenen Blätter aus Bastfasern vermutlich im Norden der Halbinsel Yucatan im heutigen Mexiko. Die Handschrift gelangte auf unbekannten Wegen nach Wien. Dort erwarb dann 1739 der Dresdner Bibliothekar Johann Christian Götze das zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Maya-Handschrift identifizierte Dokument auf einer Einkaufsreise von einer Privatperson. Den Namen des Verkäufers des damals als „mexikanisches Buch mit hieroglyphischen Figuren“ betitelten Dokuments vermerkte er allerdings nicht.

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