„Africae munus“ über: AIDS, Abtreibung, Islam, Familie, traditionelle afrikanische Religionen


B16: „Steh auf, Kirche in Afrika!“

Alle brisanten Themen der heutigen afrikanischen Gesellschaft haben ihren Niederschlag in dem Postsynodalen Schreiben „Africae munus“ gefunden. Wir veröffentlichen einige kurze Auszüge als ersten Einblick in dieses nicht nur für Afrika überaus bedeutsame Dokument, das die Leitlinien der Pastoral festlegt.

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Abtreibung

70. Mit Sorge haben sie  jedoch einen Mangel an ethischer Klarheit [der Internationalen Organisationen, A.d.R.) bei den internationalen Treffen festgestellt, ja sogar eine verwirrende Ausdrucksweise, die Werte vermittelt, die mit der katholischen Moral unvereinbar sind. Die Kirche hegt die ständige Sorge um eine ganzheitliche Entwicklung „jedes Menschen und des ganzen Menschen “, wie Papst Paul VI. sich ausdrückte.Aus diesem Grund wollten die Synodenväter die fragwürdigen Aspekte gewisser Dokumente internationaler Einrichtungen hervorheben: besonders jene, die die reproduktive Gesundheit der Frauen betreffen. Die Position der Kirche duldet keinerlei Zweideutigkeit hinsichtlich der Abtreibung. Das Kind im Mutterschoß ist ein zu schützendes Menschenleben. Die Abtreibung, die darin besteht, ein unschuldiges ungeborenes Leben zu beseitigen, ist dem Willen Gottes entgegengesetzt, denn der Wert und die Würde des menschlichen Lebens müssen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt werden. Die Kirche in Afrika und den angrenzenden Inseln muss sich engagieren, um den Frauen und den Paaren, die versucht sind abzutreiben, zu helfen und sie zu begleiten, und sie muss denen nahe sein, die bereits diese traurige Erfahrung gemacht haben, um sie zur Achtung vor dem Leben zu erziehen. Sie begrüßt den Mut der Regierungen, die gegen die Kultur des Todes, die in der Abtreibung einen dramatischen Ausdruck findet, Gesetze zugunsten der Kultur des Lebens erlassen haben.

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