Bekenntnisse eines Dodos


Vor einer Verweltlichung der römisch-katholischen Kirche in Deutschland hat der Kölner Kardinal Joachim Meisner gewarnt. Die Kirche stehe in der Gefahr, sich selbst überflüssig zu machen, indem sie ihre ureigene Identität verliere.

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„Wenn die Kirche zur Welt geworden ist, hat sie der realen Welt nichts mehr zu sagen“, erklärte Meisner in einem am 20. November veröffentlichten Interview mit Welt Online (Berlin). Die katholische Kirche komme ihm vor wie ein Auto, „an dem die Karosserie zu groß und der Motor zu schwach ist“. Darum laufe sie dauernd heiß. „Wir müssen die zu große Karosserie abbauen und eine angemessenere und wohl kleinere Form finden, die unserer inneren Kraft entspricht. Wenn wir das himmlische Jerusalem erreichen, wird es völlig egal sein, ob wir da in einem großen Benz vorfahren oder in einem Fiat Panda. Hauptsache, wir kommen an“, so der Kardinal. Er äußerte sich vor dem Hintergrund des Skandals um den kircheneigenen Weltbild-Verlag (Augsburg). Das Unternehmen war wegen des Vertriebs von Büchern mit pornographischem und esoterischem Inhalt in die Kritik geraten. Dazu Meisner: „Ich sage schon seit langem, dass wir uns von diesem Unternehmen verabschieden müssen.“ Seine Begründung: „Es geht nicht, dass wir in der Woche damit Geld verdienen, wogegen wir sonntags predigen. Das ist einfach skandalös.“ Man könne nicht Besitzer eines Unternehmens sein, „das Schund und Schmutz verbreitet“.

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2 Comments

  1. Wie darf ich das mit dem Panda und dem Benz verstehen?
    Ich MUSS nicht mitfahren?
    Na das hat aber lange gedauert, bis ihr das auch begriffen haben:
    »Diskordianer schwimmen nicht gegen den Storm,
    sie steigen aus dem Fluss.«

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