Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Da schau her …
[…]Die von Polens Regierung geplante Auflösung des staatlichen Kirchenfonds erfordert nach Kirchenangaben keine Änderung des Rechtsabkommens mit dem Vatikan. Das teilte der Vorsitzende der Konkordatskommission der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Budzik, am Wochenende mit. Er betonte zugleich, die Kirche sei offen für eine Reform des Sozialversicherungssystems für Geistliche. Polens wiedergewählter Ministerpräsident Donald Tusk hatte am Freitag im Parlament die Abschaffung des sogenannten Kirchenfonds angekündigt, aus dem der Staat die Sozialversicherungsbeiträge für einen Teil der Geistlichen aller Konfessionen zahlt. Er sei auch bereit dazu, das Konkordat mit dem Vatikan zu ändern, wenn es erforderlich sei. Erzbischof Budzik nannte den von den kommunistischen Machthabern 1950 als Entschädigung für die Verstaatlichung von Kirchengütern eingerichteten Kirchenfonds „anachronistisch“. Die Bischöfe hätten deshalb selbst dessen „Umgestaltung“ vorgeschlagen. Das Konkordat regle keine Versicherungs- und Finanzierungsfragen der Kirche, so der Erzbischof von Lublin. Es verlange jedoch, dass Regierung und Kirche solche Themen gemeinsam in einem Gremium behandeln. Budzik schlug erneut die Einführung eines freiwilligen Kirchenbeitrags der Steuerzahler vor. Bei der Einkommensteuererklärung solle die Möglichkeit geschaffen werden, ein Prozent der Steuer einer Religionsgemeinschaft eigener Wahl zuzusprechen[…]

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Wäre die Welt ohne Religion besser?

Quelle: jesus.ch

Wäre die Welt ohne Religion besser? Über diese Frage haben zwei Atheisten, ein Jude und ein Christ in der Universität von New York debattiert. Bei den rund 800 Zuhörern kamen die Argumente der Religionskritiker besser an.

jesus.ch

Vor Beginn der Debatte beantworteten 52 Prozent die Ausgangsfrage «wäre die Welt ohne Religion besser?» mit Ja, 26 Prozent mit Nein, und 22 Prozent konnten sich nicht entscheiden.

Nach der Diskussion stimmten 59 Prozent der These zu, 31 Prozent waren dagegen und 10 Prozent unentschieden.

Diese Personen tauschten auf dem Podium ihre Argumente aus: auf Seiten der Atheisten der englische Philosophieprofessor Anthony Clifford Grayling (London) sowie der ebenfalls aus England stammende Filmemacher Matthew Chapman (New York) und auf Seiten der Religionsbefürworter Rabbi David Wolpe (Los Angeles) sowie der christliche Apologet Dinesh D’Souza, Präsident des evangelikalen King’s College in New York.

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Katholikentag nach Regensburg

Gerhard L. Müller links im Bild

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat am Wochenende in Bonn die Einladung des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller angenommen und wird den Katholikentag 2014 in der Domstadt ausrichten. Voran gegangen sind heftige Flügelkämpfe, die den tiefen Riss im deutschen Katholizismus geradezu widerspiegeln.

Von Christian Ecklwochenblatt.de

Der Deutsche Katholikentag 2014 wird in der Domstadt stattfinden: Auf Einladung des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller kommen am 28. Mai 2014 Laien aus ganz Deutschland zusammen, um über den Glauben und die innere Ausrichtung der Kirche zu diskutieren. Es wird fast ein Jubiläum, denn es ist der 99. Kirchentag, der in Deutschland stattfindet. Seit 30 Jahren gab es keinen Katholikentag mehr in Bayern.

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Päpstlicher Gerichtshof öffnet Archiv für Forscher

Quelle: wiener zeitung

Wissenschafter können künftig Akten der Apostolischen Pönitentiarie von 1409 bis 1890 einsehen

derStandard.at

Die Apostolische Pönitentiarie, einer der drei obersten Gerichtshöfe der katholischen Kirche, öffnet ihr Archiv für die historische Forschung. Nach Angaben der vatikanischen Tageszeitung „Osservatore Romano“ können Wissenschafter ab sofort die Aktenbestände der Kurienbehörde aus dem Zeitraum von 1409 bis 1890 einsehen, wie Kathpress meldet.

Die Pönitentiarie wird auch als „oberster Gnadenhof“ bezeichnet. Ihr obliegen Entscheidungen in Gewissensfragen und die Gewährung von Ablässen. So befindet der vatikanische Gerichtshof etwa über den Nachlass von zeitlichen Sündenstrafen oder die Umwandlung von Verpflichtungen, die durch Gelübde entstanden sind.

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„Missionarischer Atheismus“ konfrontiert Christen

Das Kreuz mit den Religionen

Das lange Zeit friedliche Nebeneinander von Atheisten und Christen ist vorbei. Diese Auffassung vertrat der Professor für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen, Hans Schwarz, am 17. November in Bad Blankenburg (Thüringen).

factum

Schwarz sprach vor 110 Teilnehmern der ersten gemeinsamen Theologischen Studienkonferenz des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) und der Konferenz bibeltreuer Ausbildungsstätten (KBA). Sie beschäftigen sich mit Herausforderungen für die christliche Theologie in einer globalisierten Welt.

Schwarz verwies auf den britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins (Oxford), der einen „missionarischen Atheismus“ verbreite. Christen müssten dem Argumente entgegensetzen.

Widersprechen müsse man auch dem britischen Astrophysiker Stephen Hawking (Cambridge). Er vertrete ein Universum ohne Anfang und Ende und lasse keinen Raum für einen Schöpfer, so Schwarz.

Zugleich gebe es aber auch Ansichten christlicher Naturwissenschaftler, denen die Theologie widersprechen müsse. So versuche der US-amerikanische Physiker Frank J. Tipler (New Orleans/Bundesstaat Louisiana) in seinem Buch „Die Physik des Christentums“ die Existenz Gottes und die Auferstehung nach dem Tode physikalisch zu erklären. Gott lasse sich jedoch nicht mit den Mitteln der Physik erfassen, so Schwarz.

Rachid Ghannouchi: Religion ist eine persönliche Angelegenheit

Rachid Ghanouchi in einer Aufnahme vom 25. April 2011. (Bild: Keystone)

Der Anführer der tunesischen Wahlsiegerin an-Nahda wird einerseits als gemässigter Islamist gelobt. Andere misstrauen ihm aufgrund früherer Aussagen. Im Gespräch versichert er, dass Tunesien ein offenes Land bleiben werde.

NZZ ONLINE

«Die Revolution in Tunesien hat mir ein neues Leben geschenkt», sagt Rachid Ghannouchi in feinem Hocharabisch vor einer Gruppe deutscher Journalisten. Der ältere Herr, der nach 22 Jahren Exil aus London in sein Land zurückgekehrt ist, war vom tunesischen Regime Ben Alis terroristischer Aktivitäten bezichtigt worden. Zunächst Mitglied der Nasseristen, einer säkularen panarabischen Partei, hatte er sich 1968 nach dem Sechstagekrieg dem politischen Islam zugewandt, der angesichts des Scheiterns säkularer Regimes einen Aufschwung erlebte. In den achtziger Jahren begann er auch vermehrt, sich mit demokratischen Ideen auseinanderzusetzen. Im Golfkrieg 1991 rief er zum Kampf gegen die USA und Saudiarabien auf. Unter anderem die USA, Saudiarabien und Frankreich belegten ihn mit einem Einreiseverbot.

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