Olympische Spiele in London: Extreme Religiotie im Sport

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Olympische Spiele in London: Atheisten unerwünscht?
193 Kaplane und Priester sowie ein multireligiöses Glaubenszentrum sollen die geistig-kulturellen Bedürfnisse der Sportler, Mannschaften und Helfer bei den Olympischen Spielen in London befriedigen. Nicht-Gläubige kommen im „Glaubens-Konzept“ des Organisationskomitees jedoch nicht vor.

Von Thomas HummitzschDiesseits.de

Anfang November fand eine Führung über den Olympischen Park in London statt. An dieser Führung teilgenommen haben die Führer der neun im sog. Glaubenszentrum vertretenen Religionen, d.h. von Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, der Bahai-Religion, der Sikh-Religion und der zarathustrischen Religionsgemeinschaft. Sie werden vom Organisationskomitee der Olympischen Spiele in London umgarnt, um die „vielfältigsten und inklusivsten Spiele aller Zeiten“ gestalten zu können.

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Kanzlerin antwortet auf »YouTube«

Auf dem "YouTube"-Kanal der Bundesregierung beantwortet die Kanzlerin Bürgerfragen Foto: pro (Screenshot)

Angela Merkel hat nun auch „YouTube“ für sich entdeckt. Die Bundeskanzlerin nutzt die Internet-Plattform für den digitalen Bürgerdialog. Seit Freitag beantwortet sie Fragen auf dem entsprechenden Video-Kanal der Bundesregierung.

pro Medienmagazin

Exakt einen Monat ist es her, dass Merkels Sprecher Steffen Seibert die Internet-Gemeinde dazu aufrief, sich mit Fragen direkt an die Bundeskanzlerin zu richten. Mehr als 108.000 Mal wurde der Appell seitdem angeklickt, fast 10.000 Nutzer beteiligten sich aktiv innerhalb von drei Wochen. Das Interesse an der Fragerunde habe die Erwartungen der Bundesregierung weit übertroffen, sagte Seibert am Freitag. Aus den zum Teil identischen Beiträgen wurde ein Katalog mit 1.790 Fragen erstellt. Daraus wiederum durften die User in der vergangenen Woche anschließend per Klick die zehn populärsten auswählen, die die mit Hilfe der Web-Anwendung „Google moderator“ gewichtet und nach Beliebtheit priorisiert wurden.

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Die päpstliche Diktatur

Quelle: amazon.com

Im Vatikan kommt die päpstliche Macht zuerst
Nur wenn sich das nächste Konklave irrt und wie im Fall von Johannes XXIII. einen versteckten Reformer wählt, könnte sich etwas ändern

Von Gerfried SperlDer Standard

„Die Macht in der Kirche ist unteilbar“, erklärte der vatikanische Regierungschef (Kardinalstaatssekretär) Tarcisio Bertone im März 2010 gegenüber der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. Er bezog sich dabei auf die Kritik an seiner offiziellen Position, die Missbrauchsfälle der letzten Jahrzehnte seien persönliche Fehltritte von Priestern. Eine Mitverantwortung der Kirche gebe es nicht. Wer das behaupte, untergrabe das Vertrauen in die Kirche.

Bertones Aussagen stehen völlig im Einklang mit der unter Johannes Paul II. erneut fixierten päpstlichen Zentralgewalt, die einer geistlichen Diktatur mit weltlicher Ausprägung gleicht. Ganz im Sinne des kanonischen Rechts von 1917. Darin wird dem Papst die Jurisdiktionsgewalt nicht nur über die Bischöfe, sondern auch „über alle Hirten und alle Gläubigen“ übertragen. Aufweichungen durch das II. Vatikanum unter den Päpsten Roncalli und Montini wurden von Papst Wojtyla eliminiert.

Dieser autoritären Position hängt auch Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) an. Die Reformversuche der österreichischen Pfarrerinitiative rund um Helmut Schüller sind deshalb schon kirchenrechtlich zum Scheitern verurteilt. Denn dieses Pontifikat bewegt sich nicht, erlaubt keine Veränderung.

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„Africae munus“ über: AIDS, Abtreibung, Islam, Familie, traditionelle afrikanische Religionen

B16: „Steh auf, Kirche in Afrika!“

Alle brisanten Themen der heutigen afrikanischen Gesellschaft haben ihren Niederschlag in dem Postsynodalen Schreiben „Africae munus“ gefunden. Wir veröffentlichen einige kurze Auszüge als ersten Einblick in dieses nicht nur für Afrika überaus bedeutsame Dokument, das die Leitlinien der Pastoral festlegt.

Zenit.org

Abtreibung

70. Mit Sorge haben sie  jedoch einen Mangel an ethischer Klarheit [der Internationalen Organisationen, A.d.R.) bei den internationalen Treffen festgestellt, ja sogar eine verwirrende Ausdrucksweise, die Werte vermittelt, die mit der katholischen Moral unvereinbar sind. Die Kirche hegt die ständige Sorge um eine ganzheitliche Entwicklung „jedes Menschen und des ganzen Menschen “, wie Papst Paul VI. sich ausdrückte.Aus diesem Grund wollten die Synodenväter die fragwürdigen Aspekte gewisser Dokumente internationaler Einrichtungen hervorheben: besonders jene, die die reproduktive Gesundheit der Frauen betreffen. Die Position der Kirche duldet keinerlei Zweideutigkeit hinsichtlich der Abtreibung. Das Kind im Mutterschoß ist ein zu schützendes Menschenleben. Die Abtreibung, die darin besteht, ein unschuldiges ungeborenes Leben zu beseitigen, ist dem Willen Gottes entgegengesetzt, denn der Wert und die Würde des menschlichen Lebens müssen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt werden. Die Kirche in Afrika und den angrenzenden Inseln muss sich engagieren, um den Frauen und den Paaren, die versucht sind abzutreiben, zu helfen und sie zu begleiten, und sie muss denen nahe sein, die bereits diese traurige Erfahrung gemacht haben, um sie zur Achtung vor dem Leben zu erziehen. Sie begrüßt den Mut der Regierungen, die gegen die Kultur des Todes, die in der Abtreibung einen dramatischen Ausdruck findet, Gesetze zugunsten der Kultur des Lebens erlassen haben.

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Bekenntnisse eines Dodos

Vor einer Verweltlichung der römisch-katholischen Kirche in Deutschland hat der Kölner Kardinal Joachim Meisner gewarnt. Die Kirche stehe in der Gefahr, sich selbst überflüssig zu machen, indem sie ihre ureigene Identität verliere.

idea.de

„Wenn die Kirche zur Welt geworden ist, hat sie der realen Welt nichts mehr zu sagen“, erklärte Meisner in einem am 20. November veröffentlichten Interview mit Welt Online (Berlin). Die katholische Kirche komme ihm vor wie ein Auto, „an dem die Karosserie zu groß und der Motor zu schwach ist“. Darum laufe sie dauernd heiß. „Wir müssen die zu große Karosserie abbauen und eine angemessenere und wohl kleinere Form finden, die unserer inneren Kraft entspricht. Wenn wir das himmlische Jerusalem erreichen, wird es völlig egal sein, ob wir da in einem großen Benz vorfahren oder in einem Fiat Panda. Hauptsache, wir kommen an“, so der Kardinal. Er äußerte sich vor dem Hintergrund des Skandals um den kircheneigenen Weltbild-Verlag (Augsburg). Das Unternehmen war wegen des Vertriebs von Büchern mit pornographischem und esoterischem Inhalt in die Kritik geraten. Dazu Meisner: „Ich sage schon seit langem, dass wir uns von diesem Unternehmen verabschieden müssen.“ Seine Begründung: „Es geht nicht, dass wir in der Woche damit Geld verdienen, wogegen wir sonntags predigen. Das ist einfach skandalös.“ Man könne nicht Besitzer eines Unternehmens sein, „das Schund und Schmutz verbreitet“.

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Mit Gottes Schalk beim ZDF

Hat gemeinsam mit Samuel Koch gebetet: Fernsehmoderator Thomas Gottschalk Foto: Carmen Sauerbrei/ZDF

Wer verrückte Wetten ansagen kann, der muss auch vor Gott Worte finden. Das zumindest findet Thomas Gottschalk. Zusammen mit Samuel Koch betete er nach dessen Unfall das Vaterunser. In der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“ spricht der Moderator über das Evangelium, Nächstenliebe und seine Beziehung zu Gott.

pro Medienmagazin

Vor allem der Glaube habe Gottschalk nach dem Unfall von Wettkandidat Samuel Koch geholfen, den Schock zu verarbeiten. Das sagte der 61-jährige Moderator nun gegenüber dem Magazin „Der Spiegel“. „Auch die negativen Seiten der Wirklichkeit habe ich immer besser bewältigen können, weil ich mein Gottvertrauen habe.“ Wer skurrile Wetten anmoderiere, der „muss auch Worte finden, wenn ein Mensch bei dem Versuch, über ein Auto zu springen, auf den Rücken fällt.“ Samuel Koch war im Dezember vergangenen Jahres in der ZDF-Sendung verunglückt und ist seitdem querschnittsgelähmt.

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